Ein wunderschöner Bootsausflug und schnorcheln in herrlichen Buchten…

Tag 188 // Wir haben ganz gut geschlafen. Eveline steht heute früher auf. Der Hahn hat an diesem Morgen alles zum Besten gegeben, was er so draufhat. Kiiiiikeriiiiikiiiiiiiii. Aber das nicht nur einmal. David pennt einfach mit Ohropax weiter. Eveline steht um 7:30 auf und beginnt, ihre Haare auf den heutigen Tag vorzubereiten. Heute gehen wir nämlich wieder schnorcheln. Und das wahrscheinlich sehr oft und ziemlich lange. Um beim Schnorcheln keine Dreadlocks zu produzieren, wird eine extra dicke Schicht Haarmaske eingearbeitet. Die gute Haarmaske, die wir noch rechtzeitig für genau diesen Zweck in Osaka erworben haben. Wir begeben uns heute schon kurz vor 9 Uhr zum Frühstück. Der Essbereich ist gesteckt voll. Es ist genau nur noch ein Tisch frei. Ob da jeden Tag soviel los ist um diese Uhrzeit? Das haben wir dann einfach nur noch nie mitbekommen. Welche Frühstücksvariation erwartet uns heute? Es gibt wieder Spiegelei. Dafür ist das Würstchen jetzt wieder kalt. Immerhin wird es nie fad. Sehr abwechslungsreich. Nach dem Frühstück gehen wir noch einmal retour in den Bungalow und schmieren uns ordentlich ein. Mit SPF 50+ natürlich, damit ja nichts anbrennt. Danach packen wir uns einen Daypack zusammen und sind somit startklar für den Ausflug. Kurz vor 10 Uhr steht schon ein Boot in der Bucht. Ein schönes Boot aus Holz, mit ordentlichen Verzierungen und so. Wie man sich eben ein thailändisches Longtailboot vorstellt. Sogar ein Dach hat es, das uns hoffentlich ein wenig Schatten spenden wird. Das wird doch ziemlich sicher schon unser Boot sein. Wir fragen sicherheitshalber noch die Chefin, diese bejaht unsere Frage und drückt uns sogar noch ein Lunchpaket in die Hand, bevor sie uns persönlich zum Boot bringt. Wir steigen ein und schon geht die Fahrt los. 6 Stunden werden wir jetzt unterwegs sein. Den ersten Stopp legen wir bei Bamboo Island ein. Eine wunderschöne Insel. Aber es ist sehr viel los hier. Man muss noch etwas extra bezahlen, um die Insel betreten zu können. Das machen wir aber nicht gleich, wir gehen jetzt mal eine erste Runde schnorcheln und überlegen uns das später. Normalerweise wären bei der heutigen Tour auch noch der Monkey Beach und die Nui Bay dabei gewesen. Aber diese haben wir aus dem Ablauf gestrichen, weil wir die ja schon vor zwei Tagen mit dem Kajak besucht haben. Die brauchen wir kein zweites Mal. Deswegen haben wir jetzt mehr Zeit für die restlichen Buchten. Über eine Stunde schnorcheln wir jetzt einfach mal in der Bucht vor dem Bamboo Island. Das Wasser ist glasklar und traumhaft schön. Die Vielfalt der Fische ist überwältigend. Wir sehen Papageienfische, Clownfische, Seesterne, Seegurken, Seeigel, unzählige andere kleine bunte paradiesische Fische und sogar eine Muräne. Wenn man zwischen den Korallen und Felsen schwimmt und einen halben Meter unter sich eine Moräne erblickt, ist das kein besonders schönes Erlebnis. Einfach ein schiaches Viech. Mit der würden wir uns lieber nicht anlegen wollen. Die Wassertemperatur ist sehr angenehm. Man könnte es ewig im Wasser aushalten. Eigentlich wie auf Fidschi. Vielleicht ist hier das Wasser ein bisschen kühler. Die Vielfalt der Fische kann auf jeden Fall mit Fidschi mithalten, wenn hier nicht sogar ein bisschen mehr Artenvielfalt vorhanden ist. Dafür waren auf Fidschi die Korallen um einiges bunter und vor allem noch lebendiger und schöner. Hätten wir diesen Vergleich und diesen Gedanken nun auch festgehalten. Nach einer Stunde klettern wir wieder aufs Boot und fahren weiter. An Land gehen wir nicht mehr. Eveline hat sich im Wasser eine kleine Schnittwunde am rechten Fuß zugezogen. Wahrscheinlich bei einem Seil, welches ein paar Absperrbojen zusammengehalten hat. Diese kleine Wunde wird jetzt von unserem Kapitän gleich mal desinfiziert. Der hat alles dabei. So schlimm ist es zum Glück nicht. Die nächste Bucht ist der Loh Moo Dee Beach. Hier halten