Mit der Fähre von Picton nach Wellington…

Tag 142 // Die Nacht war ganz okay. Die Straße war nur 10 Meter von unserem Camper entfernt, deswegen war es etwas lauter, als wir das gewohnt sind. Trotzdem haben wir gut geschlafen. Eveline ist wieder einmal früher auf und geht schon um 7:15 duschen. David schläft bis kurz nach halb 8. Nach dem üblichen Frühstück packen wir uns einen Rucksack für die Fähre. Wir verlassen den Campground um 9:15 Uhr. Eine Stunde vor dem Ablegen der Fähre sollte man nämlich dort sein. Das passt. Wir fahren gerade einmal 5 Minuten bis dorthin. Wir reihen uns ein und zeigen der Dame bei der Schalterdurchfahrt unsere Reservierung. Vor fast einem Jahr schon haben wir diese Fähre gebucht. Die ist ziemlich busy, die Interislander. Wir stehen in der Lane Number One. Ziemlich weit vorne, weil wir so früh dran sind. Kaum als wir den Campervan geparkt haben, kommt auch schon ein Security Mitarbeiter vorbei und fragt, ob wir denn fischen gewesen wären oder sonstigen Kontakt mit Gewässern gehabt hätten. Er gibt uns einen Flyer. Irgendeine Wasserpflanze oder einen Parasiten gibt es hier anscheinend auf der Südinsel. Und sie wollen verhindern, dass diese auf die Nordinsel eingeschleppt wird. Er würde gerne unsere Schuhe sehen und diese desinfizieren. Eine Desinfektion der Wanderschuhe kann auf keinen Fall schaden, wie David findet. Deswegen tun wir dem Mann den Gefallen und lassen ihn unsere Schuhe einsprühen. Doch nur die Sohle wird behandelt. Danach ist er zufrieden und glücklich. Wir sind es somit auch. Wir lehnen uns zurück und warten, bis wir auf die Fähre gelassen werden. Nach einer guten weiteren halben Stunde ist es dann soweit. Anders als damals in Kanada, dürfen wir diesmal gleich auf die Fähre rauf. Wir sind unter den ersten Fahrzeugen. 5 Minuten später parkt der Camper dann schließlich gesichert im stählernen Bauch der Fähre und wir sind auf dem Weg auf das oberste Deck. Wir suchen uns ein gemütliches Plätzchen. In den nächsten 3 Stunden werden wir 90 Kilometer auf dem Seeweg von Picton nach Wellington zurücklegen. Wir nutzen diese Zeit für die Beantwortung von einigen Mails, für die weitere Reiseplanung und für den Blog. Wir haben vollen Internetempfang. 4G teilweise, mit dem Glocal Me. Ein paar Fotos gehen sich dann auch noch aus, ganz oben an Deck im Freien. Aber dort ist es sehr fresh. Wir haben Blick auf den Marlborough Sound. Es ist sonnig. Um 13:45 kommen wir in Wellington an. Wir verlassen die Fähre und fahren daraufhin gleich zum Mount Victoria Look Out. Dort können wir parken und man hat einen schönen Überblick über die Stadt und den Hafen. Carmen und Martin kommen dann auch zu uns. Sie sind ebenfalls heute Morgen mit der Fähre übergesetzt. Wir beratschlagen die weiteren Reisepläne. Wellington wollen wir uns unbedingt anschauen. Passt gut. Weil da sind wir ja gerade. Carmen hat einen Parkplatz gleich in Hafennähe gefunden, wo es anscheinend möglich ist, dass man dort auch übernachtet. Das ist zwar kein richtiger Campingplatz, aber man kann ein 24 Stunden Parkticket lösen. Das machen wir schließlich um 16:30 Uhr. Danach gehen wir zu Fuß in die City. Eine Brauerei – Mac’s Brewbar – gefällt uns sehr gut von außen, deswegen setzen wir uns und genehmigen uns ein Bierchen. Die Auswahl an unterschiedlichsten Biersorten ist riesig. Martin hat sogar eine App, wo er alle Biere einträgt, die er auf der Reise so in den verschiedenen Ländern probiert. Auch ein schönes Projekt. Nach der Stärkung mit dem Bier geht es weiter zur Cuba Street. Dort findet der Friday Food Market statt. Wird eh schon Zeit für das Abendessen. Auf dem Parkplatz wollen wir sowieso nichts kochen. Deswegen wird heute indisches Street Food gefuttert. Ein Roti Wrap wird es für den Anfang. Ein Butterchicken Roti für Eveline und ein Lamb Roti für David. Der Stand nebenbei ist auch nicht schlecht. Hier kocht eine Maori Familie ihr Fried Bread. Auch sowas genehmigen wir uns jetzt. Mit Butter und Ahorn Sirup. Sehr edel. David hat danach immer noch Hunger und schlägt noch einmal bei einem venezuelischen Stand zu. Alles schmeckt sehr gut. Das Abendessen wäre somit erledigt. Wir gehen noch ein bisschen durch die Innenstadt. Es ist schon ziemlich kalt und wir suchen uns deswegen das nächste Lokal und ordern noch ein weiteres Bier. Ein kurzer Spaziergang zum Hafen geht sich vorher auch noch aus. Eveline probiert jetzt im Bin44 Restaurant ein Gurkenbier. Das schmeckt sehr interessant. Hier verbringen wir noch einen gemütlichen restlichen Abend. Um 20:30 Uhr gehen wir retour zu unseren Campervans. Wir schließen die Schotten und machen es uns gemütlich. Sehr viel gibt es nicht mehr zu tun hier auf dem Parkplatz. Heute gehen wir sehr früh schlafen. Um 22:30 sind wir bereits im Schlummerland. Neuer Rekord für David. Gute Nacht Wellington, du nette Hauptstadt Neuseelands…
Gefahrene Kilometer gesamt auf der Südinsel: 3621
Gefahrene Kilometer: 11
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Unsere Fähre, die Interislander…

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An Deck der Fähre…

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Auf dem Weg nach Wellington…

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Beim Mount Victoria Lookout in Wellington…

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Panorama beim Mount Victoria Lookout…

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Abendspaziergang beim Hafen in Wellington…

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