Von Maui nach O‘ahu…

Tag 87 // Der Wecker läutet um 6:30 Uhr. Später als gestern, aber immer noch früher, als gewohnt. Das heutige Programm lautet: Bei Doug auschecken – Auto bei Alamo retour geben – mit dem Shuttle zum Flughafen fahren – rechtzeitg den Flug nach O‘ahu nehmen – neues Auto bei Alamo in Honolulu abholen – Airbnb Unterkunft beziehen – den Tag ausklingen lassen. Punkt 1 ist schnell erledigt. Doug pennt noch. Den werden wir also leider nicht mehr sehen. Eveline bereitet uns ein letztes Frühstück in Maui und David packt derweil den Rest. Das MacBook lief die letzten Tage und Nächte durchgehend wegen unseren iCloud-Backups. Dougs Internet war nicht schlecht und ziemlich stabil. Das mussten wir unbedingt ausnutzen. Jetzt wird die Kopierstraße wieder abgebaut und alle Kabel und Platten im Medienrucksack verstaut. Nach dem Frühstück beladen wir den Ford und machen uns auf den Weg zu Alamo. Die Rückgabe funktioniert wie immer reibungslos. Nichts gibt es hierbei zu beanstanden. Diesmal haben wir das Auto mit einem viertelvollen Tank retour gegeben und für das Auffüllen im Voraus bezahlt, weil der Sprit bei Alamo billiger war, als überall anderswo auf Maui. Der Typ am Schalter hat uns noch dazu geraten. Trotzdem in unserem Fall eine nicht so gute Idee, wie sich im Laufe des Tages noch herausstellen wird. Der Shuttlebus zum Flughafen steht schon bereit und wir fahren gleich nach dem Einsteigen los. Zehn Minuten später erreichen wir den Flughafen. Wir geben das Gepäck auf und stellen uns danach beim Sicherheits Check an. Alles schon Routine. Der Check von Davids Rucksack dauert diesmal wieder einmal länger. Ein paar Teile werden extra ausgepackt und kontrolliert. Das war jetzt schon länger nicht mehr der Fall. Aber wir haben Zeit. Wir sind früh genug dran. Es ist erst kurz vor 9 Uhr und der Flieger geht um 10 Uhr. Als wir durch sind, chillen wir noch beim Gate und nutzen das vorhandene W-Lan des Airports. Ein bisschen wird im Reiseführer gelesen und dann geht es auch schon los. 40 Minuten später landen wir in Honolulu. Die letzte Hawaii-Insel unserer Reise. Die nächsten 4 Nächte werden wir hier verbringen. Und während des Tages haben wir auch vor, etwas zu unternehmen. Das Gepäck ist auch gleich gefunden. Alles da, wie fein. Gleich mit dem Shuttle zu Alamo. Ein riesiger Bus, ganz für uns alleine. Keine 2 Minuten hält der Bus vor dem Terminal, wir steigen ein und er fährt ab. Feine Sache. Bei Alamo auch wieder die übliche Prozedur. Wir erkundigen uns jetzt genauer wegen des Tanks. Hier ist der Preis gleich wie draußen überall. Aber man bezahlt im Voraus für eine volle Tankfüllung. Das heißt eigentlich, dass man draufzahlt, wenn man das Auto mit Sprit im Tank retour bringt. Also lassen wir das alles bleiben. Keine Extrawürschteln. „No Frills“ würde Doug sagen. Nur unser reserviertes, kompaktes Auto bitte. Das sollten wir jetzt bekommen. Draußen am Alamo Parkplatz stehen wir vor der Wahl zwischen zwei VW Beetle Cabrios und einem Mini Cooper Cabrio. Wir entscheiden uns nach langem hin und her für den weißen VW Beetle. Eigenlich nur wegen des Kofferraumes, wo wir unsere beiden Rucksäcke hineinbekommen. Der andere Beetle wäre grau gewesen, aber ein graues Auto hatten wir schon. Wegen der Abwechslung warads. Der Mini hätte uns sonst auch sehr gut gefallen. Ein netter Flitzer der neue Beetle. Automatik natürlich. Geht ziemlich gut. Ledersitze hat er auch. Wir sind zufrieden. Wieder ein kleiner Luxusschlitten, aber immerhin kompakter als der Ford. Also folgender Tipp für alle Mietwagen-Reisenden: Wir haben überall das kleinste Heisl gebucht, dass Alamo im Angebot hatte. Außer bei den Jeeps. Jeep ist Jeep. Das muss man im Vorhinein buchen. Aber bei allen anderen hatten wir immer einen Chevrolet Spark gebucht und überall was größeres und feineres bekommen. Einen Chevrolet Spark hatten sie nirgendwo draußen stehen. Also wenn man unbedingt auf das Fahren mit einem Chevrolet Spark scharf gewesen wäre und wegen des Chevrolet Spark einen solchen gebucht hätte, wäre man jedes Mal bitter enttäuscht worden. Aber uns ist es eigentlich wurscht. Günstig muss es sein und es muss uns sicher von A nach B bringen. Wir fahren gleich mal los Richtung neuer Airbnb Unterkunft. Honolulu ist riesig. Eine Großstadt. Der Verkehr hier erinnert uns gleich mal an Los Angeles. 