Ein weiterer Tag bei der Sunrise Lagoon und der Blue Lagoon…

Tag 163 // Wir haben heute nicht besonders gut geschlafen. Es war verdammt stickig und heiß in der Nacht. Kein Wind. Das Wetter ist auch nicht besonders gut heute. Deswegen sind wir heute wieder nicht aufgestanden, ums uns den Sonnenaufgang anzusehen. Das wird dann schon vielleicht noch einmal ein anderes Mal passen. Wir sind trotzdem etwas früher auf als sonst und begeben uns mal zum Küchenbereich. Die anderen sitzen schon hier und warten auf das Frühstück. Nach dem Gebet geht es auch schon los. Es gibt wie jeden Tag Porridge mit Papaya. Und als heutiges Special wieder die edlen Krapfen. Oder wie Martha sie nennt, Pfannkuchen. Naja, unter Pfannkuchen verstehen wir was anderes, aber es ist uns egal, wie die genannt werden. Sie schmecken einfach richtig geil. Selbstgemachtes Bananenbrot steht obendrein noch auf dem Tisch. Ein sehr üppiges Frühstück. Danach erfolgt wieder die Befehlsausgabe von Vesa und der tägliche Applaus für die Küche. Wettervorhersage von Vesa für den heutigen Tag im Wortlaut: „Rain is comiiiiiing äääähhhn Sun iiiis coming.“ Okay. Danke, wir lassen uns also einfach überraschen. Jakob und Kathrin fragen uns, ob wir zur Blue Lagoon mitkommen. Eveline ist begeistert von der Idee, David kommt natürlich auch mit. Heute wollen wir nicht den Wanderweg durch die Insel nehmen, sondern um die halbe Insel herumgehen, weil gerade Ebbe ist und das anscheinend jetzt gerade gehen soll. Also packen wir uns einen schönen Daypack und marschieren los. Nach einiger Zeit kommen wir nicht mehr trockenen Fußes weiter. Wir müssen im schienbeinhohen Schlamm waten. Darüber befinden sich noch Seegras und natürlich Meerwasser. Eine super Kombination. Eveline ist jetzt nicht mehr ganz so begeistert von der „BeiEbbeGehenWirEinfachRüberIdee“ und will umkehren. Aber jetzt sind wir schon näher am Ziel, als bei unserer Unterkunft. Der „Point of no Return“ ist erreicht, wie Kathrin klarstellt. Es beginnt zusätzlich noch zu regnen. Wir ziehen es durch und kommen doch noch irgendwie zur Blue Lagoon. Dort ist wieder einmal gar nichts los. Es gibt einen Abschnitt mit einigen Liegen und Hängematten. Diese sind nur in Verwendung, wenn ein Schiff hier anlegt und in der Bucht ankert. Das ist laut Vesa nur jeden Dienstag der Fall. Deswegen schnappen wir uns jetzt einfach eine Liege und machen es uns gemütlich. Die 4 deutschen Burschen treffen wir schließlich auch. Sie sind über den halbwegs trockenen Landweg zur Lagune gekommen und suchen jetzt diese. „Wisst ihr, wo die Blue Lagoon ist?“ – Wir: „Das ist sie.“ Die hätten sich das wahrscheinlich ein bisschen „paradiesischer“ vorgestellt. Trotzdem ist es schön hier. Jakob, Kathrin und Eveline gehen jetzt mal eine Runde schnorcheln. David lässt das heute aus. Die Liege ist einfach zu bequem. Die von den anderen berichtete relativ schlechte Sicht unter Wasser gibt David in seinem Nichtstun recht. Nach einiger Zeit kommt plötzlich ein Mann hinter den Palmen hervor und meint, dass wir hier nicht liegen dürfen. Wir sollen die Liegen bitte nicht benützen. Wir dürfen uns nur 5 Meter weiter vorne in den Sand legen. Okay. Das wäre auch zu schön gewesen. Wir verlassen unser Lager und gehen einige hundert Meter weiter. Der