wir nur für eine halbe Stunde. Wir betreten den Strand und nehmen uns ein Molke-Getränk-Packerl unseres Lunchpaketes mit. Wir gehen kurz baden, doch das Badevergnügen wird schnell durch ein paar nässelnde Quallen getrübt. Daraufhin chillen wir einfach nur in der Sonne. Unser Kapitän – Ludi heißt er angeblich und wir sind uns sicher, dass man das ganz anders schreibt, als wir das gerade tun – belädt das Boot mit irgendwelchen Kanistern. Spannend auf jeden Fall. Vielleicht gehört dieser Stopp normalerweise gar nicht zu unserer Tour? Egal. Wir fahren schließlich eh gleich weiter zum Sharks Point. Hier kann man jetzt wieder schnorcheln. Ludi versichert uns, dass es nicht gefährlich ist, obwohl die Haie hier sehr fett sind und bis zu 40 Kilo schwer werden. „Buudd dooon bite“. Dann sind wir ja beruhigt. Rein mit uns. Hier ist es jetzt nicht ganz so schön zu schnorcheln. Bamboo Island ist da schwer zu toppen. Aber hier geht es jetzt ja vorrangig um die Haie. Aber die wollen sich nicht gleich so richtig zeigen. Wir schnorcheln links vom Boot und rechts vom Boot und legen ganz schöne weite Strecken zurück. Immer wieder schickt uns Ludi in unterschiedliche Richtungen, fast schon so, als wollte er uns im Schwimmen trainieren. David wird es dann irgendwann zu langweilig und er bleibt beim Boot. Eveline probiert nochmal ihr Glück und kann tatsächlich an einer weiteren anderen Ecke der Bucht drei fette Riffhaie sehen. Die GoPro hat zu diesem Zeitpunkt leider David. Nach diesem super Erlebnis für Eveline geht es weiter zur nächsten Bucht. Die Zeit auf dem Boot verkürzen wir uns mit Haarpflege. Evelines Haare sind schon sehr strapaziert und wir versuchen, gleich von Beginn an das Schlimmste zu verhindern. Es gelingt. Nächster Stopp ist die Loh Sama Bay. Während der Bootsfahrt dorthin, teilen wir uns mal eine der beiden Lunchboxen. Es gibt Fried Rice mit Hendl und Gemüse. Schmeckt gar nicht schlecht, obwohl Eveline nicht ganz so begeistert ist und sehr viel davon David überlässt. Schließlich gleiten wir in die Loh Sama Bay. Wie kann man diesen Ort beschreiben? Das Wasser ist türkisblau, aber nicht klar. Kein Platz zum Schnorcheln, wie uns Ludi erklärt. Aber man kann hier einfach gut schwimmen und den Ort genießen. Dieser ist nämlich schon irgendwie ganz was Besonderes. Es gibt keinen Strand oder einen Platz, wo man an Land gehen könnte. Nur sehr steile Felsen ragen ringsum bis in den Himmel. Bestimmt hundert Meter hoch oder höher. Es erklingt sogar ein Echo, wenn man sich sehr laut verhält, so wie die meisten Passagiere diverser Partyschiffe, die ebenfalls hier ankern. Wir springen auf jeden Fall mal über Bord und schwimmen eine Runde in der wunderschönen Bucht. Das war es aber dann schon wieder. Nach 20 Minuten klettern wir wieder aufs Boot und weiter geht die wilde Fahrt. Was kommt da jetzt noch so? Die Viking Caves sind unser nächster Halt. Hier kann man aber nicht schnorcheln und schon gar nicht an Land gehen. Einfach ein paar Höhlen in den Felswänden. Ein paar Fotos und dann geht es auch schon weiter. Bei der nächsten Bucht angekommen, die sich Pe-Leh Lagoon nennt, gehen wir noch einmal schnorcheln. Hier ist aber wieder einiges los, das Wasser ist nicht besonders klar und die Bucht liegt noch dazu ein bisschen im Schatten, was die Sicht unter Wasser etwas einschränkt. Aber wir können noch drei weitere Haie erblicken. Diesmal bekommt David sie auch zu Gesicht. Aber sie sind um einiges kleiner als die fetten Kaliber beim Sharks Point, wie Eveline zu Protokoll gibt. So, jetzt sind wir fertig mit schnorcheln für den heutigen Tag. Eine Bucht haben wir noch vor uns, nämlich die Maya Bay. Bei dieser Bucht handelt es sich um einen sehr bekannten Strand. Hier wurden sehr viele Szenen aus dem Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio gedreht. In den letzten Jahren war dieser Strand so sehr überlaufen und wurde von so dermaßen vielen Touristen quasi überrannt, dass er jetzt ganz einfach