4 bis 5 Spuren auf der Autobahn hier und es ist extrem viel los. Also hier würde man nicht wohnen wollen. Viel Müll liegt auf der Straße und man sieht viele Obdachlose. Wir schauen mal, dass wir aus der Stadt wegkommen. Eine halbe Stunde fahren wir bis nach Nānākuli. Dort befindet sich unser Airbnb. Auf dem Weg bleiben wir noch bei einem Market stehen. Ein einheimisches Lebensmittelgeschäft. Es wirkt ein bisschen heruntergekommen. Wir kaufen Bananen und Süßigkeiten. Das gesuchte Joghurt und Trinkwasser in Gallonen bekommt man hier nicht. Also fahren wir mal zur Unterkunft. Mit Google Maps finden wir diese gleich. Die Gegend hier erinnert uns ebenfalls an unser letztes Airbnb in Los Angeles. Sehr heruntergekommen. Viele reiche Leute wohnen hier nicht. Aber das Airbnb scheint okay. Ein automatisches Tor öffnet sich und Evelyn, unsere Gastgeberin kommt uns entgegen und weist uns ein. Wir parken sogar exklusiv vor dem Hauseingang und hinter uns schließt sich das Tor wieder. Sie und ihr Mann, dessen Namen wir nicht verstanden haben, sitzen in der Einfahrt auf einer Gartengarnitur und haben hier anscheinend ihr „Büro“ aufgebaut. Beide sind anscheinend Raucher und sitzen deswegen wahrscheinlich den ganzen Tag hier draußen. Die Unterkunft ist sauber und schön. Eine ganz normale und schöne Wohnung. Unser Zimmer ist hell und sieht gemütlich aus. Das Badezimmer ist sauber und liegt gleich nebenan. Küche, Esszimmer und Waschmaschine dürfen wir alles mitbenützen. Sehr fein. So gefällt uns das. Wir entladen den Beetle und machen uns anschließend gleich wieder auf den Weg. Ein bisschen wollen wir den Tag noch nützen und uns etwas hier anschauen. Aber wir haben noch keinen Plan. Fahren wir mal Richtung Westen. Nach 15 Minuten Fahrt und etwas Reiseführer studieren kommt Eveline zu dem Schluss, dass es hier im Westen genau nichts zu sehen gibt. Also drehen wir um und fahren ganz entspannt noch einmal nach Honolulu retour. Chinatown soll nicht schlecht sein. Dort finden wir bestimmt auch was Gutes zum Essen. Schon in San Francisco hat uns Chinatown sehr gut gefallen. Schauen wir uns mal Chinatown in Honolulu auf Hawaii an. Exotischer geht es nicht mehr. Der Verkehr ist Wahnsinn. Wir parken schließlich in der Nähe von Chinatown bei einer Walmart-Tiefgarage. Unsere Bummeltour durch Chinatown dauert nicht besonders lange. Es ist schlicht scheiße hier. Das mieseste Chinatown, das wir bis jetzt besucht haben. Sehr heruntergekommen, viele Geschäfte und Lokale stehen leer. Zurück zum Walmart und dort wird für das Frühstück eingekauft. Joghurt, Butter, Bagels, Mango. Wasser bekommen wir gefiltert beim fetten Kühlschrank in unserer Unterkunft. Ein edles Teil. Das Wasser schmeckt sehr gut. Und es spart uns auf jeden Fall den Wasserkauf in Gallonen. Generell soll das Leitungswasser hier sehr gut sein. Jetzt sind wir bereits sehr hungrig und steuern einen Liquor Store namens Tamura’s an, der laut Lonely Planet das beste Poke in Honolulu hat. Na wir sind gespannt, lieber Lonely Planet. Tatsächlich befindet sich ganz im hinteren Eck des Schnapsladens eine Theke mit frischem Fisch. Und natürlich kann man auch hier Poke Bowls erstehen. Der junge Mann ist freundlich und berät uns geduldig. Nicht alle Poke sind gleich. Als wir unser Abendessen bei der Kasse bezahlen, fragt uns die Kassiererin, woher wir kommen, weil wir einen Akzent haben. – Austria. – Oh Australia – No AUSTRIA in Europe. – Ohhh Austria. Sound of Music? Wir müssen uns unbedingt Sound of Music mal anschauen, damit wir endlich wissen, was die Amis daran so geil finden. Die Kassierin fragt außerdem noch, ob es stimmt, dass man Österreich als normaler Tourist gar nicht besuchen kann, weil es in Privatbesitz ist. Sie hat das schon von vielen Seiten gehört. Hahaha… Naja, sie hat ja nicht ganz unrecht. Wenn das die Österreich Werbung wüsste. Wir verneinen, bezahlen und verabschieden uns. Von jetzt an stauen wir uns für gute 1,5 Stunden durch Honolulu zurück zu unserer Unterkunft. Los Angeles war ein Dreck dagegen. Dort angekommen, verputzen wir gleich mal unser Abendessen in der Küche. Es scheint außer uns niemand zu Hause zu sein. Oder doch? Man weiß es nicht. Wir fühlen uns auf jeden Fall wie zu Hause und okkupieren die Küche, das Bad und das Wohnzimmer. Hier schreiben wir geraden diesen Tagesbericht. Eine Folge „Game of Thrones“ am Tablet geht sich anschließend auch noch aus. Danach gehen wir schlafen und haben vor, morgen wieder mal lange zu pennen. Unser Programm für O‘ahu hält sich in Grenzen und wir werden uns keinen Stress mehr machen…

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