Wieder daheim…

Ja… Wir haben lange gebraucht, bis wir den Heimreisetag online gestellt haben. Aber schließlich war es dann soweit. Es wäre nicht früher möglich gewesen. Während des Heimfluges hat David kurz überlegt, den letzten Tagesbericht zu schreiben. Aber irgendwie hatte er dann einfach keine Lust dazu. Und bereits unsere erste Woche daheim war sehr turbulent. Es war einfach immer irgendwas zu organisieren und zu erledigen, sodass wir einfach nicht dazu gekommen sind, dem Blog einen würdigen Abschluss zu geben. Aber hier ist er jetzt. Der hoffentlich würdige Abschluss. Lange haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie er ausschauen soll, unser letzter Blogeintrag. Über 15.000 Aufrufe hatte unsere Seite im letzten halben Jahr. Das freut uns wirklich sehr und das ehrt uns. Wir wollen uns jetzt hier an dieser Stelle bei allen Leserinnen und Lesern bedanken. Auch für das zahlreiche Feedback bedanken wir uns ganz herzlich. Wir haben uns jedes Mal sehr darüber gefreut, wenn wir Nachrichten erhalten haben und unsere Geschichten und Bilder für „leiwand“ befunden wurden. Was wollten wir mit dem Blog eigentlich erreichen und warum haben wir uns das angetan? So viel schreiben jeden Tag, das ist doch Wahnsinn? Wofür? Da geht doch so viel Zeit drauf! Ja stimmt. Es war nicht immer einfach, den Blog aufrecht zu erhalten. Entweder die Zeit war knapp, oder der Internetempfang war einfach nur Scheiße oder gar nicht vorhanden. Aber wir haben unsere Tagesberichte mal in erster Linie für uns selber aufgeschrieben. Ja, das klingt jetzt egoistisch. Aber es ist so. Wenn man so viel erlebt, dann ist es ganz angenehm, sich jeden einzelnen Tag am Abend noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Also ihn einfach noch einmal durchzudenken und ihn noch einmal wie einen Film vor dem inneren Auge ablaufen zu lassen. Das stärkt definitiv die Erinnerung. Wir wollten einfach jeden Moment festhalten. Kleine und oft unnötig erscheinende Details haben wir manchmal aufgeschrieben. Einfach so, weil sie uns irgendwie getaugt haben, oder sie in dem Moment für uns einfach wichtig waren. Das macht man im Alltag einfach nicht. Das Leben zieht an einem vorbei. Die Zeit vergeht viel zu schnell. Man erlebt nur die wirklichen Highlights bewusst. Man ist im Hamsterrad des Alltages gefangen. Wer weiß denn schon, was er vor Vorgestern zu Mittag gegessen hat? Das wollten wir zumindest für den Zeitraum unserer Reise ändern. Ein halbes Jahr bewusster leben. Das Leben und jeden Moment genießen. Alles mal einfach nicht so ernst nehmen und jeden Moment mit einem Augenzwinkern betrachten. Alles so nehmen, wie es kommt und mit jeder Herausforderung wachsen. Pure Leichtigkeit. Und wir glauben, dass uns das ganz gut gelungen ist. Es war einfach eine unglaublich herrliche Zeit, an die wir uns noch lange zurückerinnern werden. Und das Ganze wollten wir natürlich mit anderen interessierten Leuten teilen. Deswegen haben wir unsere Tagesberichte auf diesem Blog online gestellt. Jeder der das wollte, konnte ständig nachlesen, was wir denn gerade so treiben und wo wir gerade sind. Und wer das nicht wissen wollte, der hat dann halt einfach den Blog nicht gelesen. So einfach war das. Was wir hier auch noch festhalten wollen, ist, dass wir uns sehr glücklich schätzen, dass wir diese Reise überhaupt machen konnten. Das ist natürlich nicht selbstverständlich. Ja klar, der Trip hat uns eine schöne Stange Geld gekostet. Wieviel, das werden wir hier auf dem Blog jetzt