Sandstrand wird immer kleiner, die Flut kommt. Bei einem „Private Property“ Schild machen wir es uns noch einmal gemütlich. Dort, wo wir am zweiten Tag schon einmal Wildschweine gesichtet haben. Heute hören wir sie nur grunzen, sehen sie aber nicht. David stößt sich dann ziemlich böse den Kopf bei dem „Private Property“ Schild. Das Schild hat es gerade noch so ausgehalten. Es war aber eh knapp am Zerbersten. Daraufhin gehen die drei Schnorchler der Runde noch einmal schnorcheln, David chillt im Schatten. Jetzt brauchen wir ein Bier, damit der Schädel nicht mehr so brummt. Nachdem alle so halbwegs getrocknet sind, gehen wir zum nahe gelegenen Resort. Jakob und Kathrin gönnen sich einen Wrap. Eveline und David trinken ein Fiji Bitter bzw. ein Fiji Gold. Ein edles Resort. 200 Euro kostet die Nacht hier. Das wäre nichts für uns. Zu viel unnötiger gezwungener und gespielter Luxus. Zwei neue Hotelgäste kommen gerade an, als wir unser Bier trinken. Die versammelte Angestellten Mannschaft singt und klatscht als Empfang. Ein Typ spielt sogar auf seiner kleinen Gitarre. Im Hintergrund macht sich ein Gartenarbeiter darüber lustig. Sehr amüsant. Das wäre noch weniger was für uns. Nein danke. Da würden wir uns als Gäste fast schon ein bisserl verarscht fühlen. Aber wenn man es so haben will. Da die Flut da ist, bleibt uns für den Rückweg sowieso nur der Landweg. Eine gute halbe Stunde und einige Moskitostiche später kommen wir auch schon wieder bei der Sunrise Lagoon an. Leze und Jo pennen in der Gemeinschaftshütte gleich neben unserer. Es ist 16 Uhr. Der restliche Tag ist ebenfalls gemütlich. Nach dem Duschen machen wir es uns in der Hängematte bequem. Danach schreiben wir diesen Tagesbericht auf der Terrasse der Hütte und besprechen nebenbei ein paar Dinge wegen der Japanreise. 4 Neuankömmlinge sind heute wieder angekommen. Zwei Burschen aus Argentinien und zwei Mädels aus den USA. Heute gibt es Spaghetti mit Würsteln und Zwiebelgemüse. Dazu Knoblauchbrot. Eveline ist nicht so begeistert von den Würsteln und gibt diese alle David. Einer der deutschen Jungs hat keine Würstchen bekommen. Er hat wohl Evelines vegetarisches Tellerchen serviert bekommen. Er spekuliert mit der Hälfte von Davids nun doppelter Würstchenration. Nix gibt’s. Wos liegt – des pickt. Okay. Eveline ist gutherzig und überzeugt David, dem jungen Burschen ein paar Würstchen abzugeben. Ein leckeres Abendessen. Danach werden die Neuankömmlinge begrüßt und wir spielen ein paar Runden UNO. Unsere „Aftersun“ geht dann noch durch die Runde. Wir sind also nicht die einzigen, die die Sonne in den ersten Tagen unterschätzt haben. Einer der deutschen Jungs leuchtet quasi schon im Dunkeln. Da leisten wir gerne indirekte erste Hilfe und borgen unsere Lotion her. Einschmieren muss er sich aber selber. Nach gefühlten 10 Runden UNO begeben wir uns wie jeden Abend um 21 Uhr wieder zur Hütte. Ein entspannter Tag geht zu Ende…
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Auf dem Weg von der Sunrise Lagoon zur Blue Lagoon…

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Bei der Blue Lagoon…

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Ein gepflegtes Bierchen im Resort bei der Blue Lagoon…

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