Ein schöner Tag in Wellington und weiter nach Eketahuna…

Tag 143 // Sehr gut und lange haben wir geschlafen. Es ist schließlich Samstag. Die Nacht auf dem öffentlichen Parkplatz Barnett Street Car Park mitten in Wellington war überraschenderweise sehr ruhig. Wir hätten erwartet, des Öfteren von berauschten Partytigern aus dem Schlaf gerissen zu werden. Ähnlich wie damals in Las Vegas, am Walmart Parkplatz. Aber dem war nicht so. Um halb 9 stehen wir erst auf. Martin und Carmen sind auch schon wach. Wir machen uns Frühstück. Es ist sehr windig heute. Deswegen setzen wir uns mit dem Joghurt, den Butterbroten und dem Kaffee in die Fahrerkabine. Carmen und Martin haben sogar ihr Bett abgebaut und für das Frühstück den Tisch im Inneren ihres Campers aufgebaut. Nach dem Frühstück setzen wir uns zu den Nachbarn an den Tisch und wir besprechen den heutigen Tag und die Route für die Nordinsel. Irgendwie haben wir eh ziemlich ähnliche Pläne. Also werden wir mal gemeinsam weiterreisen. Den heutigen Tag verbringen wir auf jeden Fall gemeinsam. Was steht heute auf dem Programm? Es gibt ein super Museum in der Stadt. Das Te Papa Tongarewa nämlich. Eine echt edle Sonderausstellung ist noch dazu gerade hier in Wellington zu sehen. Und zwar handelt es sich hierbei um die berühmten chinesischen Terrakotta Krieger. Nicht alle natürlich. Aber 10 davon werden um die ganze Welt geschifft oder eben geflogen. Und zufälligerweise sind wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Diese Krieger wollten wir schon immer sehen. Und China ist sich auf unserer Reise dann leider nicht mehr ausgegangen und wäre auch nicht mehr möglich gewesen. Den Grund dafür wissen wir jetzt nicht mehr genau. Es hat aber auf jeden Fall etwas mit den zuvor schon besuchten Ländern zu tun. Wir hätten auf dieser Reise auf jeden Fall nicht in China einreisen dürfen. Komplett egal jetzt. Wir sind in Wellington und die Terrakotta Krieger sind es auch. Das Museum sperrt um 10 Uhr auf. Fünf Minuten gehen wir bis dorthin. Es ist schon einiges los hier. Die Terrakotta Krieger ziehen anscheinend die Besuchermassen an. 19 NZD bezahlt man für die Sonderausstellung. Der Eintritt in das restliche Museum ist frei. Auch nicht schlecht. Wir kaufen die Tickets und dürfen erst um 11 Uhr zur Sonderausstellung. Derweil schauen wir uns im restlichen Museum um. Ein sehr schönes Gebäude mit interessanten Ausstellungen. Um einiges größer, als wir das gewohnt sind. Die zuletzt besuchten Museen waren allesamt klein und hatten einen sehr privaten Charakter. Aber hier handelt es sich ja schließlich um ein Museum in einer Hauptstadt. Das darf schon mal ein bisschen größer sein. Um 11 Uhr ist es dann soweit und wir dürfen zu der Ausstellung über die Han Dynastie im 4. Stock des Museums. Man wird an zahlreichen Ausstellungsstücken vorbeigeschleust, bis man schließlich beim Raum mit den Terrakotta Kriegern ankommt. Es ist sehr dunkel. Nur die lebensgroßen Tonfiguren sind beleuchtet. Zwei Terrakotta Pferde sind auch dabei. Sehr beeindruckend. Echte Kunstwerke. Kein Krieger ist doppelt. Jeder ist ein Unikat. 8000 Stück sind es insgesamt, an der Fundstelle in China. Jeder hat seine Funktion. Von den Bogenschützen über den Schreiberling bis hin zum General. Über eine Stunde verbringen wir in der Sonderausstellung. Danach schauen wir uns noch im restlichen Museum um. Eine Maori Ausstellung gibt es ebenfalls hier. Diese ist auch sehr interessant. Zwei verschiedene Welten aus verschiedener Zeit. Sehr fein. Ungefähr um 14 Uhr verlassen wir das Museum und machen uns zu Fuß auf den Weg Richtung Hafen. Dort gibt es einen Underground Market. Der ist hier jeden