Von Hiroshima nach Amami und das ultimative Onsen Erlebnis…

Tag 177 // Ohayō Hiroshima! Die letzte Nacht war ganz angenehm. Wir haben gut geschlafen. Wir stehen früh auf und machen uns bereit für den Check-out. Heute heißt es wieder weiterreisen. Wir verlassen Hiroshima. Danke, es war sehr schön und lehrreich hier. Eine super Stadt. Mit vollem Marschgepäck machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof, wo wir uns den Shinkansen nach Shin-Osaka suchen. Frühstück gibt es keines. Nur ein paar Sandwiches und Reisecken in einem 7-Eleven am Bahnsteig werden geshoppt. Wir besteigen den Hochgeschwindigkeitszug und los geht’s. 1,5 Stunden später erreichen wir Shin-Osaka. Direkt nach Osaka fährt dieser Shinkansen nämlich nicht. Aber wir müssen nach Osaka. Die kurze Strecke nehmen wir einen Regionalzug und nach 5 Minuten Fahrt sind wir endlich am Ziel. Wie lautet der heutige Plan? Heute wollen wir noch bis Amami kommen. In diesem Örtchen haben wir ein Zimmer in einem Onsen gebucht. Dabei handelt es sich um ein Badehaus. Richtig traditionell japanisch. Wie ein Thermenhotel. So stellen wir es uns zumindest mal vor. Wir sind schon sehr gespannt, wie das so werden wird. Jetzt suchen wir uns die Schließfächer hier am Bahnhof. Unser Gepäck wird verstaut. Für die eine Nacht im Onsen werden wir nicht unser gesamtes Gepäck brauchen. Und wir kommen nach dem Ausflug nach Amami wieder retour nach Osaka für die restlichen Tage in Japan. Also rein mit den Rucksäcken in den nächsten großen Spint. Diesen füttert man mit 700 Yen und schon ist alles versperrt. Perfekt. Wir fühlen uns sehr erleichtert. Stoani und Hauns haben sowieso nicht viel mit und behalten ihr Gepäck bei sich. Im Onsen in Amami können wir erst um 15 Uhr einchecken und die Fahrt bis dorthin dauert nur ungefähr eine Stunde. Also schauen wir uns mal in der Nähe des Bahnhofes in Osaka um. Stress haben wir jetzt keinen mehr. Es wäre schon wieder Zeit für etwas zu essen. Deswegen suchen wir uns jetzt ein Lokal und nehmen ein kleines Mittagessen zu uns. Ein paar Ramen Nudeln und Tempura werden es. Danach gehen wir in ein Einkaufszentrum. Ziemlich schickimicki hier. Hauns seilt sich ab und geht selbstständig eine Runde auf Erkundungstour. Wir checken den Zugplan und vereinbaren einen Treffpunkt und eine Uhrzeit. Die Zeit im Einkaufszentrum vergeht sehr schnell. Wir kaufen aber nichts. Eine Stunde später treffen wir uns schon wieder beim Bahnsteig und nehmen einen Regionalzug nach Amami. Dort angekommen wird uns klar, dass wir in der ärgsten Provinz gelandet sind. Zu Fuß machen wir uns auf den Weg zum Onsen Hotel namens Nanten-en. Das schaut sehr urig aus. Von außen zumindest. Gehen wir mal rein. Wir werden gleich von 4 Leuten gleichzeitig begrüßt. Zwei davon sind Europäer und sprechen perfektes Englisch. Unsere Schuhe werden versorgt und wir bekommen Schlapfen. Eh klar. Der junge weiße Mann, wahrscheinlich ein Brite, führt uns in unser Zimmer. Ein großer Schlafsaal für 4 Personen. Papierwände und der uns schon bekannte Strohmattenboden dominieren das Gesamtbild des Raumes. Ähnlich wie in Kawaguchiko. Schaut ganz nett aus. Uns gefällt es sehr gut. Die Betten sind schon hergerichtet. Ein Matratzenlager mit vier Schlafplätzen. Wir bekommen alles erklärt und der Tee wird schon serviert. Das