Pearl Harbor und Waikiki Beach…

Tag 89 // Auch heute schlafen wir wieder etwas länger. Um 9 Uhr stehen wir auf und machen uns Frühstück. Evelyns Mann sitzt auf der Couch und schaut Football. Evelyn ist nicht zu sehen. Stört uns nicht. Evelyns Mann kommentiert lautstark das Football Spiel, während wir am Tisch gleich daneben frühstücken. Uns stört es nicht und wir unterhalten uns – auf Deutsch natürlich – über unseren heutigen Tagesplan. Pearl Harbor wollen wir uns heute anschauen. Das ist eigentlich ein Must-See, wenn man schon mal auf O‘ahu ist. Wir sind Beide sehr interessiert an Geschichte, deswegen war dieses Ziel sowieso auf unserer Liste. Wir packen einen Daypack und machen uns auf den Weg. Heute ist Sonntag und deswegen ist der Verkehr relativ überschaubar. Auch bei Pearl Harbor angekommen, staut es nicht und wir bekommen gleich einen Parkplatz. Auch beim Eingang keine Schlange oder Menschenmassen. Am Ticketschalter haben wir auch Glück. Wir erhalten Restposten-Tickets, die kostenlos sind und mit denen man einen Film vorgeführt bekommt. Danach fährt man mit einem Boot zur gesunkenen USS Arizona, die hier im Hafen 1941 mit über 1000 Mann Besatzung von den Japanern versenkt worden ist. Die Leichen wurden nie geborgen und liegen immer noch hier im Hafen in ihrem stählernen Grab. Auch einige Liter Öl laufen noch täglich aus dem gesunkenen Wrack. Der Film ist interessant und dauert 23 Minuten. Danach werden wir zum Boot gebracht und eine Art Parkranger erklärt über den Lautsprecher einige Dinge, während wir zur Gedenkstätte der USS Arizona fahren und danach an der USS Missouri vorbei. Beim gesunkenen Wrack der Arizona kann man noch das auslaufende Öl riechen, als wir vorbeifahren. Ein sehr interessantes Erlebnis. Geschichte hautnah. Doch das war es noch nicht. Hier kann man sich noch viel mehr anschauen. Die weiteren Touren sind jedoch kostenpflichtig und wir besorgen uns Tickets für das Battleship Missouri Memorial und das Pearl Harbor Aviation Museum. Mit dem Shuttlebus fahren wir bis zu den beiden Sehenswürdigkeiten. Dort gehen wir mal auf das Schiff. Hier haben die Japaner 1945 die Kapitulation unterzeichnet und der Zweite Weltkrieg war damit offiziell beendet. Bis 1992 war die U.S.S Missouri noch im Einsatz, unter anderem im ersten Irakkrieg unter George Bush senior. Fast zwei Stunden verbringen wir auf dem Kriegsschiff. Sehr interessant zu sehen, wie es dort an Bord so zugegangen ist und auf welchem engen Raum die Besatzung lebte. Danach fahren wir mit dem Shuttlebus weiter zum Aircraft Museum. Hier kann man alle möglichen restaurierten Flugzeuge der US. Army und Navy besichtigen. Einen Audioguide gibt es immer gratis dazu. Den hatten wir übrigens auch auf der Missouri. Eine kurze Pause muss dann sein, Kaffee und einen „Bread Pudding“ im angrenzenden Café des Museums. Schmeckt sehr gut. Dann geht es zu den Hangars. Diese wurden ebenfalls schon 1941 von den Japanern beschossen. Heute dienen sie als Museum und zur Restaurationswerkstatt der alten Flugzeuge. Heute arbeitet keiner hier, es ist Sonntag. Wir sind hier im Hangar fast alleine. Viele Leute finden anscheinend nicht hierher. Uns soll es recht sein und wir können in Ruhe vom japanischen Kampfbomber Zero bis zur F16 alle Kampfflugzeugtypen aus nächster Nähe bestaunen. Schließlich sind wir hier fertig. Sehr interessant war es hier bei Pearl Harbour. Hat sich ausgezahlt. Mit dem Shuttlebus kommen wir wieder retour zum Parkplatz. Nächstes Ziel ist der Strand  bei Waikiki. Den muss man auch unbedingt mal gesehen haben. Eine halbe Stunde fahren wir bis dorthin. Richtung Honolulu natürlich. Aber auch das geht heute erstaunlicherweise sehr gut. Nur die Parkplatzsuche vor Ort gestaltet sich ein wenig schwierig. Etwas Abseits werden wir aber fündig. Sogar ein kostenloser Parkplatz einfach irgendwo am Straßenrand. Perfekt für uns. Die restlichen 500 Meter gehen wir zum Strand. Hier steht ein Hotel neben dem anderen. Ein Wahnsinn. Hilton, Sheraton usw. Alle sind sie hier vertreten. Wenn man hier am Strand liegt, hat man das Gefühl, dass man von den riesigen Hotelanlagen im Hintergrund erdrückt wird. Der Strand ist voll mit Menschen. Badenden und sich sonnenden Menschen. Einige Surfkurse werden hier angeboten und eine Cocktailbar steht neben der anderen. Wahnsinn was hier los ist. Aber es kommt anscheinend gut an. Wir würden hier keinen ganzen Strandtag verbringen wollen. Ein Strand, mitten in der Großstadt. Wir gehen auf und ab und sehen bei einem Lokal von außen den Auftritt von einer Gruppe Hula-Tänzerinnen. Haben wir das also auch gesehen. Zwar nur von hinten