Kawatiri, Te Waikoropupū Springs, Takaka und Kaiteriteri…

Tag 139 // Wir stehen um 8 Uhr auf. Die Nacht am Riverside Holiday Park in Murchison war sehr angenehm. Heute beschließt David, wieder einmal Pancakes für das Frühstück zu zaubern. Gleich ist die Flasche mit der Fertigmischung mit Wasser befüllt und schon wird durch kräftiges Schütteln der edle Teig hergestellt. Die Pfanne ist auch schon heiß und los geht’s. Wir kochen in der Camp Küche des Campgrounds. Hier ist heute einiges los. Sehr viele Jugendliche tummeln sich hier. In der Küche herrscht deswegen das pure Chaos. Die deswegen unsauberen Arbeitsflächen bringen Eveline zur Weißglut. Gut, dass David der einzige in der Küche ist, der mostviertlerisch versteht. Unser Arbeitsplatz wird auf jeden Fall pipifein sauber gehalten. Auch schon während der Zubereitung der edlen Pancakes wird fleißig um die Pfanne herum gewischt. Ein paar Früchte gibt es auch dazu. Und Ahorn Sirup. Den haben wir uns aus einer Leftover Box gekrallt. Ideal. Extra kaufen wollten wir nämlich keinen für die paar Pfannkuchen. Die Kreationen von David werden immer größer und größer. Die letzten Exemplare sind schon ziemlich Palatschinken ähnlich. Aber sie schmecken sehr gut. Wir verspeisen das nicht ganz so übliche Frühstück wieder auf der Terrasse des Küchencontainers. Dann kommen auch schon wieder die beiden Bayern Schoos und Anneliese vorbei. Wieder ein kurzer Smalltalk im Dialekt. Wie herrlich. Nach dem Abwaschen packen wir zusammen und verlassen kurz nach 10 Uhr den Campground. 25 Minuten entfernt gibt es einen stillgelegten Eisenbahntunnel. Den schauen wir uns jetzt an. Der liegt nämlich am Weg. Wir verbringen dann ungefähr eine halbe Stunde auf dem Kawatiri Historic Railway Walk. Ein schöner Rundwanderweg. Der Eisenbahntunnel wurde 1923 gebaut. Dann weiter. Wir fahren jetzt Richtung Golden Bay. 2,5 Stunden Fahrt, sagt Google Maps. Eveline übernimmt das Steuer. David arbeitet nebenbei auf dem MacBook. Wir hören Musik und einige Audio Podcasts auf Spotify. Der Internetempfang während der Fahrt lässt leider zu wünschen übrig. Kein Netz. Die meiste Zeit auf der Strecke haben wir zero Empfang. Den nächsten Halt machen wir erst bei den Te Waikoropupū Springs ein. Eine Süßwasserquelle, die unglaubliche 14000 (!!!) Liter Wasser pro Sekunde (!!!) an die Oberfläche befördert. Und das in atemberaubender Reinheit. Das müssen wir uns natürlich anschauen. Der Ort ist für die Maori heilig und man sollte deswegen jeden Kontakt mit dem Wasser vermeiden. Also natürlich kein Schwimmen oder sonstiger Wassersport. Der See ist glasklar. Wirklich glasklar. Das Wasser ist durch zahlreiche Filtrationen durch den Erdboden fast wie destilliert. Sowas haben wir noch nicht gesehen. Wir sind seit längerem wieder einmal  beeindruckt. Sowas würde eigentlich gut in den Yellowstone Nationalpark passen. Wir gehen eine Runde um den See und machen einige Fotos. Wieder beim Camper, legen wir jetzt eine Jausenpause beim Kofferraum ein. Währenddessen rufen wir beim Campground an, wo wir heute nächtigen wollen. Diesen Campground hat uns Carmen per WhatsApp durchgegeben. Sie und Martin schlafen heute dort. Passt. Dann fahren wir eben auch dorthin. Site Nr. 92 haben die Beiden. Das geben wir bei der telefonischen Reservierung an und die Lady im Office positioniert uns auf den Stellplatz gleich nebenan. Na ideal. So gefällt uns das. Dann fahren wir mal weiter, damit wir noch rechtzeitig dort ankommen. Einkaufen müssen wir auch noch. Und Bier brauchen wir auch für die Zusammenkunft. So viel zu erledigen. Vorher fahren wir jetzt noch kurz zur Golden Bay. Aber hier ist gerade Ebbe und es schaut deswegen weniger spektakulär aus. Wieder weiter. In Takaka halten wir bei einem Super Liquor. Hier gibt es Bier von der Zapfsäule. Dieses wird in 1,25 Liter Flaschen abgefüllt, wenn man dies wünscht. Das ist sogar sehr preiswert. Wir machen ein paar Kostproben und entscheiden uns für das angeblich schon einmal mit einer Auszeichnung geehrte und lokal gebraute Townshend Pouri Lane Pacific Lager. Der Bier Einkauf ist somit erledigt. Jetzt geht es gleich weiter zum Fresh Joyce. Da waren wir zwar schon einmal, aber für andere Experimente haben wir jetzt keine Zeit. Wir kaufen Fleisch und Fisch für das Abendessen und ein paar andere Lebensmittelvorräte gehören auch wieder aufgestockt. Nach insgesamt einer Stunde sind wir in Takaka fertig. Jetzt geht es auf direktem Wege zum reservierten Bethany Park Christian Camp in Kaiteriteri. Wir checken im Office ein und beziehen unseren Stellplatz. 5 Minuten nach unserer Ankunft kommen auch schon Carmen und Martin am Campground an. Sie waren heute Kajak fahren und sind auch ein bisschen geschlaucht. Wir wollten eigentlich grillen. Doch bei den Grillplätzen auf dem riesigen Campingplatz ist Alkohol verboten. Deswegen bleiben wir, wo wir sind und stellen unsere Campingtische zusammen. Gekocht wird heute eben einfach auf den beiden Gaskochern in der Pfanne. Geht auch. Es gibt für uns einen Monk Fish (Seeteufel) mit Salat und Brot. Carmen und Martin braten ebenfalls Hühnerspieße in ihrer Pfanne. Wir kommen drauf, dass die beiden Schweizer nicht nur den schöneren Camper haben, sondern auch den besser funktionierenden Gaskocher. Unserer braucht einfach um einiges länger. Der Seeteufel schmeckt herrlich. Ein sehr guter Fisch. Wir haben noch nie einen gegessen und er war eigentlich ziemlich günstig. 12 NZD für ein großes Filet, wovon wir zu zweit satt werden. Nebenbei trinken wir das Bier und endlich auch den Rosé. Als unsere Flasche Bier leer ist, holt Martin dasselbe noch einmal aus seiner Kühlbox. Die Flasche leeren wir dann auch noch. Als Nachspeise spendieren Carmen und Martin noch ein Ben & Jerry’s Eis. Ein sehr netter Abend. Wir tratschen und chillen vor unserem Camper bis kurz nach 22 Uhr. Auch den nächsten Tag werden wir gemeinsam verbringen. Eine gemeinsame Wanderung beim Abel Tasman National Park steht auf dem Programm…
Gefahrene Kilometer: 263
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Bei den Te Waikoropupū Springs…

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Das Wasser ist glasklar…

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14000 (!) Liter pro Sekunde…

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