Auf dem Forgotten World Highway vom Mount Taranaki zum Tongariro National Park…

Tag 145 // Eine so ruhige Nacht hatten wir schon lange nicht mehr. Am Fuße des Mount Taranaki, auf einem Schotterparkplatz, nächtigten wir heute. Martin ist als erster wach. Er ist ziemlich motiviert. So gegen 7 Uhr macht er sich auf den Weg Richtung Berg. Eveline bekommt das zwar auch mit, doch sie bleibt schließlich liegen. 45 Minuten später kommt Martin wieder retour. Mit genialen Fotos. Von unserem Parkplatz aus gesehen ist der Mount Taranaki nämlich in Nebel gehüllt. Doch weiter oben soll die Sicht prima sein. Martin ist ganz begeistert. Langsam wird es dann Zeit für das Morgenessen. Dieses nehmen wir natürlich im Freien zu uns. Viele andere Möglichkeiten haben wir dann eh nicht. Die Aussicht ist wunderschön und wir sind sehr zufrieden mit unserer Platzwahl für die gestrige Nacht. Um 9:09 Uhr verlassen wir den Schotterparkplatz und fahren Richtung Stratford. Die Damen der Runde brauchen nach wie vor Kontaktlinsenflüssigkeit. Heute ist Montag und deswegen stehen die Chancen jetzt besser, welche zu bekommen. Bei einer Unichem Pharmacy halten wir und entern den Laden. Leider wird das gewünschte Produkt in diesem Laden nicht geführt. Wir sollen es bei einem Optiker zwei Blocks weiter versuchen. David stockt dann trotzdem noch den gemeinsamen Vorrat an Bushman Insektenschutz auf. Das Zeug ist einfach gut und wir haben mit Fiji und Thailand noch zwei tropische Destinationen auf dem Plan. Dann gehen wir zu Fuß zum Optiker Stratford Optometrists. Dort werden die Mädels endlich fündig und wir schlagen zu. Programmpunkt Nummer 1 auf der Tagesordnung wäre somit mal erledigt. Nächstes „To Do“ auf unserer Liste ist tanken. Die Nächste „Z“ wird angesteuert. Mit vollem Tank machen wir uns um 10 Uhr auf Richtung Tongariro National Park. Wir nehmen den Forgotten World Highway. Dieser ist 155 Kilometer lang und soll sehr schön zu fahren sein. Wieder einmal ist auch der Weg ein Ziel des Tages. Wir halten bei einigen Aussichtspunkten. Die Landschaft ist geprägt von schöner Natur und zahlreichen Schaf und Kuhherden. Heute ist es leicht bewölkt und ziemlich warm, ungefähr 20 Grad. Um 12 Uhr kommen wir beim ersten Zwischenstopp des Tages an. In der Republik Whangamomona machen wir eine Pause und schauen uns um. Hier haben 40 Dorfbewohner vor einigen Jahren nach Meinungsverschiedenheiten mit der Regierung eine eigenständige Republik ausgerufen. Man kann sich sogar einen eigenen Stempel für den Reisepass abholen. Für 2 NZD. Erledigen kann man das in einem Restaurant, dem Whangamomona Hotel. Dann machen wir das eben. Hier kommen wir nicht so schnell wieder her. Nachdem zwei österreichische und zwei schweizerische Reisepässe gestempelt worden sind, bestellen wir Fish & Chips, einen Toast und Eveline bestellt sich als einzige ein Bier. Ja, das gibt es auch. NUR EVELINE gönnt sich jetzt ein Bier. Die beiden Herren müssen ja noch fahren und Carmen ist nicht so die Biertrinkerin. Natürlich dürfen die Herren mal von Evelines örtlich gebrauten Pale Ale kosten. Das Bier – sowie das Essen – schmecken wirklich sehr gut. Nach der Pause geht es jetzt weiter am Forgotten World Highway. Nächster Stopp ist dann der Moki Tunnel, auch „Hobbit Hole“ genannt. Vor dem Tunnel schießen wir ein paar Fotos, danach fahren wir durch. Die GoPro ist ebenfalls wieder einmal im Einsatz. David hat sie auf das Autodach montiert. Während der weiteren Fahrt hören wir Musik über Spotify. Die Fahrt ist ziemlich anstrengend. Es geht ständig bergauf, bergab und die Strecke ist noch dazu sehr kurvenreich. Eveline und Carmen haben sich als nächsten Programmpunkt die Mount Damper Falls ausgesucht. Ein kleiner Umweg, doch wir haben eh schon länger keinen Wasserfall mehr beäugt. Es wird deswegen wieder einmal Zeit. Die Campervans werden geparkt und wir marschieren über eine Schafkoppel einen markierten Weg entlang, bis wir zum höchsten Wasserfall von Neuseelands Nordinsel kommen. 78 Meter stürzt das Wasser in die Tiefe. Nach einigen Fotos gehen wir wieder retour. Eine ganze Stunde dauert unser Aufenthalt. Langsam sind wir ziemlich müde von der Fahrt. Einen weiteren Stopp wollen wir trotzdem noch einlegen. Auch auf dieser Strecke gibt es anscheinend eine Lavendelfarm. Doch als wir dort ankommen, ist die Farm leider schon geschlossen. Eine unfreundliche Dame winkt uns gleich weiter, retour Richtung Ausfahrt. Echt ziemlich unfreundlich. Bei der Ausfahrt sehen wir dann erst, dass ein klitzekleines zugewachsenes „closed“ Schild beim Tor hängt. Okay. Das darf man schon einmal übersehen. Jetzt geht es weiter. Wir fahren noch einige Zeit bis zu unserem Campground im Tongariro Nationalpark. Diesen haben wir schon vorreserviert. Als wir bei der Plateau Lodge ankommen, checken wir im Office ein und ein netter älterer Herr bedient uns geduldig. Wir buchen gleichzeitig noch einen Shuttlebus für die Wanderung, die morgen geplant ist. Die ganze Prozedur dauert fast eine halbe Stunde. Danach stellen wir uns auf unsere Plätze. Wieder einmal nebeneinander. Wir beginnen mit dem Kochen. Schöne Holztische stehen uns auf diesem Campingplatz bei unseren Stellplätzen auch zur Verfügung. Es gibt Nudeln mit Brokkoli und Philadelphia Sauce. Bei Carmen und Martin gibt es ebenfalls Hörnchen mit Pesto. Carboloading für die morgige Wanderung. Nach dem Essen kümmern sich Martin und David um den Abwasch. Die Mädels springen derweil unter die Dusche. Der Campingplatz ist sehr sauber und ordentlich. Es gibt sogar einen Jacuzzi. Den reservieren wir uns noch im Office für den morgigen Abend, wenn wir von der Wanderung retour kommen. Den restlichen Abend verbringen wir mit Rucksack packen und Jause richten. Die Wanderung soll sehr anstrengend sein und das Wetter im Nationalpark kann von einem Moment auf den anderen plötzlich umschlagen. 2 Personen pro Woche werden durchschnittlich per Hubschrauber gerettet. Sehr aufregend. Irgendwie haben wir das Gefühl, morgen den Mount Everest zu besteigen. Zu dem Trailhead kommt man nur per Shuttle Bus. Wir sind gespannt. Um 22 Uhr versuchen wir zu schlafen. Der Shuttlebus morgen geht nämlich schon um 6 Uhr. Gute Nacht…
Gefahrene Kilometer: 250
dscf0227

Sicht auf den Mount Taranaki während dem Frühstück…

dscf0293

Auf dem Weg nach Whangamomona…

dscf0298

Hier gibt es die Stempel für den Reisepass…

dscf0345-2

Moki Tunnel…

dscf0266

Landschaft neben dem Forgotten World Highway…

dscf0387-2

Mount Damper Falls…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s