Hobbiton Movie Set und weiter zum Hot Water Beach…

Tag 151 // Die Nacht war sehr ruhig und angenehm. Wir haben wieder einmal gut geschlafen. Um 7 Uhr stehen wir auf. Nach dem Frühstück geht es gleich los. Auf nach Hobbiton. Ganz Neuseeland war ja quasi Schauplatz für Der Herr der Ringe, Der Hobbit und überhaupt alle Filme, die es sonst noch so gibt, wo Hobbits vorkommen. Das Filmset des Dorfes Hobbiton gibt es immer noch zu bestaunen. Und dort fahren wir jetzt hin. Diese Aktion mussten wir natürlich wieder einmal im Vorhinein online reservieren. Die Touren sind sehr begehrt und ziemlich schnell ausgebucht. Wir konnten gerade noch ein paar Karten für heute morgen reservieren. 20 Minuten fahren wir bis dorthin. Kurz vor halb 9 sind wir vor Ort. Überall stehen schon die Hobbiton Busse herum. Ein Visitorcenter mit Souvenirshop gibt es natürlich auch. Das Filmset steht auf einer Farm der Familie Alexander. Der Regisseur Peter Jackson ist damals über die Farm geflogen und hat entschieden, hier ist Hobbiton. So einfach ist das damals gewesen. Wir steigen in einen Bus und fahren zum Dörfchen. Ein Guide führt die Gruppe an. Alleine darf man sich hier nicht aufhalten. Ein schöner Garten ist das. Gemüsebeete mit echtem Gemüse. Echte Bäume, echtes Gras. Echte Erdhügel mit den bekannten bunten Türen zu den Hobbit-Höhlen und den kleinen Vorgärten. Wie man es eben aus den Filmen kennt. Der Guide erzählt einige Geschichten, wie hier wo welche Szene gedreht wurde. Er spricht sehr schnell und man versteht nur die Hälfte. Wir halten uns außerdem meistens immer ganz hinten in der Gruppe auf, um in Ruhe unsere Fotos machen zu können. Es gefällt uns sehr gut hier. Das ist wirklich eine nette Tour. Und nach Disneyland und den Universal Studios hätten wir uns diese Tour nicht so „echt“ vorgestellt. Aber hier wurde wirklich bis in die Details gearbeitet. Echter Rauch kommt aus den kleinen Schornsteinen und es riecht nach verbranntem Holz. Man hat das Gefühl, dass jederzeit irgendwo ein kleiner Hobbit auftauchen könnte. In der Taverne gibt es dann freies und gezapftes Hobbiton Bier. Dieses probieren wir natürlich und Martin trägt die verkosteten Spezialbiere gleich in seine App ein. Nach zwei Stunden ist die Tour wieder zu Ende. Auf dem Rückweg zum Visitorcenter fahren wir wieder über die wunderschöne Alexander Farm und sehen einen Film mit einer Videobotschaft von Peter Jackson und dem Herrn Alexander, dem die Farm gehört. Danach gehen wir noch eine Runde im Souvenirshop. Nur Carmen kauft ein paar Postkarten. Wir kaufen Nichts. Eine Landkarte von Mittelerde brauchen wir nicht. Die Neuseeland Straßenkarte reicht uns weiterhin aus. Auf dem Parkplatz wird der weitere Plan für den heutigen Tag besprochen. Was gehen wir noch an? In Wangamata gibt es eine Donut Insel. Diese ist nur mit Kajaks zu erreichen. Fahren wir doch einfach mal dorthin. Es soll dort auch einen kostenlosen Freedom Campground geben. Dieser ist jedoch auf 5 Stellplätze begrenzt. Deswegen sollten wir diesen zuerst ansteuern und mal unser Revier für die Nacht abstecken. Als wir dort ankommen, ist natürlich nichts mehr frei. Auch keine Kajaks gibt es mehr zu mieten heute. Für morgen ist die Wettervorhersage ebenfalls nicht ausreichend gut genug, um mit den Kajaks zu der Donut Insel zu paddeln. Also brauchen wir eine Planänderung. Da uns hier sowieso nichts mehr hält, fahren wir weiter. Wir reservieren vorher noch telefonisch einen Campground beim Hot Water