Von der Sunrise Lagoon retour nach Nadi…

Tag 169 // Der Wecker ist von gestern. Heute startet der Tag mit einem wunderbaren „Kiekeriki“. Hühner gibt es auch hier bei der Sunrise Lagoon. Das haben wir bis jetzt noch gar nicht erwähnt. Eveline steht um 5.35 Uhr auf, um sich zum letzten Mal den Sonnenaufgang in der Sunrise Lagoon anzusehen. Der Himmel sieht heute klar aus, aber beim Ankommen am Strand ist eine Wolkenwand entlang des Horizontes zu sehen. Eveline macht trotzdem ein paar Fotos. Julia und Anna kommen auch dazu und knipsen ebenfalls ein paar Fotos. Um 6.05 Uhr geht es wieder retour in die Behausung. David wird auch bald wach, doch es ist kein guter Morgen. David könnte als lebender Ofen durchgehen. Eine glühende, heiße Kohle. Sofort ist Schwester Eveline in ihrem Element und holt den Fieberthermometer raus. Die Messung bestätigt, was Eveline schon per Handfühlung befürchtet hat. Fieber, inklusive Hals-, Ohren- und Kopfschmerzen. Gut, dass wir noch alles im Repertoire haben, in unserer großen Medikamententasche. Holzklopfen. Pünktlich gehen wir zum täglichen Frühstück. Wir halten uns heute nicht lange auf im Speiseraum und gehen gleich wieder in unsere Hütte, um zu packen. Genau heute scheint die Sonne schön stark herunter, die Hütte könnte mit einer 60 Grad Sauna gut mithalten. Kein Lüftchen zieht da durch. Wir gehen noch mal kalt duschen, um die Auswirkungen der ersten Schwitzrunde zu beseitigen. Jetzt heißt es packen. Um 10 Uhr muss man aus dem Zimmer raus sein. Das Gepäck wird einstweilen im Speisesaal abgelegt. Dann noch schnell eine Spende für den Bau einer neuen Schulhalle. Für die Schule von Lezes Tochter Emma. Um 10.45 Uhr kommen die starken Jungs von unserem Homestay und dem Nachbar Homestay. Die Feuertänzer. Diese helfen alle mit dem Gepäckverladen zusammen. Kurz danach werden wir zum boarden in das lange schmale Schinnakel gebeten. Mit uns reisen noch die zwei deutschen Mädels ab, sowie eine kalifornische Familie. Und schon geht es los. Wir verlassen die Sunrise Lagoon und somit die Insel Nanuya Lailai. Es war sehr schön hier. Gemütlich tuckert das Boot dahin. Mitten am offenen Meer bleiben wir irgendwann stehen. Wir warten ca. 10 Minuten in der prallen Sonne. Zweiter Saunagang. Dann endlich die Erlösung. Der Seabus ist in Sicht. Nach dem Einsteigen wird klar, dass wir uns zu früh gefreut haben. Das Boot macht noch bei einem anderen Resort halt und dort wird uns gesagt, dass wir hier bis ca. 13 Uhr bleiben. Man hat aber die Möglichkeit, auf dem Boot, welches zwar eine Überdachung hat, aber keine Klima oder sonstiges, zu warten. Da das Boot ziemlich schwankt, es laut der Boot Lady sehr heiß werden kann und David sowieso schon ziemlich weis im Gesicht ist, beschließt Eveline, dass wir besser vom Boot runtergehen und die Zeit bei dem Resort verbringen, wo wir gerade halten. Sofort kommt ein kleines Boot und bringt uns beide, Julia und die kalifornische Mutter mit ihren zwei Söhnen zum Hotel. Dort gibt es zwar einige Tische und Sesseln mit Überdachung, aber es ist auch hier extrem heiß und die Luft steht förmlich. David bekommt seine Mittagsmedizin. Dazu noch eine kalte Cola Dose. Saunagang Nummer 3 ist schnell abgeschlossen. Um 13 Uhr befinden wir uns wieder am Boot. Eveline erkämpft für David einen Platz an der Reling. Der Fahrtwind wird bestimmt kein Nachteil sein. Der Seabus bringt uns jetzt endlich in 3 Stunden zurück nach Lautoka. Dann geht es mit einem Shuttletaxi weiter nach Nadi, wo wir noch eine Nacht verbringen. Tropic of Capricorn heißt unsere gebuchte Unterkunft. Dort angekommen, genießen wir den gefühlten 15 Grad kühlen Rezeptions-Raum. Bula, Bula. Alle sind sehr freundlich hier. Das Highlight des Tages: Wir bekommen ein Upgrade. Doppelzimmer