Von Melbourne auf die Great Ocean Road…

Tag 92 // Das Bett in unserem Airbnb Zimmer war sehr gemütlich und wir haben extrem gut darin geschlafen. Wir stehen um 8 Uhr auf und fühlen uns ziemlich fit und erholt. Keine Spur von Jetlag spürbar. Wir gehen gleich mal duschen und packen danach wieder alles zusammen. Die Gastgeberin ist auch schon wach und wir verabschieden uns gleich nach dem Kennenlernen. Ungefähr 9 Uhr ist es, als wir unsere Unterkunft verlassen. Ein kurzes Gastspiel, aber es hat genügt. Mehr als schlafen wollten wir hier nicht. Weiter geht’s. Wir steuern die Great Ocean Road an. Auf der wollen wir die nächsten 3 Tage entlang fahren, dort stehenbleiben, wo es uns gefällt und dann am Sonntag in Adelaide sein. Soweit der Plan. Es gibt sogar ein Visitorcenter für die Great Ocean Road in Geelong. Zwei ältere Damen arbeiten hier. Sie sind sehr nett und geben uns hilfreiche Tipps. Ein paar Landkarten stauben wir ab und ein Sackerl, wo wir die Karten reingeben. Super ist das. Ein spitzenmäßiges Visitorcenter. Eines der besten bis jetzt auf der ganzen Reise. Aber es war auch gerade nichts los und wir bekamen die ganze Aufmerksamkeit der beiden Mitarbeiterinnen. Nächstes Ziel ist Lorne. Ein wirklich süßes Städtchen. Hier wollen wir mal was essen und werden bei einer Noodle Bar fündig. Die Chopstix Asian Noodle Bar. Wir schlagen uns den Bauch voll und nehmen danach noch eine Videonachricht für unsere Eltern auf. Danach fahren wir weiter zu Teddy’s Lookout. Ein netter Aussichtspunkt mit guter Sicht auf die Küste und das Meer. Nächster Stopp ist Kennett River. Dort soll es Koalas zu sehen geben, beim sogenannten Koala Walk. Wir bleiben stehen und sehen einen fetten Baum mit unzähligen Kakadus und Papageien. Enten und Hühner laufen ebenfalls herum. Die Touristen füttern die Vögel und diese sitzen auf ihnen. Perfektes Fotomotiv. Wir Gesellen uns auch kurz dazu. Weiter hinten sehen wir etwas auf einen Baum klettern. Ein fetter Koala. Ein ordentliches Kaliber. Zwei Mädels machen Fotos aus nächster Nähe. Das gefällt dem Tier gar nicht und es verzieht sich langsam und gemächlich ins Gestrüpp. Unser erster Koalabär! Sehr geil. Genug gesehen hier. Weiter auf der Great Ocean Road zu den Hopetoun Falls im Great Otway National Park. Ein ewig langer Feldweg führt uns abseits der Great Ocean Road zu der Stelle mitten im Urwald, von wo aus man noch ungefähr eine Viertelstunde zu Fuß zum Wasserfall gehen muss. Es ist sehr heiß. Fast 35 Grad hat es. Riesige „Farnbäume“ befinden sich am Wegrand. Der Wasserall ist wunderschön. Es hat sich definitiv ausgezahlt, hierher zu fahren. Nach dem 45 minütigen Ausflug zum Wasserfall geht es weiter nach Apollo Bay. Hier halten wir uns gönnen uns einen Kaffee. Diesen trinken wir am Strand, welcher uns nicht besonders gut gefällt. Mit Koffein gestärkt geht es jetzt noch zum Lighthouse bei Cape Otway. Das wollen wir auch heute noch erledigen. Bei der Hinfahrt sehen wir neben der Straße unser erstes Känguru. Klein und grau ist es. Wir können aber nicht stehenbleiben. Aber es sollte nicht unser Letztes gewesen sein. Der Park beim Leuchtturm hat leider schon geschlossen. Macht auch nichts. Auf dem Retourweg sehen wir noch einen weiteren Koala auf einem Baum neben der Straße sitzen. Es hat sich also auch dieser Weg schlussendlich ausgezahlt. Genug Programm für den heutigen Tag. Wir suchen uns jetzt mal unsere Airbnb Unterkunft für die heutige Nacht. Angeblich handelt es sich um eine Hobbyfarm. Als wir nach einiger Zeit Suche fündig werden, entern wir