Wanderung im Abel Tasman National Park, Janie Seddon Shipwreck in Motueka und weiter Richtung Nelson…

Tag 140 // Unglaublich… So lange sind wir schon unterwegs. Und wir sind immer noch nicht müde. Auch am heutigen Tag wollen wir etwas unternehmen, damit uns nicht fad wird, hier in Neuseeland. Der Wecker ist auf 7 Uhr Tagwache gestellt und erfüllt brav seine Aufgabe. Carmen und Martin sind auch schon wach. Es ist schon rege Bewegung im schönsten Escape Camper hier auf dem Campgingplatz und überhaupt. Auch die Bewohner des zweitschönsten Escape Campers beginnen jetzt, sich für das Frühstück fertig zu machen. Es gibt das Übliche. Das nehmen wir bei der Camp Kitchen zu uns. Sonst ist noch nicht viel los hier am Campground. Die schlafen alle noch. Wir sind fast alleine im Küchenbereich. Die Lebensmittel aus dem Kühlschrank packen wir auch gleich ein. Nur unsere natürlich. Die Kühlbox von Martin und Carmen ist ziemlich im Arsch. Da hält gar nichts kühl. Die ist einfach undicht. Da haben wir mit unserer Box noch Glück gehabt. Kurz nach 8 Uhr verlassen wir den Campground. Wir fahren ungefähr 20 Minuten zum Office des Abel Tasman Aqua Taxis in Marahau. Wir wollen mit dem Boot zu einem 12,5 Kilometer langen Wandertrack im Abel Tasman National Park übersetzen. Dort parken wir uns ein und machen den Camper dicht. Traktoren stehen hier herum. Blaue Ford Cabrios. Schauen eigentlich aus wie Oldtimer. Die gefallen uns sehr. Diese sind als Zugmaschinen gedacht. Es ist Ebbe und die Boote müssen mit den Traktoren per Anhänger ins Meer hinausgezogen werden, bis das Wasser tief genug ist und sie schließlich schwimmen können. Wir werden auf eines dieser an den Traktor angehängten Speedboote verfrachtet. Rettungswesten bekommen wir umgehängt. Mit sehr vielen Canyoning Abenteurern teilen wir uns das Wassertaxi. Die Überfahrt über das Meer dauert ungefähr 20 Minuten. Wir halten bei einem runden Felsen, dem sogenannten Split Apple Rock, der in der Mitte geteilt wurde. Angeblich von Chuck Norris persönlich, wie unser Skipper erzählt. Weiters sehen wir eine weitere Kolonie von Seehunden, die Adele Island Seal Colony. Schließlich kommen wir beim Trail Head beim Strand Anchorage an. Nach einer kurzen Pipi Pause beginnen wir gleich mit unserer Wanderung. Zu Beginn ist es etwas steil und wir wandern in der prallen Sonne. Schließlich wird es schattiger und flacher. Ideal, wie wir finden. Wir unterhalten uns gut mit Carmen und Martin und wandern fleißig vor uns hin. Die Natur und die Aussicht auf das türkisblaue Meer sind natürlich traumhaft hier im Abel Tasman National Park. Der Plan lautet, dass wir jetzt auf dem Landweg wieder zu unseren Autos nach Marahau retour gehen. An der Küste entlang. Und bei einigen Stränden und Buchten kommen wir auch vorbei. Die Mittagspause legen wir in der Apple Tree Bay ein. Apfelbäume gibt es keine hier. Auch wenig Schatten. Das Meer ist eiskalt. Deswegen verzichten wir auf ein Bad. Wir machen es uns im Schatten gemütlich und essen unsere mitgebrachte Jause. Ein Ausläufer des Meeres läuft wie ein kleiner Bach neben uns vorbei. Wir sehen einige Wekas und im Wasser zwei Aale. Einer davon ist wirklich ziemlich lang. Über einen Meter bestimmt. Martin kann mit dem Handy Videos von ihm machen. Schließlich gehen wir weiter und kommen nach insgesamt 3 Stunden und 45 Minuten wieder in der Nähe unserer Campervans an. Am Ende des Trails befindet sich eine Pizzeria, inklusive Eisbude. Ein junges Mädel arbeitet hier. Wir gönnen uns jetzt ein Eis. Eine willkommene Erfrischung. Im Gastgarten der Pizzeria finden wir ein schattiges Platzerl und genießen unser Eis. Fast wie bei einem Heurigen oder einer Buschenschank schaut es hier im Gastgarten aus. Anschließend gehen wir zu den Campern und weiter geht es. Eine günstige Tankstelle ist unser nächstes Ziel. Zwei schöne Campervans fahren jetzt hintereinander tanken. Und als wir hintereinander bei den Zapfsäulen stehen, stellt sich auch noch ein dritter Escape Camper hinter uns an. Die Jungs aus Stuttgart fahren den „Fish & Chips“ Escape Campervan. Wir wissen nicht, wie unsere heißen, aber sie sind definitiv schöner. Vollgetankt mit günstigem 91 Octan Sprudel geht es jetzt weiter zum Janie Seddon Shipwreck in Motueka. Auch nicht mehr weit bis dorthin. Ein extrem verrostetes Schiffswrack ruht hier im Schlamm. Vor Ort keine Infotafeln oder dergleichen. Naja. Das müssen wir noch genauer googeln. Es ist wirklich ziemlich schlammig hier. Die Mädels sind an diesem Ort mit ihren Flip Flops nicht gut ausgestattet. Mit ein paar Steinen ist ein Weg zum Wrack in den Schlamm gelegt. Carmen rutscht gleich mal fett in den Schlamm ab und dreht daraufhin um. Ganz können wir nicht bis zum Wrack vordringen. Aber für ein paar Fotos reicht es. Schließlich sind wir auch hier fertig. Am Parkplatz wird noch beraten, wo wir die heutige Nacht verbringen wollen. Wir zücken unsere Smartphones und befragen Campermates. Kollektiv wird eine Entscheidung getroffen. Wir haben dasselbe Ziel, nämlich Picton. Dort müssen wir zur Fähre. Deswegen trennen sich unsere Wege heute nicht mehr. Wir fahren hintereinander in die Nähe von Nelson zum Brook Valley Holiday Park. Zwei Stellplätze nebeneinander werden gebucht. Ohne Strom. Es ist ziemlich warm heute und wir werden deswegen keine Heizung brauchen. Wir stehen gleich neben den sanitären Anlagen und der Küche. Wir beginnen mit dem Kochen und machen es uns gemütlich. Es gibt Dinkel-Wraps, die sehr dünn sind. Gefüllt mit gebratenen Steakstreifen, Guacamole, Tomaten, Zwiebel und Reis. Einfach göttlich. Bei Carmen und Martin gibt es Spaghetti. Danach werden wir von unseren beiden Schweizer Freunden auf ein Bier und einen Cider eingeladen. Schön und gemütlich war dieser Tag wieder. Wir haben kein Internet hier am Campground. Kein Handyempfang. Nichts. Also unterhalten wir uns einfach miteinander. So geht es auch. Der Blog muss deswegen wieder einmal warten. Kurz nach 9 Uhr verkriechen wir uns in den Camper. Es gibt hier leider sehr viele Sandmücken. Wir schreiben noch die Tagesberichte. Ein herrlicher und schöner Tag war das wieder…
Gefahrene Kilometer: 82
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Das Aqua Taxi steht bereit…
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Wir werden in tiefere Gewässer gezogen…
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Der Split Apple Rock…
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Wanderung mit der Schweiz…
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Mittagspause bei der Apple Tree Bay…
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Janie Seddon Shipwreck in Motueka…

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