gesperrt ist. Angeblich, weil die Korallen in der Bucht alle absterben. Wir gehen nicht mehr schnorcheln, sondern machen nur ein paar Fotos vom berühmten Beach. Nach der Blauen Lagune auf Fidschi der zweite Filmstrand, den wir abhaken können. Jetzt geht es retour. Unsere Zeit ist vorbei. Ludi bringt uns nicht zu unserer Sunset Bay retour, weil er sonst einen riesen Umweg fahren müsste. Das lassen wir ihm mal so durchgehen. Er lässt uns im Ort aussteigen und telefoniert. Das Boot vom Nachbarresort, des Sunwaree Resorts, steht schon bereit und anscheinend können wir mit diesem zur Sunset Bay retour fahren. Begeistert wirkt der Fahrer vom Boot zwar nicht, aber er nimmt uns einfach ohne Kommentar mit. Auf diese Weise landen wir in der Sunset Bay, unserem Resort des Vertrauens. Es ist kurz nach 16 Uhr. Was machen wir mit dem Rest des Tages? Wir waschen mal unsere Sachen mit Kernseife aus und hängen alles auf dem Balkon zum Trocknen auf. Danach gehen wir duschen und machen es uns auf dem Balkon gemütlich. Die GoPro Fotos werden gleich mal inspiziert, ob da eh was Ordentliches dabei ist. Dann machen wir eigentlich nichts mehr, bis wir uns auf den täglichen Marsch bei Ebbe rüber zum Ort machen, um uns ein anständiges Abendmahl einzuverleiben. Heute wird es ein kleines Bistro, wo wir Platz nehmen. Eveline will unbedingt einen Papaya-Salat essen. Der Kellner fragt uns grinsend, ob wir diesen „spicy“ haben wollen und wenn ja, mit wie vielen Chilis. Er gibt uns eine Skala von 3 bis 10 Chilis vor und wir nehmen die 3 Chilis. Wir wollen ja als Anfänger nicht gleich übertreiben. Den Salat essen wir schließlich gemeinsam. Und das ist auch gut so. Beim Essen kommen wir ordentlich ins Schwitzen. Es ist verdammt scharf. Aber so richtig. David wirft einen von der Schärfe gezeichneten Blick durch den Raum und bleibt mit seinem Blick inklusive tränenden Augen bei einer Kellnerin hängen, die daraufhin sofort zu lachen beginnt und uns noch ein paar Servietten vorbeibringt, sowie bei dieser Gelegenheit nachfragt, ob wir eh okaaaayyy sind. Natürlich wird die Schärfe nicht weniger, als wir ein Singha Bierchen nachkippen. Aber irgendwann, als der Salat fertig gegessen ist, wird die Schärfe sehr angenehm und wir fühlen uns happy. Und weil uns das Lokal eigentlich ganz gut gefällt und wir uns gerade gut unterhalten, bestellen wir noch etwas nach. Thai-Spaghetti sucht Eveline aus der Karte aus. Die essen wir wieder gemeinsam. Sie schmecken sehr speziell. Irgendeine Wurzel ist dabei, die dem Ganzen einen eigenartigen Beigeschmack verleiht. Aber trotzdem sind wir froh, es probiert zu haben. Schließlich gehen wir weiter. Eveline will noch eine Crêpe und deswegen machen wir uns jetzt eben auf die Suche nach einer Crêpe. Doch bei der Wahl des heutigen Crêpe Standes haben wir nicht so ein glückliches Händchen, wie sonst eigentlich immer. Die Crêpe ist trocken und sehr knusprig. Was eher untypisch für eine Crêpe ist. Aber wir essen sie trotzdem. Wäre ja sonst Verschwendung. Auch am heutigen Abend gehen wir bei Ebbe über die trockene Bucht retour zum Resort. Das funktioniert ganz gut so. Noch ein bisschen Internet schauen und ein paar Mails schreiben und checken. Danach gehen wir zeitig schlafen. Der Tag war herrlich aber doch sehr anstrengend, das sind wir gar nicht mehr gewöhnt…
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Los geht’s!

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Unser Boot vom Wasser aus gesehen…

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Die kunstvolle Beschriftung unseres Bootes…

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Schnorcheln wir mal eine Runde…

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Die Artenvielfalt der Meeresbewohner hier in Thailand ist enorm…

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Loh Sama Bay…

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Maya Bay…

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