Abendessen müssen wir bis 17 Uhr bestellen. Machen wir gerne. Recht viele andere Lokale gibt es hier nicht in der Ortschaft. Also essen wir natürlich im Hotel. Die Zeit bis zum Abendessen nutzen wir gleich, um den Onsen zu besuchen. Jaja der Onsen. Das ultimative Onsen-Erlebnis wollten wir haben. Dieser Onsen wurde uns empfohlen und auch die Bewertungen im Internet sind sehr gut gewesen. Ganz günstig ist es hier außerdem nicht. Da kann man schon was erwarten. Jetzt werden mal die Kimonos anprobiert. Eigentlich nur dünne Bademäntel, auch Yukata genannt. Eine alltägliche Variante eines Kimonos. Aber sie schauen leiwand aus. Jetzt gehen wir mal baden. Badi badi für die Dame und die Herren. Getrennt natürlich hier in Japan. Da gibt’s nix. Wir entern die heiligen Räumlichkeiten. Und eigentlich schaut es hier nicht anders aus, als in Kawaguchiko. Einfach ein paar Duschen in Kniehöhe. Man wäscht sich im Sitzen auf einem Stockerl, bevor man in das Becken mit Onsen-Wasser steigt. Sehr heiß ist es im Becken und im gesamten Raum. Fast wie ein Dampfbad. Als wir endlich nur mehr zu dritt sind, reißen wir das Fenster auf. Kalte Luft strömt herein und so ist es halbwegs auszuhalten. Da sind wir also. In einem traditionellen, japanischen Onsen. Das ultimative Onsen Erlebnis. Das können wir jetzt also ebenfalls von unserer To-Do Liste für die Japanreise streichen. Wir hätten es uns anders vorgestellt. Etwas luxuriöser vielleicht. Wir können es nicht genau sagen. Nach einer halben Stunde sind wir wieder fertig mit dem Plantschen und begeben uns wieder ins Zimmer. Während wir alle am Handy hängen, kommt der junge Brite vorbei. Der ist offensichtlich der Geschäftsführer hier, oder sowas ähnliches. Oder einfach nur der Manager oder der Rezeptionist. Wir haben eine Doppelbuchung. Eine auf Eveline, eine auf David. Haben wir etwa getrennt jeder ein Zimmer gebucht? Keine Ahnung, wie das gelaufen ist. Irgendwann kommen wir drauf, dass unser Travel Agent damit zu tun hat. Irgendwo war da ein Missverständnis und auf Davids Name wurde ein zweites Zimmer gebucht. Das dürften wir jetzt mitbenützen. Dieses Angebot nehmen wir aber nicht in Anspruch. Die Fehlbuchung wird nicht unser Problem sein. Um 19 Uhr gehen wir Abendessen. Ein Raum mit gedämmtem Licht. Das Essen haben wir ja schon um 17 Uhr bestellt und jetzt steht es schon fertig auf dem Tisch. Dazu ein Asahi Bier. Wir essen in unseren Kimonos. Das große Esszimmer hat ebenfalls einen Strohmattenboden. Ein richtig nettes Abendessen in einem schönen Ambiente. Wir fühlen uns richtig japanisch. Die Speisen lassen sich ganz einfach beschreiben. Entweder Nudeln oder Reis mit frittiertem Fleisch oder Meeresfrüchten. Eveline hat nur Reisbällchen bestellt, sowie gewürzte Bohnen in der Schale zum Auszuzeln. Wir sind satt, aber nicht komplett voll und angegessen. Ein Umstand, der für uns komplett neu ist, seit wir in Japan sind. Nach dem Abendessen gehen wir aufs Zimmer. David schreibt den Blog, der Rest der Reisegruppe geht noch einmal baden. Das ist schnell erledigt. Danach spielen Stoani und Hauns mit Eveline ein paar Runden Jolly. Ein schöner und gemütlicher Tag geht zu Ende…
DSCF0399

Am Gang im Onsen Hotel…

DSCF0393

Unser Zimmer…

DSCF0385

Der Tee wartet schon auf uns…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s