die Farm. Hier sind wir in einer eigenen kleinen Welt gelandet. Ungefähr 5 mittelgroße Hunde empfangen uns frei herumlaufend mit einem lauten Bellkonzert. Wir steigen jetzt fix nicht aus und versuchen einfach mal die Gastgeber anzurufen. Keiner hebt ab. Nach 10 Minuten warten im Auto sehen wir endlich jemanden. Wir lassen das Fenster runter und versuchen, trotz des lauten Gebelles, mit der Dame Kontakt herzustellen. Sie meint, dass wir hier richtig sind und rein kommen sollen. Als wir aussteigen, hört plötzlich interessanterweise das Gebelle auf. Die Hunde sind friedlich. Wir schauen uns mal um. Kühe, Hühner, Truthähne, Fasane, die Hunde und zwei Kängurus. Ein Großes und ein Kleines. Alte verrostete Autos, Lastwägen und Traktoren stehen hier herum. Im Haus und in der Garage schaut es auch nicht besser aus. Aber was solls. Unser Zimmer ist ganz in Ordnung. Es riecht zwar nicht besonders gut, aber wir werden es überleben. Das Badezimmer teilen wir uns auch mit den Gastgebern Vivienne und Robert. Eine Waschmaschine und die Schmutzwäsche stehen hier auch im Bad rum. Durch eine Schiebetür gelangt man vom Bad und Klo direkt in die Küche. Vor unseren Fenstern sieht man in den Hof, wo ebenfalls einige Hunde eingesperrt sind. Auch ein kleiner Welpe wohnt hier. Wir kommen mal an und chillen eine Runde. Danach gehen wir raus ins Freie und schauen uns auf der Farm um. Vivienne erklärt uns einiges zu den Tieren und warum sie zwei Kängurus haben. Die Eltern der Kängurus wurden überfahren und sie haben sie daraufhin gefunden und großgezogen. Schließlich kommt auch Rob nach Hause, Viviennes Ehemann. Mit dem Traktor ist er unterwegs. Er klopft später an unsere Zimmertür und fragt uns, ob wir noch eine Tour mit ihm machen wollen zu einer Stelle im Wald mit vielen Glühwürmchen. Eveline ist begeistert von der Idee. David kommt halt auch mit, zur Sicherheit. Wir fahren mit Robs Auto, dessen Auspuff entweder löchrig oder gar nicht mehr vorhanden ist. Taschenlampen haben wir auch bekommen vor der Abfahrt. Wir sind gespannt. Rob ist ganz okay. Ungefähr 60 Jahre alt schätzen wir ihn. Smalltalk während der Fahrt. „Fuck“ und „fucking“ sind fest in seinem Wortschatz verankert. Als wir zu dem Parkplatz kommen, von wo weg wir dann die kleine Nachtwanderung machen werden, steht da doch tatsächlich ein „fucking chinese Bus“. Aber der fährt schon wieder ab. Gottseidank, wie Rob meint. Weil die Chinesen suchen in großen Gruppen mit ihren Taschenlampen nach den Glühwürmchen. Und das ist natürlich Kontraproduktiv. Die Glühwürmchen-Wanderung ist ganz nett. Wir versuchen ein paar Fotos zu schießen, es funktioniert aber nicht. Danach fahren wir wieder retour. Rob biegt noch in einen Feldweg ein, weil er uns jede Menge freilebende Kängurus zeigen will. Und tatsächlich. Wir sehen ungefähr 20 Kängurus ganz knapp im Lichtkegel des Autos vor uns hüpfen. Somit hat sich auch dieser Ausflug bezahlt gemacht. Jetzt sind wir sehr müde. Es war ein sehr langer und ereignisreicher Tag. In der Unterkunft angekommen, gehen wir gleich schlafen.  Morgen wollen wir auch gleich sehr früh weiterfahren auf der Great Ocean Road…
Gefahrene Kilometer: 349
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Aussicht bei der Great Ocean Road…

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Kakadus sind hier sehr häufig…

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Papagei beim Koala Walk…

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Die Hopetoun Falls…

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