nicht publik machen. Aber das Geld für die Reise haben wir ganz normal selber verdient. Uns hat keiner was geschenkt. Und es kann schließlich jeder selber entscheiden, ob er sein Geld für eine solche Reise spart und ausgibt, oder eben für etwas anderes. Aber das ganze Drumherum muss halt ebenfalls einfach passen. Das kann man nicht so leicht beeinflussen. Und das war bei uns einfach der Fall. Unsere Eltern und Geschwister haben unser Vorhaben von Beginn an akzeptiert und unterstützt. Es gibt zum Glück niemanden in unseren Familien, der zum Zeitpunkt der Reise auf unsere Hilfe oder Anwesenheit angewiesen war. Dieses große Glück haben nicht viele Menschen. Das bedeutet schon enorme Freiheit. Auch aus beruflicher Sicht dürfen wir uns zu den Glückskindern zählen. Eveline hat am 1. April wieder ihren ersten Dienst als Krankenschwester auf ihrer alten Station und auch Davids Chef hat am Telefon gemeint, dass es leiwand wäre, wenn er wieder mal vorbeischauen würde. Also da dürfen wir uns echt nicht beschweren. Wir sind für das Alles sehr dankbar. Noch dazu haben wir während unserer Reise sehr viel Glück gehabt. Wir hatten keinen Unfall und keine Panne, obwohl wir insgesamt ungefähr 25.000 Kilometer mit dem Auto gefahren sind. Oft bis zu 400 Kilometer am Tag. Auf der Linken, sowie auf der rechten Straßenseite. In großen Autos, sowie in kleinen. Auf siebenspurigen Autobahnen durch L.A, sowie auf einsamen Highways durch die Prärie von Colorado oder entlang der australischen Ostküste. Wir haben uns nicht verletzt, wir wurden nicht ernsthaft krank und hatten auch keinerlei Schnupfen, Durchfall oder Erbrechen. Davids Zahnarztbesuch in Neuseeland und sein kurzes Fieber auf Fiji zählen eher in die Kategorie „Erfahrung“, als in die Kategorie „ernsthafte Erkrankung und Schmerzen“. Uns wurde außerdem nichts gestohlen und wir haben nie etwas vergessen oder verloren. Kein Flug wurde gestrichen oder kam irgendwann irgendwie zu spät. Kein Gepäckstück ging verloren oder kam erst später. Keine Naturkatastrophe machte uns einen Strich durch die Reiseplanung. Niemand kam durch unsere Reise zu schaden – zumindest wissen wir nichts davon. UND wir sind immerhin noch zusammen. Das muss ja ebenfalls festgehalten werden. Unsere Beziehung ist auf jeden Fall noch gefestigter, als sie das vor der Reise bereits war. Man lernt als Team zu funktionieren, sich die Aufgaben des Reisealltags zu teilen und jede Herausforderung zu meistern. Man pickt wirklich 24 Stunden am Tag beieinander. Das darf man nicht vergessen. Da sollte man meinen, dass da des Öfteren so richtig die Fetzen fliegen. Aber das war nicht der Fall. Ein paar Meinungsverschiedenheiten hatten wir natürlich. Alles andere wäre ja auch wirklich komisch. Ja, wir mögen uns immer noch. Es ist einfach alles wie am Schnürchen gelaufen. Und die paar Kleinigkeiten, die halt nicht so hundertprozentig wie am Schnürchen gelaufen sind, kann man gedanklich getrost in die Kategorie „Erfahrungen und kleine Abenteuer“ einordnen. Das hat alles genau so gepasst, wie es war und wie es gekommen ist. Wir wollen einfach nichts missen von all dem, was wir erleben durften. Es war einfach herrlich…

2 Gedanken zu “Wieder daheim…

  1. Hallo ihr zwei,
    Ich habe eure Beiträge immer genossen und mir so ab und zu „Urlaubs- und Abenteuerkino im Kopf“ gegönnt! Ich bin froh das ihr wieder gut daheim angekommen seid und freu mich euch bald wieder zu sehen!!
    Bussis Regina

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