Ein gemütlicher Tag in Hot Water Beach und ein netter Ausflug zum Cathredral Cove…

Tag 152 // Heute schlafen wir bis kurz vor 10 Uhr. Die Küche wird dann für eine halbe Stunde für die Reinigung gesperrt. Vorher sollten wir uns noch unsere Lebensmittel aus dem Kühlschrank holen, damit wir frühstücken können. Während dem Frühstück im Freien bei den Bänken der Campground Küche kommen auch Carmen und Martin schließlich zu uns. Sie sind schon länger wach, haben aber bereits eine Folge „Game of Thrones“ geschaut. Sehr brav. Da haben wir wohl jemanden angesteckt. Heute haben wir rein gar nichts vor. Wir kümmern uns um das Geschirr, waschen eine Maschine Wäsche und hängen das gewaschene Gewand zum Trocknen in der Nähe des Campers auf. Danach haben wir endlich mal wieder Zeit für eine Runde schnapsen. Eveline gewinnt. Danach setzen wir uns wieder in den Schatten zur Campground Küche. David schreibt den Blog, Eveline malt ein Mandala aus. Sehr entspannend ist das nämlich. Carmen und Martin schreiben fleißig an ihren Postkarten. Ein weiteres lokal gebrautes Hot Water Beach Bier wird dann gemeinsam verkostet. Dieses kaufen wir im Shop des Campgrounds, wo es auch die Schaufeln zum ausborgen gibt. Wir geben im Zuge dessen unsere gleich wieder retour. Ein zweites Mal werden wir nicht zum Strand gehen. Bei der enormen Hitze ist das wahrscheinlich nicht gerade leiwand. Außerdem ist extrem viel los am Strand. Busse mit Touristen kommen ständig an. Ein Schweizer Paar, das ebenfalls schon mit Carmen und Martin Bekanntschaft geschlossen hat, zeigt uns ein Foto vom Strand. Unglaublich, was dort heute am Tag los ist. Wie ein Minenfeld. Hunderte Leute und ebenso viele Löcher im Boden am Strand. An der weiteren Reiseplanung wollen wir auch noch arbeiten. Für uns geht es jetzt darum, ob wir noch zum nördlichsten Punkt von Neuseeland fahren wollen, oder ob wir das bleiben lassen. Langsam gehen uns dafür nämlich die Tage aus. Wenn ja, dann haben wir noch jede Menge Wegstrecke und somit Fahrtzeit in den nächsten Tagen vor uns. Oder wir gehen es gemütlicher an. Mal schauen. Internet gibt es übrigens keines hier am Campground. Weder der Glocal Me noch die Vodafone Handys finden Empfang. Das freie W-Lan kann man leider komplett vergessen. Das hat gerade mal um 2 Uhr in der Früh gut funktioniert, als der ganze Campground schon geschlafen hat. Dieser Umstand ist zwar sehr entspannend, erschwert aber natürlich die Reiseplanung. Heute wollen wir noch zum Cathedral Cove. Nein, nicht zum Cathredal Cave. Das hatten wir im Süden ja schon. Dieser Strandabschnitt liegt im Te Whanganui-A-Hei Marine Reserve. Wegen der Touristenmassen soll man dorthin entweder sehr früh oder sehr spät hinfahren. David unterhält sich vorher noch mit dem Gärtner des Campgrounds. Dieser hat nämlich einen ziemlichen edlen Rasenmäher. Ein kurzes Gespräch unter Rasenmäher Kollegen und ein paar Fotos des feinen Gefährts vertreiben die Zeit am Nachmittag. Eveline kocht derweil Maiskolben in Salzwasser, damit wir für den Ausflug zum Cathedral Cove gestärkt sind. Diese verputzen wir als nachmittäglichen Snack. Schließlich entscheiden wir uns für die Fahrt zur Nordspitze Neuseelands. Es wird sportlich, doch wir werden es tun. Eine Runde UNO geht sich noch aus mit unseren Schweizer Freunden. Carmen gewinnt. Langsam wird es dann Zeit, zum Cathedral Cove aufzubrechen. 10 Minuten fahren wir bis dorthin. Google Maps geleitet uns den Weg zum Parkplatz, von dem man dann laut Lonely Planet noch ungefähr eine halbe Stunde Fußmarsch zum Strand vor sich hat. Als wir beim Parkplatz ankommen, ist dieser gesperrt. Kein Parken hier während des Sommers. Nur im Winter wird der Parkplatz wieder geöffnet. Geh bitte net. Man kann erst wieder im nächstgelegenen Ort parken und dann einen Shuttlebus hierherauf nehmen. Was soll den bitte das? Pure Touristenabzocke. Aber hier können wir jetzt nicht stehenbleiben. Überall Warnschilder, dass rigoros abgeschleppt wird. Wir fahren mal runter Richtung Ortschaft. 