Samstag von 10 bis 16 Uhr. Eveline nimmt einen Coffee to go und wir schauen uns um. Viele Basteleien, Schmuck und dergleichen gibt es auf diesem Markt zu erwerben. Bei den Essenständen wird es dann schon viel interessanter. Beim Taiwan Food Stand schlagen wir zu. Chrispy Chicken und einen Chrispy Chicken Salad. Carmen und Martin gönnen sich eine Paella. Frisch gestärkt geht es jetzt weiter zum Parlament. Das müssen wir uns natürlich auch noch anschauen, wenn wir schon mal in der Hauptstadt von Neuseeland sind. Es ist sehr windig heute. Nach der äußerlichen Parlamentsbesichtigung und ein paar Fotos starten wir auf eine Tour durch die Innenstadt. Eveline sucht schon seit längerem eine neue Regenjacke. David braucht endlich eine neue Weste. Die alte ist durch die bisherige Weltreise sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden. David wurde von Martin deswegen schon als „Landstreicher“ bezeichnet. Auf jeden Fall besuchen wir einige Outdoor Geschäfte, wir werden jedoch nicht fündig. Kein Shoppingerfolg also in Wellington. Macht auch nichts. Wieder retour zu den Escape Campern. Jetzt fahren wir einkaufen. Ein New World befindet sich gleich neben dem Parkplatz. Es ist 16:15 Uhr. Ein paar Lebensmittel brauchen wir wieder für die weitere Reise. Vor allem frisches Brot und Joghurt. Carmen und Martin geht es ähnlich. Nach dem Einkauf reserviert Carmen telefonisch den Campground für den heutigen Abend. Dieser befindet sich 2 Stunden entfernt in Eketahuna. Eveline und Martin übernehmen die Steuer der Campervans. Die Landschaft ist wie bei uns in Österreich. Wir haben das Gefühl, in Richtung Pielachtal unterwegs zu sein. Schließlich müssen über einen Bergpass und bleiben daher kurz beim Rimutaka Crossing Lookout stehen. Es hat ungefähr 20 Grad und es ist nach wie vor sehr windig. Kurz vor 20 Uhr kommen wir beim Campground an. Dieser ist sehr überschaubar und gemütlich. Günstig ist er ebenso. 14 NZD für 2 Personen. Der Chef kassiert den Stellzins persönlich. Bar natürlich, ohne Receipt. Es sei ihm vergönnt. Die Duschen sind sauber und wir können die Lebensmittel in einem Kühlschrank einkühlen. Die Wasserarmaturen hier in Neuseeland geben uns nach wie vor Rätsel auf. Links befindet sich ein Heißwasserhahn mit kochendem Wasser, rechts der Hahn für das (eis-) kalte Wasser. Kein Mischer. Interessant. Kein Warmwasser. Keine Kompromisse also hier in Neuseeland. Entweder 0 oder 1. Zum Abendessen gibt es Springrolls und Sushi für Eveline und David. Carmen und Martin genießen ebenfalls ihren Salat. Wir essen im Freien zwischen unseren beiden Campern. Es ist schon sehr frisch jetzt am Abend. Ungefähr 15 Grad hat es und es ist immer noch windig. Sonnenuntergang ist schon um 20:45 Uhr. Wir machen es uns im Camper gemütlich und Eveline telefoniert noch mit ihren Eltern, während sich David um diesen Blogeintrag kümmert…
Gefahrene Kilometer: 144
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Terrakotta Armee – Sonderausstellung in Wellington…

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Jeder Tonkrieger ist ein Unikat…

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Wir sind sehr beindruckt…

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Auf Entdeckungstour durch Wellington…

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Wellington hat viel zu bieten…

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Parliament House Wellington…

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Aussicht beim Rimutaka Crossing Look Out…

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Rimutaka Crossing Look Out…

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