Queenstown, Wanaka und Glendhu Bay…

Tag 134 // Die Nacht war warm und angenehm. So gut wie heute haben wir schon länger nicht mehr geschlafen. Einfach herrlich. Wir stehen um 8:15 auf. Nicht erst um 9:30 Uhr, so wie die meisten Wiener. Wir wollen ja was vom Tag haben und produktiv sein. Deswegen geht Eveline jetzt mal schwimmen. In den 10 Grad kalten und zu 99,9% reinen Lake Wakatipu. David geht da lieber nicht mit. Er will nicht riskieren, dass der Lake dann vielleicht nur mehr zu 99,8 % rein ist. Dann steht er vielleicht unrühmlicher weise in einer Randnotiz im Lonely Planet. Also kümmert sich David um den Kaffee, während sich Eveline im See erfrischt. Schnell ist Eveline wieder fertig mit dem morgendlichen Bad. Der Kaffee ist dann auch schon fertig. Wir frühstücken ganz gemütlich neben unserem Camper. Es ist etwas windig, aber nicht kalt. Es hat ungefähr 20 Grad. Das heutige Frühstück ist nicht so üppig, wie sonst. Wir haben kein Joghurt mehr. Nur mehr 2 Schnitten Brot, dazu jeder eine Banane und eine Kiwi. Einkaufen fahren steht heute also mal ganz oben auf der Tagesordnung. Kurz nach 10 Uhr verlassen wir den Campground beim Twelve Mile Delta in Richtung Queenstown. Endlich. Queenstown. Schon so oft haben wir diese Stadt erwähnt. Jetzt fahren wir aber so richtig dort hin. Nicht nur ein Stromkabel kaufen. Nein. Jetzt fahren wir Lebensmittel einkaufen. In Queenstown ist richtig viel los. Viele junge Menschen auf der Straße, viele Backpacker und Camper. Es erinnert uns ein bisschen an Byron Bay an der australischen Ostküste. Hier geht die Post ab. Viele Lokale und Geschäfte. Wir suchen einen Supermarkt. Welchen nehmen wir diesmal? Ein Fresh Choice wird es heute. Der liegt etwas abgelegener. Weiter drin im Zentrum finden wir sowieso keinen Parkplatz. Hier beim Fresh Choice kaufen eher die Locals ein. Wir sehen während dem Einkaufen kaum Touristen. Zumindest keine auffälligen Touristen, Camper oder Backpacker. Oder wir haben mittlerweile unseren geschulten Blick dafür verloren. Egal. Wir gehen jetzt einkaufen. Einen ATM gibt es auch in dieser Filiale. Ein bisschen Bargeld sollte man immer dabei haben, für die diversen wilden Campgrounds. Also erledigen wir das Geldabheben auch gleich. Danach kaufen wir richtig fett ein. Das Wägelchen ist voll. Das sollte wieder für einige Zeit reichen. Unsere Kühlbox kühlen wir übrigens seit einiger Zeit schon mit eingefrorenen 1,5 Liter Plastikflaschen. Diese füllen wir vor dem Einfrieren in den Gefrierschränken der diversen Campgrounds natürlich noch mit Wasser. Nur die Flaschen alleine kühlen dann doch nicht so gut. Einkauf erledigt. Um 14 Uhr sollen wir beim Zahnarzt sein. Wir verstauen den Einkauf im Camper und checken mal unsere Nachrichten. Wir haben endlich wieder Empfang hier in der City. Dann per Mail die Nachricht an David, dass der Zahnarzt erkrankt und der heutige Termin abgesagt ist. Geh bitte net. So ein Scheißdreck. Wir haben quasi unsere halbe Reise um diesen Zahnarzttermin herum geplant. David ruft mal in der Ordination an. Leider die Bestätigung. Ein neuer Termin geht sich erst nächste Woche aus. Aber nur für den Zahnarzt, nicht für uns. Wir müssen nämlich Richtung Norden weiter. Die Fähre zur Nordinsel geht schon in 8 Tagen von Picton weg. Was solls. Schmerzen sind gottseidank keine da. Trotzdem wäre es nicht schlecht, den Zahn zu reparieren. Auf Fiji oder in Japan wird es nicht einfacher werden und wir wollen nicht riskieren, dass die ganze Sache akut wird, wo es besser nicht akut werden sollte. Na ist jetzt egal. Wir korrespondieren noch mit der Versicherung in Österreich