Mit dem Kajak zum Monkey Beach und zur Nui Bay…

Tag 186 // Wir haben sehr gut geschlafen. In der Nacht war es sehr heiß, doch wir haben den Ventilator eigentlich die ganze Nacht durchlaufen. Das macht die ganze Sache sehr erträglich. Das Wetter hier in Thailand ist eigentlich perfekt. Sehr sommerlich eben. Um die 30 Grad und sonnig. Es weht ständig ein angenehmes Lüftchen. Die Luftfeuchtigkeit ist zwar spürbar, aber bei weitem nicht so schlimm wie auf Fidschi. Dort war es war schon teilweise sehr extrem. Also hier in Thailand ist es auf jeden Fall um einiges besser. Nach dem üblichen Frühstück fragen wir gleich die Chefin, ob es möglich ist, uns heute das Kajak auszuborgen. Wir können ja nicht wieder den ganzen Tag auf der faulen Haut herum liegen. Sonst würde der Blog ja irgendwann fad werden. Die Chefin richtet uns ein rotes Kajak her, inklusive 2 rosaroten Schwimmwesten und zwei Paddel. Wir schmieren uns ordentlich ein und verpacken ein bisschen Strandzeug und Handtücher in einen wasserdichten Beutel. Unsere Schnorchel Ausrüstung kommt auch mit. Und natürlich die GoPro. Eigentlich nur die GoPro. Wir sind ein bisschen faul geworden, was das Fotografieren und Filmen mit unseren „guten“ Kameras betrifft. Nur Handy und GoPro hatten wir die letzten Tage auf Ko Phi Phi nur mehr im Einsatz. Aber das geht schließlich auch irgendwie. Kalenderfotos haben wir mittlerweile genug geschossen. Kurz nach 10 Uhr setzen wir uns auf den fetten roten Plastikbomber und paddeln ungefähr einen Kilometer quer über das Meer zum berühmten Monkey Beach. Unglaublich, was hier los ist. Sehr viele Boote. Alle Varianten, die es so gibt. Die meisten Boote sind geführte Touren, hauptsächlich für asiatische Touristen. Alles Chinesen, hat uns die Chefin vom Resort schon bei unserer Ankunft erklärt. Wir finden gerade noch eine kleine Lücke zwischen – ohne Übertreibung – zwanzig anderen Booten auf dem kleinen Strandabschnitt. Wir ziehen unser Kajak an Land und verschnaufen mal. Warum dieser Strand „Monkey Beach“ heißt, wird uns ebenfalls sofort klar. Hier gibt es nämlich Affen. Sehr viele davon. Keine Ahnung, welche Rasse genau. Diese typischen Affen eben, wie sie überall in Thailand und Bali und Südostasien herumlaufen. Okay wir googeln mal. Einen kurzen Moment bitte. Alles klar. Es handelt sich offenbar um Makaken. Zumindest um eine der 23 Unterarten davon. Diese Viecher sind richtig frech. Und sie haben natürlich überhaupt keine Angst, geschweige denn Respekt vor Menschen. Sie wollen nur eines, nämlich Futter oder was zum Spielen. An einer Ecke des Strandes kann man anscheinend schnorcheln gehen. Ein eigener Bereich ist dafür markiert und abgesperrt. Wir überlegen, unser Zeug einfach beim Kajak zu lassen und eine Runde schnorcheln zu gehen. Wird schon niemand was fladern hier. So viele Wertsachen haben wir außer der GoPro nicht mit. Also gut, gehen wir es gleich an. Wir kramen in unserer Tasche herum. Das wiederum macht die Affen neugierig. Wir können gar nicht so schnell schauen, schon sitzt ein frecher Geselle auf dem Kajak neben Eveline, hat schon unsere Tasche in seinen kleinen Händen und fängt an, diese zu durchsuchen. David will ihn verscheuchen, doch das Scheißviech geht gleich zum Angriff über und springt knapp aber pfauchend an Davids Oberschenkel vorbei. Aber mehr passiert dann auch schon nicht. Er verzieht sich rechtzeitig wieder, bevor David den aufgelegten Elfmeter im Toni Polster Style verwandeln kann. Aber David und der Affe sind jetzt bestimmt Hauptdarsteller in einigen chinesischen Instagram-Stories. Sehr viele Smartphones waren Zeugen des Geschehens. Naja. Also unser Zeug