Hot Water Beach, Waiau Falls, Puhui und weiter nach Marsden Bay…

Tag 153 // Tagwache ist heute um 7:15 Uhr. Wir begeben uns gleich zum Küchenbereich und beginnen mit den Frühstücksvorbereitungen. Heute gibt es Pancakes. Bei Martin und Carmen auch. Die Herren der Runde dürfen heute Morgen wieder ihr Können mit der Bratpfanne unter Beweis stellen. Zuerst mal werden die Fertigmischungen mit Wasser aufgefüllt und ordentlich geshaked. Mit Butter werden die Pancakes am edelsten. Das findet auch die Schweiz. Ein goldgelbes Teigpatscherl nach dem anderen wird jetzt gezaubert. Ein ganzer Teller wird gefüllt. Eveline schneidet Früchte und mixt einen leckeren Fruchtsalat als leckere Beilage. Sirup gibt es auch wieder dazu. Ein üppiges Morgenessen. Während wir uns die Pfannkuchen einverleiben, besprechen wir unsere Pläne für den heutigen Tag. Es soll einen sehr schönen Strand geben, nicht weit von hier. Nein, nicht den Hot Water Beach, den kennen wir ja schon. Sondern den New Chums Beach. Infos hierzu wollen wir uns bei einem i-Site Visitorcenter in Whitianga besorgen. Dorthin fahren wir nach dem Frühstück noch gemeinsam. Dann werden wir sehen, wie lange unsere gemeinsame Zeit noch dauern wird. Wir müssen heute noch einige Kilometer Richtung Norden zurücklegen. Unsere Schweizer Freunde haben es noch nicht so eilig. Um 9 Uhr verlassen wir den Campground. Nach einer halben Stunde Fahrt erreichen wir das i-Site in Whitianga. Dort bekommen wir die Info, dass unser gewünschtes Ausflugsziel erst wieder bei Ebbe um ca. 14 Uhr zu erreichen ist. Gut, dass wir nachgefragt haben und nicht auf eigene Faust dorthin gefahren sind. Wir wären dann nämlich eine halbe Stunde umsonst zu Fuß gegangen und wären an einem überfluteten Strandabschnitt gestanden. Also Planänderung. Es gibt gleich in der Nähe Kauri Bäume zu bestaunen. Diese sind extrem alt und sehr groß. Ähnlich wie die Redwood Bäume. Früher war mal alles voll damit hier in der Gegend. Dann begann man mit der Abholzung und nur wenige seltene und riesige Exemplare sind übriggeblieben und stehen heute noch. Zu erreichen ist das Waiau Kauri Grove über einen Feldweg, die 309 Road. Eine unbefestigte Straße, also ein Schotterweg. Das hatten wir schon öfter und sind es somit gewöhnt. Einen Wasserfall mit Badestelle soll es dann ebenfalls noch geben, entlang dieser besonderen Straße. Also auf zu den Kauri Bäumen. 45 Minuten fahren wir bis zu dem Beginn des Rundweges. Wir parken den Camper und marschieren los. Ein schöner Weg in den Wald hinein. Wir bestaunen die riesigen Bäume und machen hochstehende Panorama Fotos, wie damals beim Sequoia National Park in Kalifornien bei den Mammutbäumen. Der Umfang dieser grauen Giganten hier an dieser Stelle in Neuseeland ist ebenfalls beindruckend. Zu viert können wir ihn gerade noch umfassen. Einen siamesischen Kauri bestaunen wir dann noch an einer anderen Stelle im Wald. Zwei Bäume sind einfach irgendwann zusammengewachsen, weil sie zu breit wurden. Genug Bäume bestaunt, weiter zum Wasserfall. 5 Minuten fahren wir jetzt die Schotterstraße weiter entlang. Dort befindet sich schon ein Schild, welches angibt, dass sich hier die Waiau Falls befinden. Die Badesachen werden geschnappt und wir gehen 3 Minuten durch den Wald, bis wir zu einer Lichtung mit dem Wasserfall kommen. Zwei „Instagram-Girlies“ baden und posieren hier schon mit ihren Smartphones. Wir gesellen uns auch dazu. Ein Foto vom Wasserfall und dem dazugehörigen Badeteich ohne Badenixen zu knipsen ist zu Beginn fast nicht möglich. Schließlich sind sie irgendwann fertig. Und Martin schmeißt sich jetzt mal in das eiskalte Nass. Sehr erfrischend, wie er findet. Ein paar GoPro Videos später folgt ihm auch Eveline. David und Carmen verzichten. Eine halbe Stunde später sind wir auch hier fertig. Ein wunderschönes Platzerl. Oben vom Parkplatz aus gesehen kann man sogar noch zum Bach gehen und den Wasserfall von Oben bestaunen. Auch nicht schlecht. Wir packen danach noch kurz unsere Campingsessel aus und snacken gemeinsam ein letztes Rüebli. Langsam heißt es jetzt nämlich Abschied nehmen. Hier werden sich jetzt unsere Wege trennen. Pläne für gegenseitige Besuche in der Schweiz und Österreich werden noch ausgetauscht. Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut. Fast 10 Tage waren wir jetzt gemeinsam unterwegs. Eine sehr schöne und besonders kurzweilige Zeit. Ein schöner Abschnitt unserer Reise. Aber wir wollen jetzt nicht sentimental werden. Das können wir nämlich gar nicht gut. Also tschüss baba und man sieht sich. Carmen und Martin parken zuerst aus und der schönste Escape Campervan hinterlässt eine Staubwolke und den zweitschönsten Escape Campervan. Weg sind sie. Und wir? Wir fahren jetzt weiter. Wieder zu zweit. Richtig ungewohnt ist das. Okay. Hören wir mal Spotify. Irgendwas geht uns ab. Gibt es eventuell einen Podcast auf Schwiizertüütsch? Nein, leider nicht. Unser nächstes Ziel ist jetzt nur mehr die nördlichste Spitze Neuseelands. So weit werden wir heute aber nicht mehr kommen. Aber wir haben uns ein gutes Zwischenziel gesetzt und schon mal einen Freedom Campground auf Campermates herausgesucht. Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir Thames. Wir müssen dringend tanken und brauchen eine Pipipause. Ab hier übernimmt jetzt Eveline das Steuer. Jetzt geht es weiter Richtung Norden. Wir hören Musik und ein paar Podcasts auf Spotify. Die Fahrt ist schön und abwechslungsreich. Auf dem Pacific Coast Highway fahren wir eine ganze Weile entlang. Eine sehr schöne Küstenstraße. Immer in Richtung Auckland. Als wir schließlich Auckland erreichen, ist gerade Rush Hour. Nicht so ideal getimed, aber wir sind nach Los Angeles und Honolulu schon einiges gewöhnt, was Staus anbelangt. Ganz entspannt sehen wir also die Lage. Lange stehen wir eh nicht. Es ist einfach viel Verkehr, der langsam im Schritttempo dahinrollt. Der Empfang ist gut und der Glocal Me gibt ordentliches Signal. Das Navi leitet uns daher nicht an Auckland vorbei, sondern umgeht den Stau und schickt uns mitten durch die Stadt durch. Auch diese Challenge wird souverän gemeistert. Kein Problem. Heute mal mit vertauschten Rollen. David am Google Maps und Eveline hinter dem Steuer. Als wir Auckland hinter uns gelassen haben, fahren wir noch ein ganzes Stück weiter am Twin Coast Discovery Highway. David updated den Blog noch während der Fahrt. Endlich wieder Internet. An den zwei Tagen in der Nähe vom Hot Water Beach war kein Blog Update möglich. Die nächste Pause legen wir in Puhoi ein. Dort gibt es einen General Store und öffentliche Toiletten. Im General Store bestellen wir uns Oysters & Chips und normale Fish & Chips. Die gebackenen Austern in Bier-Teig mit den Pommes schmecken wirklich göttlich. David ist sehr glücklich. Für nur 10 NZD pro Portion ein wirklich günstiges Essen. Frische Austern gibt es hier in der Gegend an jeder Ecke. Kochen brauchen wir heute somit nichts mehr. Das passt ganz gut, denn es wird schon ziemlich spät sein, wenn wir den angepeilten Campground erreichen werden. Der General Store ist richtig urig. Sowas gibt es nur mehr ganz selten. Greißlerei könnte man das Geschäft auch nennen. Man bekommt alles. Von der Seife über alte Postkarten bis zu diversen Konservendosen und eben diese edlen Fish & Chips. Diese werden uns übrigens in altem Zeitungspapier serviert. Ohne Besteck. Nur mit einer Serviette. Danach fahren wir weiter und erreichen schließlich den ersten angepeilten Campground. Kein Platz mehr für uns frei. Alle Parkplätze sind schon belegt. Wir befragen CamperMate und peilen den nächsten Parkplatz an. 3,5 Kilometer weiter, in Marsden Bay. Um 19:30 Uhr kommen wir an. Ein ruhiges Plätzchen in einer sicheren Gegend. Gleich neben einer öffentlichen Toilette. Zwei andere Camper stehen schon hier. Wir stellen uns dazu und sind uns sicher, eine gute Wahl für die Nacht getroffen zu haben. Ein anstrengender Tag liegt hinter uns. Über 6,5 Stunden Fahrt haben wir heute insgesamt hinter uns gebracht. Wir sind sehr müde und schreiben noch unsere Tagesberichte. Gekocht wird wie geplant nichts mehr. Morgen geht’s ganz hoch in den Norden…
Gefahrene Kilometer 387
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Beim Waiau Kauri Grove…

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Sehr beeindruckend sind die gigantischen Kauri Bäume…

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Die Waiau Falls…

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