wegen den weiteren Möglichkeiten. Danach fahren wir noch eine Runde durch Queenstown. Eveline hüpft bei einer Bäckerei aus und kauft leckere Brötchen, Brot und einen edlen Donut. David wartet derweil im Auto, auf einem sonst kostenpflichtigen Parkplatz. Danach verlassen wir Queenstown wieder. Ja stimmt, lange waren wir nicht hier. Aber wir wollen weder Fallsschirmspringen, Banana-Boot fahren oder sonstige lustigen Sachen unternehmen. Alles schon erledigt. Party haben wir auch schon genug gemacht in unserem Leben. Wir sind wegen der Landschaft hier. Und die gibt es dann erst wieder außerhalb der diversen Städte. Getankt wird dann noch kurz vor der Stadtausfahrt. Bei einer Z. Hätten wir das auch noch erledigt. So, jetzt geht es weiter nach Wanaka. Während der Fahrt verputzen wir die Cranberry Brötchen und den Donut. Einfach edel. Beides schmeckt edel. Das war unser nachträgliches Frühstück. Wir halten dann in Cardrona für eine Pipi-Pause. Am Ortsende von Cardrona gibt es einen Zaun zu bewundern, der voll mit BHs behängt ist. Mit Büstenhaltern quasi. Der Cardrona Bra Fence. Ein Projekt der New Zealand Breast Cancer Foundation. Zumindest wird diese damit unterstützt. Interessant. Jetzt geht’s aber weiter nach Wanaka. Was gibt es dort so? Ein nettes Städtchen ist das. Eigentlich wollen wir uns nur ein paar Infos zu Wanderungen bei einem i-Site Infocenter holen. Das machen wir auch und wir bekommen wieder einmal eine halbwegs gute Auskunft und eine weitere Karte. Eine richtige Straßenkarte kaufen wir jetzt auch endlich. Erledigt. Es gibt hier in Wanaka einige Stores und Lokale. Eveline sucht schon seit längerem eine neue Regenjacke. Ihre alte ist nicht besonders dicht, was für eine Regenjacke eher kontraproduktiv ist. Eine spezielle Patagonia hat es ihr ganz besonders angetan. Also suchen wir nach einem Shop, der Patagonia Bekleidung führt. Wir finden zwar einen entsprechenden Shop und sogar die passende Jacke, nur leider ist die perfekte Farbe nicht verfügbar. Als Entschädigung gönnen wir uns jetzt ein Patagonia Schoko Eis. Ja, das gibt es auch. Sogar ein ganz fettes riesiges Lokal, das Patagonia Chocolate heißt. Eine Kugel Patagonia Dark Chocolate Macadamia für David und eine Kugel Patagonia White Chocolate Hazelnut für Eveline. A Cone please. Das Eis schmeckt uns sehr gut, der selbstgemachte Cone ist dann nicht ganz so unser Fall. Zu hart und zu dick. Da haben wir schon mal bessere gegessen. Frisch gestärkt und informiert geht es jetzt zum Glendhu Bay Motor Campground. Dort checken wir um 15 Uhr ein. Wir hatten keine Reservierung. Aber der Campground ist riesig und wir bekommen ohne Probleme einen Stellplatz zugewiesen. Danach machen wir es uns gemütlich. Die Lebensmittel werden eingekühlt und wir laden alle elektronischen Geräte in der Küche. Nebenbei beginnen wir mit dem Kochen. Eveline zaubert heute wieder ein Weltklasse Abendessen. Gebratene Hühnerstreifen mit Spiralnudeln und Carbonara Sauce, dazu noch Brokkoli-Karotten-Kartoffelgemüse aus dem Wok. Einfach traumhaft. David kümmert sich um den Blog. Nach dem Abendessen widmen wir uns den Tagesberichten und wir lernen noch ein älteres Pensionisten-Ehepaar aus Vorarlberg kennen, die im Vorbeigehen unseren Camper bewundern und dadurch mit uns ins Gespräch kommen. Wir tauschen uns bezüglich Reiserouten und Aktivitäten aus. Morgen wollen wir früh auf eine Wanderung unternehmen…
Gefahrene Kilometer: 100
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Der Cardrona Bra Fence…

Wir finden doch noch etwas von Patagonia…

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