Der letzte Tag in Osaka…

Tag 180 // Guten Morgääähnnnn! Wir haben ganz gut geschlafen. Die Heizungsfunktion der Klimaanlage haben wir heute Nacht ausgenützt. Im elften Stock war es ziemlich fresh. Der letzte volle Tag in Osaka ist angebrochen. Für uns ist es noch ein voller Tag, aber für die Jungs geht es dann heute Abend schon wieder zurück in die Heimat. Deswegen stehen wir heute früh auf und machen uns um Punkt halb 9 Uhr auf den Weg, um Osaka noch etwas genauer kennenzulernen. Vorher bringen die beiden Herren noch ihr Gepäck zu uns aufs Zimmer, denn sie müssen aus ihrem Zimmer schon raus und quasi auschecken. Der Schüssel wird wieder im Postkasten mit dem Zahlenschloss versperrt. Self Check-Out. Auf dem Weg zur Umeda Metro Station, besuchen wir jetzt noch schnell einen Starbucks. Ein Cappuccino darf es jetzt sein. Aber nur für Eveline, David und Stoani. Hauns kauft keinen Kaffee bei Starbucks, weil er diese großen Ketten und Konzerne nicht unterstützt. Er kauft sich dann später vielleicht eine Coca Cola. Mit Koffein vollgetankt geht es jetzt mit der Metro zum Osaka Castle. Ein wunderschönes Schloss. Leider regnet es seit dem frühen Morgen und es hört einfach nicht auf. Dicke Wolken hängen über der Stadt. Nicht gerade ideal für Fotos, aber da kann man leider nichts machen. Wir gehen eine Runde um das Schloss herum, gehen aber nicht rein. Man muss sich angeblich vorher in japanische Geschichte einlesen, damit der Besuch dieses Gebäudes Sinn macht. Es regnet ziemlich stark. Die leichten und luftigen Nike Schuhe waren heute eine eindeutige Fehlentscheidung. Komplett nass, durch und durch. Also fahren wir mit der Metro weiter zum Shinsaibashi Shopping Arcade. Hier gibt es unzählige Geschäfte, Restraurants und Lokale. Wir streunern durch die Gassen und schauen uns um. Wir erkundigen uns, wo man eine Teezeremonie machen kann. Das ist hier in Osaka gar nicht so leicht. In Tokyo hätte sich an jeder Ecke die Möglichkeit geboten. Aber wir finden trotzdem ein Lokal, wo wir eine traditionielle Teezeremonie erklärt und vorgeführt bekommen. Dann dürfen wir ebenfalls jeder probieren, wie das so geht. Der gezauberte Tee schmeckt ganz okay, ist aber sehr intensiv. Auf jeden Fall können wir das jetzt auch abhaken. Ein ganz lustiges Erlebnis war es auf jeden Fall. Was machen wir jetzt noch? Wir wollen unbedingt noch einmal ordentlich essen gehen, bevor wir die Jungs nach Hause schicken. David findet auf Google ein preiswertes Teppanyaki Restaurant mit sehr guten Bewertungen. Wir navigieren mal in diese Richtung. In einer Seitgengasse gehen wir eine Stiege hinauf und schon sind wir da. Eindeutig ein Lokal, das selten von Touristen besucht wird. Genauso wollen wir das. Wir nehmen gleich beim Tresen Platz und schmökern in der Speisekarte. Glücklicherweise sind da heute Bilder dabei, das erleichtert die Bestellung und wir müssen nicht die Dienste einer einheimischen Übersetzerin in Anspruch nehmen. Wir entscheiden uns wieder einmal für Okonomiyaki. Die gleiche Speise, welche wir schon in Hiroshima für sehr wohlschmeckend befunden haben. Die drei Herren bestellen dreimal dasselbe, nämlich Okonomiyaki mit Pork, Shrimps und Cuttlefish. Eveline bekommt eine etwas kleinere Portion mit nur Shrimps und den Nudeln. Serviert wird das Ganze auf einer warmen Edelstahlplatte vor uns. Ein herrliches Mittagessen. Einfach traumhaft. Dazu gibt es natürlich das bewährte Asahi Bier. Wir möchten an dieser Stelle jetzt mal festhalten, dass wir in keinem Land zu keinem Zeitpunkt unserer Reise so viel gegessen haben, wie hier in Japan jetzt. Der Bierkonsum ist ebenfalls außerhalb des Alltäglichen. Aber es war einfach geil. Das muss man schon auch noch festhalten. Wer gerne isst und viel Neues und Ausgefallenes probiert, der ist in Japan gut aufgehoben. Einen eigenen Food Blog hätten wir nur für Japan schreiben können. Gestärkt machen wir uns jetzt noch auf in eine letzte Runde durch Osaka. Wir entern ein Elektronikgeschäft. David ist im siebenten Himmel. Drohnen, Kameras, Fotoequipment, Objektive, Gimbals und Computer. Alle neuen