werden wir jetzt auf keinen Fall unbeaufsichtigt hier liegen lassen. Deswegen geht Eveline schnorcheln, während David beim Kajak zurückbleibt und sich mal geistig auf eine eventuelle zweite Affenattacke vorbereitet, um unser Zeug zu verteidigen. Aber dazu kommt es nicht. Die Affen kämpfen lieber miteinander und posieren vor hunderten chinesischen GoPro- und Selfiesticks. Eveline schnorchelt eine Runde. Sie ist aber nicht so begeistert von der Unterwasserwelt hier. Aber immerhin kann sie sagen, dass sie auch beim Monkey Beach auf Ko Phi Phi schnorcheln gewesen ist. Nach 20 Minuten ist sie wieder retour bei David. Ein paar Fotos von Seeigeln konnte sie immerhin mit der GoPro machen. Jetzt hält uns nichts mehr hier. Wir paddeln weiter zum nächsten Strand. Dieser ist jetzt ungefähr drei Kilometer weit entfernt von unserer aktuellen Position. Das Meer ist ziemlich ruhig und das paddeln macht uns eigentlich Spaß. Langsam finden wir unseren gemeinsamen Paddel-Rhythmus. Unser angesteuertes Ziel ist ebenfalls ein sehr schöner und bekannter Strand, die Nui Bay. Hier erwartet uns ein ähnliches Bild wie beim Monkey Beach. Nur nicht ganz so stark überfüllt ist diese Bucht. Ein wunderschöner Strand. Fast kein Schatten, unzählige Boote mit unterschiedlichsten Touristen, die hauptsächlich zum Schnorcheln und Fotos machen hier sind. Nachdem wir das Kajak an Land gezogen haben, gehen wir gleich mal eine Runde schwimmen, um uns abzukühlen. Danach lassen wir uns in der Sonne trocknen und beobachten die anderen Touristen. Unglaublich welche Figuren, Verrenkungen und Posen manche Leute einnehmen, nur um ein Foto zu machen. Das erscheint uns mittlerweile ziemlich lächerlich. Wir hoffen – oder wir sind uns sogar sicher – das wir nie so peinlich gewesen sind. Immer sind es die gleichen Posen, die die Leute einnehmen. Schaut ja dann immer gleich aus auf Instagram, Facebook oder sonst wo. Wird das nicht fad? Naja, jeder wie er glaubt. Leben und leben lassen. Nach einer guten halben Stunde suchen wir uns noch ein Platzerl im Schatten und beschließen, weiter zu fahren. Zu der kleinen Bucht, wo wir vorgestern zu Fuß über die Felsen hingegangen sind. Da müssen wir sowieso vorbei, wenn wir zur Sunset Bay zurückfahren. Auf auf und da Goaß noch. Paddel Paddel Paddel. Weiter geht’s. Das paddeln wird immer anstrengender. Aber die Landschaft ist traumhaft und uns gefällt es hier. Bei der kleinen Bucht angekommen, sind wir leider nicht ganz alleine. Ein zweites Pärchen chillt schon gemütlich unter „unserer“ Palme. Wir suchen uns ein anderes Platzerl, das bietet uns aber nicht ganz so viel Schatten. Nach ein paar Runden baden und ein bisschen Tratschen im Halbschatten paddeln wir zurück zu unserem Resort. Dort angekommen, rutscht Eveline auf den glitschigen Steinen im Wasser aus. Zum Glück passiert nichts. Das Kajak wird verstaut und wir chillen uns auf die Liegestühle beim Resort, wo wir sogar W-Lan Empfang haben. Genau zwei Liegestühle gibt es nur hier. Davor befinden sich die Schaukeln. Wir haben also Glück, dass diese gerade frei sind. Eveline geht mal nachfragen, was es außer Wassermelonen sonst noch für Smoothies hier gibt. Sie kommt mit zwei Passionsfrucht-Smoothies retour. Eine edle Erfrischung nach der ganzen Paddelei. Hier chillen wir jetzt eine Runde. Ein netter Ausflug war das. Danach gehen wir duschen und hängen unsere nassen Sachen auf dem Balkon auf. Und natürlich wollen wir heute wieder etwas Abendessen gehen. Rüber zur Partymeile. Am heutigen Abend sind wir ein bisschen später dran. Aber es ist erneut Low Tide und die Sonne geht allmählich langsam unter, während wir uns auf den Weg