mit Meerblick. Yeahhhh. Leider befindet sich dieses herrliche Zimmer mit Klimaanlage im dritten Stock. Es gibt keinen Lift. Die freundliche Rezeptionistin holt sofort einen der Angestellten heran. Wir staunen nicht schlecht, als ein 2 Meter großer Fidschianer auf uns zu kommt. Eine Statur wie Dwayne „The Rock“ Johnson. Eveline nimmt an, dass „King Joe“, wie er sich selbst nennt, sich bestimmt gleich die zwei fetten Rucksäcke schnappen wird und ins Zimmer trägt. Bei unseren Homestay hat sich nämlich einer der fitten Fidschianer gleich drei große Backpacks geschnappt und getragen. Aber ja die Muckis sind wohl nur Fassade. Er schnappt sich Evelines schönen Backpack. Die vier anderen Rucksäcke und Sackerl tragen wir uns selber. Oben angekommen, tratschen wir noch mit dem außer Atem gekommenen „King Joe“ und verabschieden ihn schnell. Sofort wird die Klimaanlage aktiviert. Göttlich. Es ist kurz nach 16.30 Uhr. Aber noch können wir uns nicht auf die faule Haut legen. Nach 10 Tagen einfachsten Insellebens heißt es jetzt noch dringend Wäsche waschen. Die Wäscherei befindet sich 5 Minuten entfernt in einer Seitenstraße. Eveline fordert zwar von David, dass er das Bett hüten soll, aber er lässt sie nicht alleine durch die Straßen zur Wäscherei gehen. Wer weiß, wer und was sich da rumtreibt. Ein Gentleman. Gut, schnell alles in zwei Wäschesäcke gepackt und los geht’s. Da wir morgen weiter fliegen nach Japan, sollten wir das noch schnell erledigen. Bei der Wäscherei angekommen, wird zunächst die Wäsche abgewogen. Der Preis ergibt sich je nach Kilogramm Schmutzwäsche. Über 6 Kilo bringen wir zusammen. 22 Dollar haben wir gerade noch in Cash. Danach werden die Wäschestücke noch abgezählt und in einen fetten Wäschekorb gegeben. Unsere geliebte Wäsche können wir morgen um 8 Uhr abholen. Die vorgeschlagene Zeit von 6 Uhr war uns zu früh, da wir die letzten Tage eh nicht so gut geschlafen haben. Beim retour gehen zum Hotel entscheiden wir uns, gleich beim Restaurant im Hotel etwas zu Essen. David wirkt gezeichnet von dem anstrengenden Tag, darum wollen wir das schnell erledigen. Wir bestellen eine Suppe, die spinatähnlich schmeckt, einen „Diva Style Burger“ für David – endlich wieder Rindfleisch für den Fleischliebhaber – und einen „Tuna Wrap“ für Eveline. Nachdem wir ein schönes Plätzchen unter einem Ventilator gefunden haben, setzt sich ein Typ aus Kalifornien zu uns. Er ist sehr gesprächig. Eveline findet das nicht so toll, da wir ja eigentlich schnell wieder ins Zimmer wollten. Sie versucht, wenig mit ihm zu reden und eine Konversation auf Deutsch mit David anzufangen, um ihn vielleicht durch unser Desinteresse abzuwimmeln. Klappt natürlich nicht. Er erzählt uns, dass er schon in „Pension“ ist. Er ist Soldat bei der Navy gewesen. Er ist ein „Gambler“ und hat in Las Vegas durch Glücksspiele viel Kohle gemacht und kann jetzt soviel Reisen, wie er will. Wir könnten jetzt sehr viel über ihn schreiben, aber genug davon. Er holt noch eine Bekanntschaft dazu. Ein Mädchen aus Osaka. Wir fragen nach Tipps für Japan. Aber recht viel kommt da nicht. Wir sind fertig mit dem Essen und gehen jetzt. Endlich. „Have a nice trip and safe travels“ und Tschüss. Ab ins Bett für Patient David. Davor noch eine ausgiebige Dusche. Teewasser wird gekocht, die Abendmedikamente werden verabreicht und letzte Informationen für den morgigen Länderwechsel werden eingeholt. Und das Wichtigste: Eveline übernimmt zum ersten Mal das Schreiben vom Blog. Den gestrigen nämlich. Um 23 Uhr heißt es dann Good Night. Morgen wird ein langer Tag. Wir freuen uns, endlich wieder in ein kühleres Klima zu kommen…
Wir verlassen die Insel…

Warten bei der Wäscherei in Nadi…

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