Spitzenmodelle der besten Hersteller sind hier ausgestellt. Einfach so zum Anfassen und Ausprobieren. Wahnsinn. Gut für Davids Kontostand ist, dass es in Österreich kein vergleichbares Geschäft gibt. Der Media Markt in St. Pölten ist ein 10 Cent Geschäft dagegen. Aber nicht wegen der Preise, sondern wegen der Auswahl. Auch hier im Geschäft schauen wir uns jetzt nur um, kaufen aber nichts. Die neue Panasonic Lumix S1 ist nämlich noch nicht einmal hier in Japan verfügbar. Im nächsten Einkaufszentrum gehen wir bis rauf aufs Dach. Was machen wir dort? Ein Riesenrad schwebt über dem Gebäude. Ein rotes Riesenrad, es steht einfach so auf dem Dach vom Einkaufszentrum. Es befindet sich in der Nähe unseres Hotels und hat uns in den letzten zwei Tagen als geographischer Anhaltspunkt gedient. Und wo wir schon mal da sind und sonst nichts mehr vorhaben, fahren wir jetzt eben eine Runde damit. Nach einem kurzen Foto, das eine junge Angestellte von uns macht, betreten wir die Kapsel. Ziemlich kalt ist es darin, beheizt wird da nichts. Ziemlich langsam drehen wir eine Runde und haben einen schönen Überblick über die gesamte Stadt Osaka. Währenddessen lassen die Jungs ihre Japanreise Revue passieren. War doch eh ganz nett, oder? Nach ungefähr 15 Minuten ist die Runde auch schon wieder vorbei und wir steigen aus. Auf den analogen Erwerb des zuvor geschossenen Erinnerungsfotos verzichten wir. Wir kaufen noch Postkarten und Eveline sucht eine Haarmaske in einer Drogerie, damit es in Thailand nicht zur Bildung von weiteren Dreadlocks kommt, die David dann wieder semiprofessionell entfernen muss. Wir finden aber noch nichts Passendes. Langsam gehen wir schließlich zum Hotel retour. Natürlich müssen wir noch ein Abschlussbier trinken. Gleich im Lokal gegenüber von unserem Hotel. Zwei Asahi Seidln pro Person später, holen wir das Gepäck der beiden Abreisenden und begleiten sie zur Metro Station. Dort heißt es jetzt wieder Abschied nehmen. Es war sehr leiwand, es hat uns sehr gefreut. Bussi bussi, klatsch klatsch und so weiter. Bis in ein paar Tagen oder Wochen. Und weg sind sie. Um 17:25 trennen sich unsere Wege. Ihr Flug geht von Osaka über Tokio direkt nach Wien. Guten Flug Jungs und kommt gut nach Hause. Wir gehen jetzt noch eine Haarmaske für Eveline suchen. Diese finden wir auch relativ schnell in einer Drogerie. Dann werden noch ein paar Reisecken für das Abendessen eingekauft und wir gehen zurück ins Hotelzimmer. Dort angekommen, waschen wir eine weitere Maschine Wäsche, obwohl wir immer noch keinen Plan haben, wie der Trockner funktioniert. Aber irgendwie wird das schon gehen. David kümmert sich um die Tagesberichte der letzten Tage. Jaaaaa… Bei allen treuen Lesern wollen wir uns für die Verspätung entschuldigen. Jetzt wird eh fleißig geschrieben. David telefoniert dann wieder einmal mit seiner Mom per WhatsApp, die gerade unterwegs ist. Wir beginnen danach mit dem Zusammenpacken und laden noch ein paar Filme auf Netflix herunter, für den morgigen Flug mit AirAsia nach Phuket. Das Sushi Wifi gehört noch ordentlich ausgenützt, bevor wir es morgen per Postkasten zurückgeben müssen. Dieses Pocket Wifi war übrigens eine sehr gescheite Wahl und die ideale Lösung für eine Reisegruppe. Es hat uns gute Dienste geleistet. Ohne mobiles Internet in Kombination mit Google Maps, wäre das mit den Öffis bestimmt nicht immer so glatt gelaufen. Wir sind sehr zufrieden. Fast 50 Gigabyte Daten haben wir mit dem Ding versaugt. Nach dem Duschen machen wir es uns im Zimmer gemütlich. Ein paar Details klären wir noch per Mail mit den Hotels in Thailand. Wegen Transfer und so warads. Wir wollen eigentlich früh schlafen gehen, weil wir morgen um 6 Uhr Richtung Flughafen fahren müssen. Aber als wir endlich alle unsere Dinge erledigt haben, ist es schon wieder kurz vor Mitternacht. Ein letztes Mal heißt es: Gute Nacht, Japan…
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Das Osaka Castle…

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Gedeck bei der Teezeremonie…

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