Beach. David versteht die Dame nur sehr schlecht, die Dame am anderen Ende David ebenso. Es liegt aber nicht am Empfang. Irgendwie funktioniert die Reservierung schließlich doch noch. Weiter geht die wilde Fahrt. In Wangamata halten wir schnell bei einem „New World“, um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Das ist schnell erledigt. So viel brauchen wir diesmal nicht. Auf geht’s zum Hot Water Beach Holiday Park. Dort checken wir gleich mal ein und kommen drauf, dass die Dame am Telefon nicht unsere VISA, sondern irgendeine andere fremde Master Card mit unserer Reservierung belastet hat. Uns hätte es nicht gestört, aber wir sind ja ehrliche Leute. Im Shop nebenan kann man sich jetzt noch Schaufeln ausborgen. Das machen wir jetzt gleich noch, bevor wir uns einparken. Wofür wir eine Schaufel benötigen? Eine gute Schaufel kann man immer brauchen. Besonders hier am Hot Water Beach. Man kann sich am Strand nämlich bei Ebbe einfach ein Loch in den Sand buddeln und dieses füllt sich dann von alleine mit 60 Grad heißem Wasser. Kein Scherz. Und wenn man dieses Wasser mit dem kalten Meerwasser mischt, kann man sich quasi sein eigenes Jaccuzzi am Strand graben. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Einziger Nachteil: Ebbe ist erst wieder von 23 Uhr bis 2 Uhr früh. Sternenhimmel und Jaccuzzi – Das gefällt uns aber eigentlich auch ganz gut. Wir nützen den Nachmittag für den Blog und ein paar Fotos. Eveline schreibt ein paar Postkarten und David beginnt mal mit dem Tagesbericht. Als nachmittäglichen Snack gibt es mal eine Pizzaschnitte, die wir kurz zuvor im New World gekauft haben. Zum Abendessen gibt es dann nur mehr den restlichen Salat von gestern. Carmen und Martin kochen am Abend fleißig. Schaut sehr chinesisch aus. Wir verlängern nach einer kurzen Lagebesprechung den Campground schließlich noch um eine weitere Nacht. Wir fühlen uns sehr wohl hier und dieser macht einen sehr sauberen und ordentlichen Eindruck auf uns. Stressfreier ist es auch, noch eine weitere Nacht hier zu verbringen. Besonders, wenn wir bis 2 Uhr Früh am Strand sein wollen. Nach dem Essen gehen Eveline, David und Martin mal zum Strand, solange es noch hell ist. Wir wollen die Lage checken und uns mal den Strand anschauen. Damit wir wissen, wo wir dann im Dunkeln buddeln müssen. Carmen arbeitet in der Zwischenzeit weiter an ihrem mit künstlerischen Zeichnungen verzierten und handschriftlich geführten Reisetagebuch. 10 Minuten gehen wir bis zum Strand. Dieser ist traumhaft schön. Aus der Ferne sehen wir schon riesige Löcher im Boden. Da war schon jemand fleißig. Ein paar Jugendliche sitzen in den Löchern und beenden gerade ihr Bad. Die Löcher sind ziemlich tief. Bis zu 2,5 Meter bestimmt. Und diese Löcher sind am Strand. Es ist noch lange nicht Ebbe. In jedem Loch befindet sich eine kleine Lacke mit Wasser. Wir hüpfen in die riesigen Sandlöcher und checken das Wasser. Und tatsächlich. Es ist heiß. Ziemlich heiß sogar. An manchen Stellen vergraben wir unsere Zehen noch tiefer in den Sand und es ist dann gar nicht mehr auszuhalten. Nachdem wir die Lage gecheckt haben, gehen wir wieder retour zum Camper. Dort essen wir mal eine Schoki und packen die Badesachen und die Handtücher für später. Um 11 Uhr gehen wir es an, wie geplant. Mit unseren Stirnlampen und den geliehenen Schaufeln sind wir bewaffnet. 