Von Greymouth zu den Pancake Rocks, Cape Foulwind Walkway und weiter nach Murchison…

Tag 138 // Die Nacht am Parkplatz hinter der Tankstelle in Greymouth war ganz in Ordnung. Sehr starker Regen prägte auch diese Nacht. Das Wasser peitschte auf das Dach und die Seitenwände des Campers. Das war teilweise ziemlich laut. Wir schlafen heute wieder einmal länger. Erst um halb 9 stehen wir auf. Das Frühstück wird zu einer Hälfte hinter dem Camper zubereitet und zur anderen Hälfte im Aufenthaltsraum des Parkplatzcampgrounds. Toaster und Wasserkocher sind hier vorhanden. Irgendwie machen wir uns heute keinen Stress. Das ist auch mal ganz in Ordnung so. Monday it is. Der Parkplatz ist ziemlich voll mit den unterschiedlichsten Typen und Campern. Bei einigen merkt man einfach, wie lange sie schon unterwegs sein müssen. Da sind schon einige individuell gestaltete Campervans dabei. Innen sowie Außen. Unserer ist eindeutig der Schönste hier. Nach dem Frühstück packen wir in aller Ruhe alles zusammen und machen uns auf den Weg. In Greymouth gibt es einen Spark Store. Hier wollen wir uns jetzt endlich neues Datenvolumen checken. Eigentlich gleich eine neue Prepaid SIM. Ein (1) !! weiteres Gigabyte bei Vodafone kostet nämlich 20 NZD. Nein danke. Wir entern den Shop. Ein Mitarbeiter gibt uns einen Zettel mit den diversen Angeboten. Wir entscheiden uns für die 50 GB Data Only Variante. Mit dieser werden wir den Glocal Me bestücken und so quasi immer ein mobiles Pocket W-Lan im Camper haben. Unsere Vodafone SIM Karten haben wir immer noch – zum Telefonieren. Der große Vorteil der Vodafone SIM Karten ist, dass Social Media Daten unbegrenzt verfügbar sind. Sowie weiterhin unlimitiert Text & Talk. Also WhatApp, Facebook und Snapchat gehen unbegrenzt weiter. Das bringt uns für den Blog leider nichts und deswegen brauchen wir jetzt neues mobiles Datenvolumen. Die Lady im Shop hat keinen Stress und braucht ziemlich lange für die Prozedur. Das 50 GB Paket geht anscheinend nicht so oft über den Tresen. Dann funktioniert das Kastl für die VISA nicht. Wir müssen zum Bankomaten und Bargeld holen. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist der Einkauf endlich erledigt. Dann gehen wir gleich zum Camper und probieren aus, ob die neue SIM Karte eh Hotspot fähig ist. Es funktioniert nicht gleich. Wieder retour zum Shop. Dort ist jetzt wieder eine Schlange vor uns. Wir probieren es nochmal im Shop. Dann funkt es endlich. Okay. Die ganze Besorgungstour hat uns eine ganze Stunde Zeit gekostet. Jetzt geht die heutige Tagesfahrt endlich los. Die Pancake Rocks sind unser nächstes Ziel. Eine gute halbe Stunde fahren wir bis dorthin. Heute fahren wir den ganzen Tag auf der Coast Road. Eine herrliche Küstenstraße. Am Parkplatz bei den Pancake Rocks angekommen, parken wir den Camper. Eh klar. Was sonst. Hier ist anscheinend einiges los. Es gibt ein Kaffeehaus und ein paar Stände. Hier werden die Kunden mit Pfannkuchenvariationen in die Lokale gelockt. Da hat sich wohl jemand was überlegt. Wir schauen uns zuerst mal die Pancake Rocks an. Die sind aufgebaut, wie ein Stapel Pfannkuchen. Aus sehr vielen Gesteinsschichten bestehen die Felsen hier. Es gibt einen netten Rundwanderweg. Das Meer ist hier sehr stürmisch und die wilden Wassermassen preschen gegen die Felsen. Auch einige Blowholes kann man wieder bewundern. Unsere dritten Blowholes auf unserer Reise. Nach Hawaii und Australien. Immer wieder spektakulär. Als wir mit der Runde fertig sind, überlegen wir tatsächlich wegen der Pancakes. Die wären jetzt echt geil. Aber wir verzichten dann schließlich und haben somit das Marketing besiegt. Weiter geht die wilde Fahrt. Fast eine weitere Stunde sind wir jetzt bis zum Cape Foulwind Walkway unterwegs. Was gibt es dort zu sehen? Eine Seehunde-Kolonie. Das