Der letzte Tag im Outback…

Tag 99 // Taaagwacheeeee! Follow the Sun ertönt leise um 3:45 Uhr. Eine sehr angenehme zweite Nacht war das hier im Outback. Wir haben sehr gut geschlafen. Der Wind machte die Temperaturen mehr als erträglich, bis hin sogar zu  sehr angenehm. Der dünne Hüttenschlafsack aus leichter Baumwolle war mehr als ausreichend. Als Unterlage für David diente der Swag und ein normaler Schlafsack. Eveline bevorzugte das Gittergestell mit einer dünnen Matratze – man könnte auch Feldbett dazu sagen – 50cm über dem Boden. Keine besonderen Zwischenfälle in der Nacht. Keine Dingos, keine Schlangen und keine Insektenattacken. Oder wir waren einfach viel zu müde, um etwas davon mitzubekommen. Wir stehen gleich auf und räumen unsere Feldbetten. In 45 Minuten starten wir Richtung Kings Canyon Walk. Vorher wollen wir noch die notwendige Morgenroutine erledigen und ein bisschen was frühstücken. Der gemeinsame Daypack besteht hauptsächlich aus vollen Wasserflaschen. 6 Liter haben wir insgesamt mit. Sonnencreme, Hut, feste Schuhe und Kameras vollenden die Grundausstattung des heutigen Tages. Der Kings Canyon soll es in sich haben. Kein Schatten und 6 km steiniger Weg. Viele Menschen sind hier schon abgestürzt oder sogar an Herz-Kreislauf Problemen gestorben. Wir müssen am Vortag extra noch eine Notfall-Kontaktperson angeben. Wir starten deswegen so früh, damit wir den Sonnenaufgang sehen und danach gleich möglichst schnell auf den Rundwanderweg starten können, um der größten Hitze auszuweichen. Die Fahrt zum Kings Canyon dauert nicht lange. Doch wir sind ein bisschen zu spät für den Sunrise. Als wir die Stelle erreichen, wo es anscheinend sehr schön sein soll, ist die Sonne schon oben. Aber es ist trotzdem nicht schlecht. Die Wanderung durch den Kings Canyon ist recht angenehm. Die morgendlichen Temperaturen sind es auch. Wir hätten uns nach den unzähligen Sicherheitsunterweisungen einen Kampf ums nackte Überleben vorgestellt. Aber die Wanderung ist für hauptsächlich gelernte Österreicher und Schweizer ein Kindergeburtstag. Auch für die restlichen Teilnehmer der Gruppe stellt die Wanderung kein Problem dar. Zur Mittagszeit möchte man sich trotzdem nicht hier aufhalten. Der Kings Canyon ist schön und sehr beeindruckend. Es erinnert uns hier trotzdem ein bisschen an den Zion National Park. Die gleichen Farben und Gesteinsarten herrschen hier vor. In der Mitte des Rundwanderweges erreichen wir den Garden of Eden. Eine Wasserstelle mit tiefschwarzem Wasser, umgeben von Bäumen und wunderschönen Felsen. Ebenfalls traumhaft schön. Bei einer Pause gibt es von Rachel Müsliriegel und Cookies zur Stärkung. Am Ende der Wanderung zeigt uns Rachel – ja genau, unser Guide hat mittlerweile einen Namen – einen palmenartigen Farnbaum. Nicht besonders hoch, aber schön anzuschauen. Angeblich ist dieser Baum 1000 Jahre alt und zeichnet sich durch eine für Pflanzen ganz besondere Art der Fortpflanzung aus. Am Ende des Tracks gibt es noch eine kollektive Pipipause. Angeblich waren wir laut Rachel die schnellste Gruppe bisher, die bislang hier durch ist. Der Wasserverbrauch liegt ebenfalls weit unter den angeordneten 3 Litern pro Person. Uns soll es so recht sein. Wir fahren jetzt noch einmal retour auf unseren Campground, um fertig zusammenzupacken und aufzuräumen. Währenddessen gibt es Zuckermelone und andere Früchte zur Stärkung. Ein anderer Guide befindet sich auch gerade im Camp. Der von gestern wieder, mit der nächtlichen Unterweisung über Dingos und Ungeziefer. Er ist aus Bayern und er erzählt uns so einiges, wie das hier so ist, wenn man als Guide im Outback arbeitet. Mehr Info, als wir von Rachel freiwillig bekommen haben. Als wir alles erledigt haben und der Bus und der Anhänger vollständig beladen sind, machen wir uns auf Richtung Alice Springs. Dort wird unsere Tour enden. Der restliche Tag besteht also hauptsächlich aus der Busfahrt retour. Zu Mittag halten wir beim Erldunda Roadhouse, wieder bei der Emu Farm, bei der wir schon am Tag 1, bei der Fahrt ins Outback, Rast gemacht haben. Hier gibt es die restlichen altbewährten Sandwiches, die wir uns natürlich selbst zubereiten. Die Emus schauen uns gespannt beim Essen zu und werden kurz vor unserer Weiterfahrt mit den Gemüseresten gefüttert. Im Bus schlafen wir ein wenig und schreiben mal diesen Tagesbericht. Kurz vor 17 Uhr kommen wir wieder bei unserem Hotel in Alice Springs an. Es hat 33 Grad. An der Rezeption des Aurora checken wir erneut ein und holen unser Gepäck aus dem Gepäckraum des Hotels. Der restliche Tag steht nur mehr im Zeichen von Wäsche waschen und Zusammenpacken. Zwei Maschinen bekommen wir voll. Wir bereiten alles für den weiteren Trip vor. Morgen geht es mit einem Inlandsflug ab nach Cairns. 3 sehr spannende und ereignisreiche Tage waren das im Outback. Eine sehr nette Safari, die uns definitiv lange in Erinnerung bleiben wird. Um halb 10 fallen wir müde ins Bett…
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Wanderung beim Kings Canyon Walk…

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Beim Garden of Eden…

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The Domes…

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Macrozamia macdonnellii – angeblich 1000 Jahre alt…

Unsere Reisegruppe…

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