15 Minuten brauchen wir jetzt im Dunkeln bis zum Strand. Die Stirnlampen sind Gold wert. Als wir am Strand ankommen, sitzen schon einige Personen in ihren selbst gegrabenen Pools. Andere sind noch fleißig am buddeln. Wir suchen uns eine Stelle und machen uns auch an die Arbeit. Ohne Stirnlampe würde das nicht gehen. Es ist stockdunkel. Nur die Sterne leuchten ein wenig. Das Meer rauscht und vervollständigt die kitschige Kulisse. Die Herren buddeln, die Mädels feuern fleißig an. Als wir einen Pool ausgehoben haben, vermissen wir das heiße Wasser. Der Pool ist zwar voll, aber das Wasser ist kalt. Zwei Meter neben uns ist der Pool unserer Nachbarn richtig heiß. Also auf ein Neues. Barfuß suchen wir den Strand nach warmen Regionen ab. Ein Lavastrom fließt hier nämlich unterirdisch entlang. Deswegen kommt es zu den heißen Stellen. An einer warmen Stelle am Strand beginnen wir erneut zu graben. Nach den ersten fünf Spatenstichen kommt uns schon das warme Wasser entgegen. Lange dauert das nicht und besonders tief muss man nicht graben. Vielleicht 30 Zentimeter tief. Wir vervollständigen unseren Pool, sodass 4 Leute darin Platz haben. Egal wie tief man gräbt, der Wasserstand wird nicht höher. 30 Zentimeter wird das Wasser tief. Wir chillen uns in den Pool und öffnen das erste Bierchen. Ein Moa Lager. Geil. Der Sternenhimmel leuchtet hell. So lässt es sich leben. Ein kühler Wind sorgt dafür, dass man es aushält, im heißen Wasser. An manchen Stellen ist es schon recht grenzwertig. Wenn man die Fersen in den Sand unter Wasser vergräbt, hat man das Gefühl, sich gleich zu verbrennen. Da wir unseren Pool sehr weit vorne angelegt haben, werden wir ein paar Mal von einer Welle mit kaltem Meerwasser überrascht. Generell riecht das Wasser stark nach Meer und auch ein wenig nach Schwefel. Wobei eindeutig der Meergeruch überwiegt. Aber darüber muss man einfach hinwegschauen. Wir sitzen ungefähr eine halbe Stunde im warmen Wasser und genießen diesen geilen Moment und unser herrliches Leben. Wir verlassen unser natürliches Jacuzzi wieder und gehen eine Runde in der Ebbe baden, um den gröbsten Sand loszuwerden. Danach trockenen wir uns im Dunkeln am Strand ab. Martin und Carmen laufen gleich direkt ohne Abtrocknen zurück zum Camper. Wir lassen uns mehr Zeit und gehen notdürftig trockengelegt gemütlich retour. Um 1 Uhr kommen wir wieder beim Camper an und holen unser Duschzeugs. Die Duschen hier sind die ganze Nacht geöffnet. Das ist nicht überall so. Aber auf diesem Campground macht das natürlich Sinn. Das kosten wir jetzt voll aus. Unser ganzes Badezeug und auch wir selbst sind voller Sand. Die nächtliche Reinigung dauert eine Weile. Schlussendlich sind wir um halb 2 mit allem fertig und gehen ziemlich müde ist Bett. Morgen werden wir mal richtig lange ausschlafen. Ein weiterer traumhafter Tag voller unterschiedlicher Highlights war das…
Gefahrene Kilometer: 211
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Angekommen in Hobbiton…
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Überall sieht man die typischen Hobbit Behausungen…
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Eveline bei einer der bunten Eingangstüren…
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Sehr detailreich ist Hobbiton gestaltet…
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Man fühlt sich wie im Film…
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Alles ist echt, kein Plastik…

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Das Hobbiton Bier wartet schon auf uns…

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