machen. Im Ort angekommen, hören wir schon von Weitem sehr laute Musik. Heute ist Sonntag und da findet die Ibiza Pool Party statt. Das müssen wir uns anschauen. Hier geht es richtig zur Sache. Party Party Party. Alle Partygäste sind bereits fett wie Radierer. Alle tanzen nur im Bikini oder haben eben noch weniger an. Diesen Spiegel holen wir heute nicht mehr auf. Deswegen schmeißen wir uns nicht mehr ins Getümmel und machen uns auf die Suche nach einem Restaurant. Wir sind schon sehr hungrig. Es wird das Restaurant, welches David schon mehrere Male beim Vorbeigehen ins Auge gefasst hat. Einen Tisch für zwei Personen bekommen wir. Ideal, weil wir ja nur zu zweit sind. Gleich an der Beachfront, ganz vorne beim Strand. Also fast am Strand. Ziemlich edel. Auf der Karte wird wirklich alles geführt, was das Herz begehrt. Da kann man sich fast gar nicht entscheiden. Unsere Wahl fällt dann auf eine Tom Yam Suppe, die wir gemeinsam Essen. Danach gibt es noch ein Green Curry mit Seafood für David und Spicy Glass Noodle Salad mit Shrimps für Eveline. Eveline nimmt ein Chang Bier, David ein Singha. Dazu noch eine kleine Flasche Wasser. Ein traumhaftes Abendessen. Kein Fehler erkennbar. Das Lokal füllt sich allmählich so sehr, dass die Kellner überfordert wirken. Deswegen nehmen wir das Dessert woanders zu uns und begleichen die sehr niedrige Rechnung. Hier lebt es sich mit wenig Geld wie ein Kaiser, im Vergleich zu den anderen Ländern auf unserer Reise. Irgendwie zieht es uns jetzt noch einmal zum Strand. Da gibt es ein paar Bars, wo gerade eine Feuershow stattfindet. Natürlich wollen wir das sehen. Die Jungs sind supercool. Einer der Gruppe hält es vor lauter Coolness gar nicht mehr aus. Das der überhaupt sein Leben packt, so cool wie der ist. Das gezeigte ist zwar beeindruckend, kann aber nicht mit der Feuershow mithalten, die uns auf Fidschi von der Dorfjugend dargeboten wurde. Die Ibiza Pool Party ist übrigens immer noch im Gange. Wir ziehen weiter und machen uns noch auf die Suche nach einer Nachspeise. Eveline hat Lust auf Crêpe. David macht sich auf die Suche nach einem geeigneten Stand. Ein anderer Stand soll es heute werden als sonst immer. Eveline bestellt einen Banana Nutella Thai Pancake (Roti). Beim Stand nebenbei verkaufen zwei Mädels Coconut Eiscreme. Inklusive Kokosnusswasser und die zwei Kugeln Eis werden in einer halben Kokosnuss serviert, inklusive noch vorhandenem Kokosnussfleisch. Hier muss jetzt David noch zuschlagen und das einfach probieren. Die Mädels sind außerdem sehr bemüht. Ein eigenes Video läuft im Hintergrund auf einem TV-Gerät an der Wand, welches Leute zeigt, die das Eis probieren und es für gut befinden. Schaut nach einem Start-up aus. Das gefällt David. Nicht so das typische 08-15 Zeug und qualitativ richtig hochwertig. Dann machen wir uns langsam auf den Weg retour zu unserem Resort. Der Pancake und das Eis schmecken sehr gut. Ein perfekter Abschluss des Tages. Wir sind ziemlich müde und verkriechen uns nur mehr in unseren Bungalow. Noch ein bisschen lesen im Bett und bald darauf pennen wir ein…
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Wir starten den Ausflug mit dem Kajak…

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Ein GoPro Selfie vor der Abfahrt…

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Paddel Paddel…

Processed with RNI Films. Preset 'Agfa RSX II v.2'

Einiges ist los hier am Monkey Beach…

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Schnorcheln beim Monkey Beach…

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Gelandet in der Nui Bay…

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