300 Meter nach dem Parkplatz sieht David ein Schild bei einer privaten Einfahrt: „Parking 10 NDZ“. Das nehmen wir. Wir rollen langsam am Haus vorbei und eine Frau kommt gleich heraus und weist uns ein. Sie hat aber nur mehr einen Parkplatz frei. Carmen und Martin müssen eine Einfahrt später beim Nachbarn parken. Ebenfalls für 10 NZD. Aber wir ersparen uns den Shuttle Bus und/oder eine weite Strecke zu Fuß. Ein schöner Nebenverdienst für die Anrainer. Die Nachfrage ist groß und die nahe gelegene Attraktion ist den ganzen Tag über sehr gut besucht. 8 andere Fahrzeuge stehen ebenfalls in der Auffahrt neben uns. Aber genug jetzt über den Parkplatz geschrieben. Auf geht’s zum Strand. Eine halbe Stunde sind wir wie gesagt unterwegs dorthin. Ein gemütlicher Abendspaziergang auf einem asphaltierten Weg durch den Wald, neben der Küste entlang. Am Strand spielt es sich schon ab. Viele Touristen sind hier und machen Fotos. Unzählige Möwen haben hier am Strand ihre Nester. Denen sollte man nicht zu nahekommen. Wir schauen uns mal um. Der Strand ist wirklich wunderschön. Eine Höhle verbindet zwei Strandabschnitte miteinander. Als wir die Höhle fotografiert und fertig bestaunt haben, gehen wir rüber zum anderen Strand. Auch dieser ist einzigartig idyllisch. Ein riesiger Felsen ragt aus dem Meer, der Te Hoho Rock. Bestimmt ist dieser 20 Meter hoch. Er erinnert uns an einen der Felsen bei den Twelve Apostels in Australien. Nach einigen Fotos wird Eveline fast von einer Möwe aus der Luft attackiert. David kann gerade noch mit einer Maori-Kriegstanz-ähnlichen Bewegung einschreiten und den Angreifer vertreiben. Lieber doch keine Filmaufnahmen mehr vom Strand hier. Zu viele Möwennester mit jungen Möwen und aggressiven Altvögeln. Die Lichtverhältnisse sind außerdem sehr schwierig, da der ganze Strand jetzt schon im abendlichen Schatten liegt. Wieder rüber zum anderen Strand. Jetzt ist die Höhle endlich frei von asiatischen Touristen und wir können ein menschenleeres Foto schießen. Dann ein Foto mit David und noch ein Foto von Eveline. Carmen und Martin warten derweil geduldig. Schließlich verlassen wir den Strand wieder und gehen wieder hoch und retour zu den Campern. Der Ausflug hat sich ausgezahlt. Wir sind zufrieden. Ein weiteres edles Erlebnis und ein schöner Platz mehr werden auf unserer Liste abgehakerlt. Zurück beim Campground beginnen wir gleich mit dem Kochen in der Gemeinschaftsküche. Es ist 19.30 Uhr und natürlich will jetzt jeder Camper sein Abendessen zubereiten. Soll heißen die Küche ist voll mit Menschen. Wir ergattern trotzdem zwei Herdplatten und kochen gebratene Erdäpfel mit Champignons und einem Rumpsteak. Guacamole gibt es auch noch dazu. Heute verkochen wir einige Lebensmittel, die schon dringend weggehören. Bei Carmen und Martin gibt es das gleiche. Nur ohne Guacamole. Und die Erdäpfel werden gewürfelt und nicht – wie bei uns – in Scheiben geschnitten. Während dem Kochen trinken wir ein Moa Lager. Ein herrliches Abendessen genießen wir im Freien. Neben den Schweizer Bekanntschaften von Martin und Carmen. Nach dem Abwaschen gehen wir noch duschen und verkriechen uns in den Camper. Der Tagesbericht wird fertiggestellt und die Fotos begutachtet. Morgen werden wir ein letztes Mal mit Carmen und Martin das „Morgenessen“ zu uns nehmen und danach werden sich unsere Wege voraussichtlich trennen. Sie sind noch etwas länger in Neuseeland und haben noch nicht so eine große Eile wie wir, um noch weiter Richtung Norden zu kommen…
Gefahrene Kilometer: 21
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Die Gemeinschaftsküche am Campground…

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Hier wird am Abend fleißig gekocht…

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Beim Strand von Cathedral Cove…

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Der Tunnel, der die beiden Strände miteinander verbindet…

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Te Hoho Rock…

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