und nur sehr kurz, aber immerhin. Wir begeben uns schließlich auf die Suche nach etwas Essbarem. Das heutige vom Lonely Planet empfohlene Lokal dürfte wirklich gut sein, denn als wir dort ankommen, steht eine – ohne Übertreibung – 20 Meter lange Menschenschlange schon VOR dem Lokal. Das erwarten wir heute nicht mehr. Der Hunger ist zu groß. Gleich gegenüber ist ein Fisch Lokal. Der Paia Fish Market Waikiki. Den entern wir jetzt. Schaut nett aus. Man hat aber Selbstbedienung, wie in einem Fast Food Resaurant. Wir bestellen Teriyaki-Chicken und Fish & Chips. Das Essen nehmen wir auf der Terrasse des Lokals zu uns und beobachten die vorbeiziehenden Menschenmassen, die sich großteils schick gekleidet ins Nachtleben von Waikiki stürzen. Das Essen ist sehr in Ordnung. Wir sind zufrieden mit unserer Wahl. Was Süßes wollen wir jetzt aber auch noch. Und hierfür empfiehlt der Lonely Planet Leonard’s Bakery. Dorthin müssen wir jedoch fahren und somit machen wir uns mal auf die Suche nach unserem Beetle. Wir werden fündig und er steht noch an Ort und Stelle. Ohne Parkkralle oder Strafzettel. Na bitte. Auf geht’s zur Bäckerei. 10 Minuten fahren wir hierhin durch Honolulu. Die Reklametafel der Bäckerein erinnert uns ein wenig an Las Vegas oder an die Route 66. Die Tafel ist laut Reiseführer aus den 50er Jahren. Ein Parkplatz vor dem Laden ist schnell gefunden. Hier ist auch die Hölle los. Das Lokal ist voll. Sehr viele Einheimische stellen sich hier an. Ein Geheimtipp anscheinend wieder einmal. Viele Touristen sind da nicht unter den Wartenden dabei. Was nehmen wir? Eindeutig Malasadas. Laut Wikipedia wurden diese hier durch portugiesische Einwanderer auf Hawaii berbreitet. Eine Art Krapfen. Auf jeden Fall sehr ähnlich. Germteig wird in heißem Fett herausbebrutzelt und mit verschiedenen Toppings oder Füllungen veredelt. Wir nehmen einen bunten Mix aus allen angebotenen Varianten. 5 Stück. Original, 2x Cinnamon, Li-Hing und Orignial Puff mit Coconut. Eine edle rosa Pappbox bekommen wir auch dazu. Und das Ganze ist ziemlich preiswert, für das, was man bekommt. Für Hawaii Verhältnisse halt. Nur 7 Dollar für 5 fette und frische Malasadas. Die lassen wir uns jetzt gleich auf dem Parkplatz schmecken. Warm sind sie besonders leiwand. Danach fahren wir retour zur Unterkunft. Kein Stau und keine Rushhour heute. Es ist außerdem schon ziemlich spät. Um halb 9 kommen wir beim Quartier an. Evelyn und ihr Mann sitzen noch in der Einfahrt. Wir plaudern ein bisschen. Evelyn war den ganzen Tag am Golfplatz und ihr Mann hat den ganzen Tag einfach nichts gemacht. Sein Football Team hat übrigens gewonnen. Wir vermuten, es handelt sich dabei um die Green Bay Packers. Wir erzählen von Pearl Harbor und Evelyns Mann erzählt uns daraufhin, dass er Elektriker ist und auf der USS Missouri alle Lampen gegen LEDs getauscht hat und dass ihn die Putztrupps deswegen nicht mögen, weil man jetzt auf Grund des besseren Lichtes viel genauer putzen muss, als vorher. Zehn Minuten weiteren Smalltalks später, hautpsächlich über Rushhours in Honolulu und unsere weitere Reise nach Australien, wünschen wir den Beiden einen schönen Abend und verziehen uns auf unser Zimmer. Wir schreiben noch ein wenig an den Tagesberichten und checken ein paar Sachen für Australien. Danach schauen wir eine Folge „Game of Thrones“ und gehen erst ziemlich spät – nach Mitternacht – schlafen. Morgen wollen wir mal gar nichts unternehmen. Wir sind fertig mit O’ahu und somit mit Hawaii. Der morgige Tag steht ganz im Zeichen organisatorischer Dinge. Wir werden das Internet nutzen und noch einmal alle Reservierungen und die Route durchchecken. Der heutige Tag war sehr interessant und wir sind sehr zufrieden. Pearl Harbor können wir nur jedem empfehlen, der eine Hawaii-Reise macht und an Geschichte interessiert ist. Für Waikiki genügt auf jeden Fall ein halber Tag…
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Der Eingang bei Pearl Harbor…

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Das USS Arizona Memorial…

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Die USS Missouri…

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An Deck der USS Missouri…

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Im Hangar des Pearl Harbor Aviation Museum…

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Pearl Harbor Aviation Museum…

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Der Strand bei Waikiki kurz vor Sonnenuntergang…

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Sonnenuntergang beim Strand von Waikiki…

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