Arrowtown, Queenstown, Glenorchy und Camping am Twelve Mile Delta…

Tag 133 // Wir stehen um 8:15 Uhr auf. Eveline kümmert sich um das Frühstück, während David duschen geht. Eine super Aufteilung, wie David findet. Die Duschen sind sehr sauber und es gibt unendlich warmes Wasser. Wir frühstücken im Freien und genießen die Morgensonne. Es schaut nach einem herrlichen Tag aus. Nach dem Abwasch räumen wir den Camper ein und verlassen kurz nach 10 Uhr den Mossburn Country Park. Ein wirklich feiner Campingplatz. Den können wir nur weiterempfehlen. Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt. Jetzt geht es auf den letzten Kilometern der Southern Scenic Route neben dem Lake Wakatipu entlang. Der drittgrößte See Neuseelands. Unser erster Stopp des Tages ist das Amisfield Bistro & Cellar Door. Ein edles Weingut. Hier wollen wir für Davids bevorstehenden Geburtstag ein gutes Flascherl besorgen. Wir betreten den Laden. Wir fallen fast nicht auf. Unser Anliegen erklären wir dem Typen, der normalerweise die Tische für das Bistro einteilt. Er schickt uns in einen Raum nebenan. Dort lagern schon die edlen Bouteillen. Wir verkosten einige Weine und entscheiden uns für einen Rosé. Die Sauvignon Blanc sind uns hier zu sauer und die Rieslinge zu süß. Der Rosé ist auf jeden Fall sehr gut. Eine halbe Stunde später parkt sich ein bunter Escape Nissan Camper zwischen diversen Audis und BMWs aus und verlässt das feine Weingut wieder. Erfolgreich geshoppt. Nächste Station auf unserer heutigen Fahrt ist Arrowtown, eine Goldgräberstadt. Ein bisschen historisch angehaucht und ein bisschen wie eine Westernstadt. Dort parken wir uns ein und schauen uns mal um. Ein Goldgräbermuseum soll es hier laut dem Lonely Planet geben. Wir bummeln durch die Hauptstraße und finden schließlich das Museum. Ein sehr nettes Städtchen ist das hier. Bestimmt ist auch das Museum dementsprechend liebevoll gestaltet. Und wir haben Recht. Das Museum ist wirklich sehr nett. Zahlreiche Fotos, Exponate und Filme aus und über die Zeit des Goldrausches gibt es hier zu bestaunen. Wir mögen solche Museen. Wirklich sehr fein. Sehr relaxed das Ganze. Nach einer Stunde sind wir wieder draußen aus dem Lake District Museum von Arrowtown. Wir marschieren die Straße wieder zurück und kaufen Früchte bei einem Obststand. Einen Liquor Store gibt es hier auch. Wir kaufen 4 Dosen Bier. Danach gehen wir noch in die vom Lonely Planet empfohlene Bäckerei. Hier gönnen wir uns jetzt einen Pie. Bolognese für Eveline. Steak, Bacon and Cheese für David. Die Pies schmecken sehr gut. Ein willkommener Snack. Sehr warm ist es heute. Die Sonne scheint und wir sind seit längerer Zeit wieder einmal mit kurzer Hose und T-Shirt unterwegs. Das tut richtig gut. Der Camper wird wieder in Betrieb genommen und weiter geht’s. Queenstown ist unser nächstes Zwischenziel. Wir wollen heute hier eigentlich nur durchfahren. Doch wir sehen ein Elektrofachgeschäft und bleiben deswegen stehen. Vielleicht bekommen wir hier unser Elektro-Kabel für den Camper. Wir sind jedoch leider nicht gleich erfolgreich und werden in ein anderes Geschäft weitergeschickt. Dort schaut die ganze Sache schon um ein ganzes Eck professioneller aus. Ideal – der Name ist Programm. Der Typ am Schalter scheint sich auszukennen und wir bekommen endlich unser Kabel. Zwar nicht genau das Gleiche, aber es wird schon so passen. Die Auswahl war jetzt nicht so sonderlich groß. Genauer gesagt, hat es nur mehr diese eine Kabel für Campervans gegeben. Die Rechnung heben wir besonders gut auf. Ganze 230 NZD hat das Spezialkabel gekostet. Damit hätten wir auch nicht gerechnet. Aber das Geld werden wir ja hoffentlich wiedersehen. Nein. Ganz bestimmt werden wir das Geld wiedersehen. Hätten wir das also endlich auch erledigt. Die nächsten Campingplätze mit Stromversorgung können wir also endlich voll ausnützen. Nächstes