World Surf League Big Wave Tour bei Jaws Beach und Road to Hāna…

Tag 84 // Eveline steht super ausgeschlafen um 7 Uhr auf. David hat überhaupt nicht gut geschlafen und steht trotzdem ebenfalls auf. Wir frühstücken und wollen danach gleich früh los. Die Road to Hāna wartet auf uns. Da soll man laut Lonely Planet früh starten. Sogar einen Audioguide auf Audio-CD hat uns Doug bei unserer Anreise bereitgestellt, sowie einen Maui Reiseführer. Das kann sich jeder seiner Gäste ausborgen. Wir packen alles zusammen und starten um 8.50 Uhr. Das Wetter hier auf Maui ist übrigens bis jetzt immer sehr heiß. Wärmer als auf Big Island und Kauai. Die Luftfeuchtigkeit ist ähnlich wie auf Kauai, aber nicht so extrem. Wir starten den Audioguide. Dieser teilt uns gleich mal mit, dass wir unbedingt vor dem Trip noch tanken sollen, weil es auf der gesamten Strecke bis Hāna keine Tankstelle gibt. Das erledigen wir also gleich mal in Paia. Dann fahren wir weiter. Auf der Strecke kommen wir bei Jaws Beach vorbei. Hier soll es die höchsten und besten Wellen der Welt geben. Ein berühmter Surf-Spot. Und das beste wieder einmal: Der Contest ist „on“ und die Surf World Tour mit den besten „Big Wave“ Surfern ist hier gerade dabei, den Zuschauern eine Show zu bieten. (Wenn man schnell ist, kann man sier HIER noch den Livestream anschauen. Der Bewerb dauert einige Tage). Ansonsten gibt es HIER ein nettes Youtube-Video, wie das so ausschaut. Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Wir parken den Ford. Von hier an müssen wir jetzt zu Fuß gehen. Mit dem Ford kommen wir nicht mehr weiter. Wir bräuchten einen Jeep. Ein extrem schlammiger Feldweg führt für ungefähr 1,5 Meilen bis zur Klippe, von wo aus man den besten Blick auf den Riesenwellen hat. Dann wollen wir mal. Wir behalten die Nikes an. Flips Flops halten wir für keine gute Idee. Wir sollten Recht behalten. Zahlreiche Leute kommen uns entgegen. Alle sind verdammt dreckig. Und alle schauen auf unsere frisch geputzten Nikes mit den weißen Sohlen. Der Weg wird immer dreckiger und schlammiger. Wir geben nicht auf. Ein Pärchen kommt uns entgegen. David fragt die Beiden, ob es sich auszahlt, den ganzen Weg hinunter zu gehen und ob überhaupt Surfer im Wasser sind. Sie bejahen beide Fragen. Also gehen wir weiter. Big Wave Surfer von der Profi World Tour Live zu sehen, noch dazu bei Jaws, das kann man nicht jeden Tag erleben. Einige Jeeps rutschen an uns vorbei und „überholen“ uns. Einige ziemlich grenzwertige Aktionen sind dabei. Der Weg ist eigentlich nicht befahrbar. Wenn wir mit dem tief gelegenen Ford weitergefahren wären, wären wir bestimmt morgen in der Zeitung gestanden. Einige Autowracks stehen hier auch herum am Wegesrand im dichten Schilf. Sehr Spannend. Da haben es wohl einige nicht mehr nach oben geschafft, denken wir uns. Schließlich kommen wir an das Ende der Schlammstraße. Dort parken einige alte Jeeps, Pickups und ein paar Retro Surf Vans. Wie die alle hierhergekommen sind, weiß keiner. Es graselt ziemlich. Hier geht schon die Party ab. Ein Girlie verkauft Jaws Kappen und T-Shirts aus ihrem Van heraus. Merchandise quasi. Auf den Autodächern und Ladeflächen der Pickups wird das Spektakel im Wasser bewundert. Campingstühle und Ferngläser gehören zur Grundausstattung hier. Wir haben beides nicht dabei. Ungefähr 100 Schaulustige stehen hier rum oder sitzen auf den Jeep Dächern und Pickups. Einige Fotografen sind mit ihren fetten Teleobjektiven am Werk. Im Wasser zählen wir 10 Surfer, 3 Boote und 15 Jet Skis. Darüber kreist ein Hubschrauber. Das wirkt ziemlich professionell. Muss es auch sein. Die Wellen sind gigantisch. Wir sind zwar ungefähr 800 Meter oder noch weiter davon entfernt, aber sobald man eine Welle im Vergleich zu einem Jetski oder Surfer sieht, wird einem bewusst, wie fett die Wellen dort unten sein müssen. Wir geben uns das Spektakel ungefähr eine halbe Stunde. Einige Jungs packen die riesigen Wellen und können sauber darauf dahingleiten. Wiederum andere werden von den Wassermassen regelrecht gefressen. Ein Typ kommt aus der Weißwasser Waschmaschine gar nicht mehr heraus. Er wird reingezogen, sein Bord flattert in der Luft. Dann sieht man nichts mehr von ihm für eine gute Minute. Dann taucht er endlich wieder auf. Erleichterung und Raunen unter den Zusehern. Ein