müssen wir uns anschauen. Während der Fahrt hören wir Musik und diverse Podcasts. In der Bay angekommen, treffen wir gleich kurz nach dem Parkplatz das bayrische Paar wieder, die wir schon in Haast kennengelernt haben. Immer wieder treffen wir die Beiden seither. Auch hier wieder ein kurzer Smalltalk. Dann gehen wir eine Runde auf einem Küstenweg entlang. Per Fernglas sehen wir die Seehunde in der Sonne auf einer felsigen Insel vor der Küste chillen. Einige süße Jungtiere sind da auch dabei. Außerdem beobachten wir ein paar unterschiedliche Möwenarten und Wekarallen. Diese „Wekas“ sehen fast aus wie Kiwis. Aber nur fast. Die sehen eigentlich aus, wie eine Mischung aus Ente und Möwe. Auch hier bei der Bay sind wir in einer halben Stunde fertig. Heute ist es meistens sonnig und es hat um die 15 Grad. An der Küste ist es immer etwas kühler, als im Landesinneren. Der Tag vergeht schnell. Eigentlich ist unser nächstes Ziel jetzt schon nur mehr der Campground in Murchison. Diesen haben wir auf dem Campermate App gefunden. Bis dorthin müssen wir jetzt noch 110 Kilometer zurücklegen. 1,5 Stunden Fahrt, sagt Google Maps. Die Küstenstraße ist kurvenreich und es geht viel bergauf und bergab. Eine anspruchsvolle Fahrt. In Murchison angekommen, suchen wir uns den Campground. Wir haben nicht reserviert. Das ist hier kein Problem. Es gibt noch Plätze. Die Dame im Office ist sehr relaxed drauf. Sie freut sich über unsere Ankunft und wir bekommen noch ein nettes Platzerl. Einige blutsaugende Insekten sind hier unterwegs. Nach der üblichen Campingplatz Eincheck-Routine gehen wir gleich mal duschen und tragen danach wieder den Bushman Insektenschutz auf. Ein Stellplatz mit Strom ist es wieder geworden. Wir laden alle Akkus – gleich im Camper – und beginnen danach mit dem Kochen in der Campground-Küche. Es gibt Kürbiscreme Suppe. Danach noch griechischen Salat und Erdäpfel mit Tomaten-Bohnen-Eintopf. Wir essen auf der Terasse der Küche und haben einen netten Ausblick auf einen vorbeifließenden Fluss. Während wir die Suppe Essen, kommen wieder die beiden Bayern vorbei. Wieder kurzer Smalltalk. Sie setzten sich dann anschließend mit einem Bier zu uns an den Tisch. Wir bekommen gleich ein Bier spendiert. Schoos (Georg) und Anneliese heißen die Beiden. Schoos ist schon in Pension. Er hat sein ganzes Leben lang in einem Atomkraftwerk gearbeitet. Anneliese ist bei der Sparkasse in Bayern. Ihr ganzes Leben lang sind sie schon viel gereist. Auch zu Hause besitzen sie ein Wohnmobil und waren damit schon in Schweden und natürlich in Italien etc. Gute 1,5 Stunden unterhalten wir uns mit unseren deutschen Camperkollegen. Ein netter Plausch. Nach dem Abwasch verziehen wir uns in den Nissan und heizen uns ein. Die Tagesberichte werden geschrieben und der Blog wird aktualisiert. Ein paar Backups sind auch wieder mal notwendig. Das Internet von Spark über den Glocal Me via Hot Spot funktioniert großartig. Das W-Lan des Campgrounds lässt leider zu wünschen übrig. Laut der Dame im Office hängen nämlich alle Kinder der näheren Umgebung ebenfalls drin und streamen Netflix und diverse Spiele. Na dann – Kein Wunder. Ein schöner Tag war das wieder. Viel gesehen, wieder viel erlebt. Die notwendigen Kilometer haben wir ebenfalls zurückgelegt. Morgen fahren wir Richtung Abel Tasman National Park
Gefahrene Kilometer: 227
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Die Aussicht neben der Coast Road…
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Die Pancake Rocks…
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Pancake Rocks…
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Blowhole bei den Pancake Rocks…
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Die Küste bei den Pancake Rocks…

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