Ziel ist Glenorchy. Eine kleine 350 Einwohner Stadt. Hier soll man sehr schön spazieren gehen können und es ist quasi das Ende des riesigen Lake Wakatipu. Als wir uns einparken und den Spaziergang beginnen wollen, beginnt es leicht zu regnen. Wir brechen daraufhin den Spaziergang wieder ab und fahren mit dem Camper zum Ufer des Lake Wakatipu. Von einem wunderschönen Steg aus hat man hier das perfekte Seepanorama vor der Nase. Wir genießen die Ruhe und die traumhafte Seekulisse. Der Lake Wakapitu hat laut Lonely Planet übrigens einen Reinheitsgrad von 99%. Kaum vorstellbar. Nein, auf Wikipedia steht diese Info leider nicht. Das Wasser ist wirklich sehr klar und fühlt sich weich an. Die Temperatur beträgt gerade mal 10 Grad und ist ganzjährig gleichbleibend. Was es nicht alles gibt. So. Genug Programm für den heutigen Tag. Wir machen uns jetzt auf die Suche nach einem Campground für die heutige Nacht. Das Campermate App wird wieder einmal zu Rate gezogen. Zwei kostenlose Campgrounds gibt es auf dem Weg retour Richtung Queenstown. Wir schauen uns einen davon an. Dieser ist wirklich wunderschön gelegen. Direkt am Ufer des Wakatipu. Doch als David kurz aussteigt, um die Lage genauer zu erkunden, ist er von einem Schwarm Sandmücken umgeben und wird an den unmöglichsten Stellen gebissen. Auch die Fahrerkabine ist gleich in kurzer Zeit voll mit den Viechern. Das macht dann eher keinen Spaß, den restlichen Tag hier zu verbringen. Wir fahren also gleich weiter. Im Campermate App wäre das mit den Sandflies sogar in den Kommentaren der Nutzer gestanden. Aber wir haben uns jetzt eben selbst davon überzeugt. Es stimmt. Okay. Der nächste Campground hört sich da in den diversen Bewertungen und Kommentaren schon besser an. Weniger Sandmücken angeblich. Der kostet zwar etwas, aber das ist es uns wert. Der Twelve Mile Delta Campground wird jetzt also angesteuert. Hier ist einiges los. Die Lage ist ebenfalls top. Ebenfalls gleich direkt beim See. Umgeben von Bergen. Eine schöne Location. Eine Szene aus Der Herr der Ringe wurde angeblich gleich in der Nähe gedreht. Wir finden ein schönes Plätzchen. In der Abendsonne stellen wir unseren Campingstisch auf. Ein warmer und angenehmer Abend. So gut wie keine Sandmücken oder sonstige Insekten. Wir kochen eine Packerlsuppe und danach gibt es noch die aufgewärmten Reste des gestrigen Abendessens. Dazu gibt es wieder mal ein Bier. Schmeckt nicht schlecht, aber wir sind noch immer nicht ganz von den neuseeländischen Braukünsten überzeugt. Bis jetzt haben wir kein Bier getrunken, wo wir gleich gesagt haben: Geil! Aber vielleicht kommt das ja noch. Wir werden auf jeden Fall weiterforschen. Dann kümmern wir uns um die Tagesberichte. Einen kleinen Abendspaziergang zum See und über den restlichen Campground unternehmen wir schließlich auch noch, bevor die Sonne untergeht. Ein schöner und gemütlicher Tag war das. Morgen geht es nach Queenstown. Dort werden wir einkaufen und David wird den Zahnarzt aufsuchen. Der Abend ist sehr warm heute. Auch nach dem Sonnenuntergang ist es noch warm. Das hatten wir jetzt schon lange nicht mehr. So gefällt uns das. So soll es sein, so soll es bleiben. Camperleben der Extraklasse. Uns geht es wirklich verdammt gut. Life is good…
Gefahrene Kilometer: 233
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Goldgräber-Museum in Arrowtown…

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Aussicht auf den Lake Wakatipu auf dem Weg Richtung Glenorchy…

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Leichter Regen in Glenorchy…

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Lake Wakatipu etwas düsterer…

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Der See vom Steg aus gesehen…

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Der Steg in Glenorchy…

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