Jet Ski fährt gleich in seine Nähe, muss aber auf halbem Weg wieder umdrehen, weil die nächste Wasserwand im Anrollen ist. Wieder wird er Typ gefressen. Selbes Spiel. Als er wieder auftaucht, sind es bereits 3 Jet Skis, die zu ihm hinwollen. Auch der Hubschrauber fliegt mal in seine Nähe. Einer der Jet Skis kann ihn schließlich erreichen. Der Surfer hält sich hinten fest und wird aus dem Gefahrenbereich gezogen. Aber danach bringt ihn der Jet Ski gleich wieder raus zu seinen Mitbewerbern. Wahnsinn was sich hier abspielt. Genug gesehen, wir waren hier. Auf geht’s retour zum Auto. Die Road to Hana wartet immer noch. Der Retourweg bergauf ist durch den Gatsch noch anstrengender. Unsere Nikes sind vom Schlamm komplett eingesaut. Die Flip Flops kommen ab jetzt für den restlichen Tag zum Einsatz. Auf der Road zu Hana ist der Weg das Ziel. Eine sehr enge und kurvenreiche Strecke. Es gibt Engstellen, wo man es sich mit dem Gegenverkehr ausmachen muss, wer jetzt fahren darf oder besser fahren soll. Die Aussicht neben der Strecke ist wie immer traumhaft schön. An der Küste entlang. Wenn es passt, bleiben wir bei kleinen Ausbuchtungen stehen und machen ein paar Fotos. Der Audioguide ist ziemlich gut eingestellt. Wir stoppen den Guide hin und wieder an den richtigen Stellen und setzen ihn wieder fort, dort wo die Sprecherin es angibt. Das funktioniert eigentlich ziemlich gut und wir erhalten so quasi Live einige super Infos über die Geschichte und die Botanik hier. Sehr gut fährt es sich so auf dem Hana Highway, der auch „Highway to Heaven“ genannt wird. Beim Garden of Eden machen wir halt und schauen uns den botanischen Garten hier an. Eine wirklich schöne Anlage. Dann weiter. Schließlich erreichen wir Hāna. Ein echtes Nest. Nur 1200 Einwohner. Absolut nichts los hier. Die meisten Menschen hier sind Touristen. Zwei Gaststätten gibt es hier nur. Ein thailändischer Stand ist unsere Wahl für das Mittagessen. Wir ordern und warten danach auf unsere Bestellung. Das Essen schmeckt sehr gut und wir sind wieder gestärkt für den Rest der Strecke. Der Hāna Highway geht nämlich noch weiter. Noch kurvenreicher und enger, als vorher. Einen schönen Strand soll es hier auch noch geben. Den schauen wir uns auch noch kurz an. Viele Einheimische sonnen sich hier am Hamoa Beach. Touristen kommen hier anscheinend fast keine her. Wir sind jetzt ganz im Osten von Maui. Wir fallen fast nicht auf. Trotzem machen wir ein Foto vom schönen Strand und fahren dann die Straße weiter. Wir kommen jetzt noch zu den Wailua Falls. Der meistfotografierte Wasserfall Hawaiis ist 30 Meter hoch. Auf jeden Fall ist er sehr bekannt, weil er in den meisten Prospekten für Maui oder Generell für Hawaii abgebildet ist. David packt die Drohne aus. Premiere auf Hawaii. Hier passt es ganz gut. Es ist nicht windig, da wir weiter weg von der Küste sind. Ideal für eine Aufnahme des Wasserfalls von oben. An dieser Stelle des Hana Highways drehen wir jetzt um. Die Straße würde zwar noch weiter gehen, aber wir haben genug gesehen. Die Rückfahrt bis zur Unterkunft wird sowieso noch 3 Stunden dauern. Auf dem Rückweg halten wir noch bei einem der vielen Stände, welche Banana-Bread und Früchte verkaufen. Wir schlagen zu. Ein Banana Bread mit Macadamia und eines mit Pineapple. Ziemlich günstig, ziemlich gut. Eine kleine Wegzehrung für den langen Rückweg. Wir hören Musik und lassen den langen Tag Revue passieren. In der Unterkunft waschen wir nach Rücksprache mit Doug noch unsere dreckigen Nikes in der Einfahrt. Danach nur noch duschen, Bier und Tagesberichte. Eveline telefoniert noch mit Lisi. Eine Folge „Game of Thrones“ geht sich heute endlich auch wieder einmal aus. Ein wunderbarer Tag auf Maui. Wir fallen schließlich ziemlich müde ins Bett…
Gefahrene Kilometer: 215
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Auf dem Weg zum Jaws Strand…

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Die Surfer Fangemeinde am Ende der Straße…

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Jaws…

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Aussicht neben dem Hāna Highway…

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Beim Hamoa Beach…

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Die Wailua Falls

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