Honolua Bay, Kahekili Highway und Kapalua…

Tag 83 // Guten Morgen Kīhei, guten Morgen Maui! Wir haben überhaupt nicht gut gepennt. Es war extrem heiß und schwül in unserem Zimmer. Einige Male wurden wir wach. Um halb 9 Uhr stehen wir schlussendlich auf und sind nicht ausgeschlafen. In Shaka Dougs Zimmer spielt schon die Heavy Metal Musik. Shaka Doug ist übrigens mindestens 50 und schon seit 30 Jahren im Tauchbusiness aktiv. Er ist auch ein Weltrekordhalter. 34 Luftringerl kann er unter Wasser mit einem Atemzug Luft erzeugen. Die Auszeichnung hängt am Ende der Treppe beim Eingang an der Wand. Wir machen uns wie gewohnt ein leckeres Frühstück. Joghurt mit Früchten und Toastbrot mit Butter. Eine angefangene Packung South Kona Coffee haben wir von der Plantage auf Big Island mitgenommen. Den verbrauchen wir jetzt natürlich noch. Der dringend notwendige Koffein-Kick für den Start in den Tag. Esstisch gibt es in Dougs Behausung keinen. Deswegen nehmen wir das Frühstück auf dem Couchtisch im Wohnzimmer zu uns. Nebenbei planen wir den heutigen Tag. Was gehen wir an? Eigentlich ist uns nur nach einem gemütlichen Strandtag zumute. Aber man soll ja die Zeit richtig nützen. Einen ganzen Tag nur chillen können wir mittlerweile gar nicht mehr. Wir fahren mal Richtung Norden. Dort soll es wunderbare Strände mit hohen Wellen geben und wunderbare Natur. Außerdem gutes Essen und es ist auch die touristischste Gegend der Insel mit den meisten Hotelanlagen. Wir fahren einfach los und schauen uns mal um. Schnorchelausrüstung und Kameras werden eingepackt. Wir starten den Ford. Der ist übrigens ein Ford „Fusion Titanium“ und kein „Mondeo“, wie im gestrigen Bericht fälschlicherweise geschrieben. Kleiner ist er wegen dieser Erkenntnis trotzdem nicht geworden. Erste Station heute ist die Honolua Bay. Hier stehen viele Autos herum. Und viele Leute stehen an der Klippe und schauen in die Bucht. Richtig fette Wellen kommen da herein. Das schaut echt traumhaft aus. Nichts für Anfänger. Im Gegenteil. Wir sind gerade rechtzeitig hergekommen. Die Surf World Tour der Damen findet hier gerade statt. Die weltbesten Wellenreiterinnen zeigen hier ihr Können. Richtig geil. Das hätten wir so nicht besser planen können. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir fahren noch ein Stück weiter. Dort wo die Punkterichter residieren und der ganze Zirkus Halt gemacht hat. Securities, Kameramänner, Presse und Betreuer. Einige große Zelte. Wie ein kleines Volksfest. Rundherum ziemlich viele Zuseher. Jung und Alt. Wir geben uns das Spektakel ungefähr eine halbe Stunde lang in der prallen Sonne. Ein Teleobjektiv wäre jetzt wieder einmal Gold wert. Aber es geht auch so. Die Mädels gehen ziemlich ab in den fetten Wellen, die mindestens doppelt bis dreifach so hoch sind, wie sie selbst. Der Contest findet übrigens in der Honolua Bay statt. Da befinden wir uns gerade. In der prallen Sonne halten wir es nicht länger aus. Und die Mädels im Wasser machen auch gerade eine kurze Pause. Deswegen fahren wir weiter. Es war ziemlich edel, sowas auch mal live gesehen zu haben. Besonders, wenn man sich für den Surfsport interessiert und die Leute im Wasser vom TV oder Facebook kennt. Weiter zum Lighthouse Trail. Der liegt auch auf dem Weg Richtung Nordwesten. Wir fahren die ganze Zeit auf dem Kahekili Highway neben der Küste entlang und können immer wieder stehen bleiben und die Aussicht genießen. Bei Lighthouse Trail parken wir mal den Ford und gehen ein kleines Stück. Wir haben hier eine wunderbare Aussicht auf die Klippen und den tosenden Ozean. Die Wassergewalt, die hier gegen die Küste schlägt, ist enorm. Perfekt für Film- und Fotoaufnahmen. Bis zu Leuchtturm gehen wir nicht. Dieser sieht aus der Ferne nicht spektakulär aus und wir haben schon genug schönere gesehen auf unserer bisherigen Reise. Das spart uns Zeit. Beim Stand eines sehr beleibten einheimischen Herrn werden kandierte Früchte und Bananenbrot verkauft. Wir kosten uns durch und kaufen dem netten Mann ein ganzes Bananenbrot ab. „Julias Best Banana-Bread“ steht auf dem Zelt des Mannes. Hoffen wir mal für ihn, dass seine Frau Julia heißt und nicht er. Das Bananenbrot verputzen wir jetzt während der weiteren Fahrt. Es handelt sich hierbei eigentlich um Bananen-Schoko Kuchen. Extrem saftig und luftig. Verdammt lecker. Angeblich soll es bis zu einer Woche lang halten und auch saftig bleiben. Bei uns im Auto hält es gerade mal eine halbe Stunde. Dann ist nichts mehr davon da. Speckzüchten deluxe, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Nächste Attraktion neben der Strecke ist das Nakalele Blow Hole. Sowas ähnliches hatten wir schon mal in Kauai. Wasser schießt in ein Loch unter den Klippen und der Druck entlädt sich wiederum in einem Loch an der Oberfläche der Felsen. Genauer kann man es jetzt nicht beschreiben. Wer es ganau wissen will, befragt bitte Wikipedia. Okay. Folgendes sagt Wikipedia zu einem Blow Hole: Ein Blowhole (dt. Blasloch) ist im Sprachgebrauch und in der Geologie eine enge Öffnung am Ende einer Meereshöhle, die über die Höhlendecke hinauf ins Freie reicht. Wenn eine Brandungswelle auf die Mündung der Höhle auftrifft, wird sie durch die Höhlenwände, wie in einem Trichter, zum Blowhole geführt, was bei geeigneter Geometrie der Höhle und den richtigen Wetterbedingungen zu spektakulären Wasserfontänen führt. Na bitte. Auf richtiges Zitieren im Sinne einer wissenschaftlichen Arbeit verzichten wir, da es sowieso nicht sonderlich wissenschaftlich wäre, Wikipedia zu zitieren. Man könnte ungefähr 15 Minuten einen ziemlich steilen Weg in die Nähe des Blowholes gehen, aber auch darauf verzichten wir heute. Wir sehen es ziemlich gut aus der Ferne und haben wie gesagt sowas Ähnliches schon auf Kauai aus nächster Nähe gesehen. Wiederum sparen wir uns die Zeit und besonders die Energie, von der heute sowieso nicht sonderlich viel vorhanden ist. Weiter geht’s auf dem Kahekili Highway. Der wird jetzt immer enger. Und die Straßenmarkierungen verschwinden auf einmal. Entgegenkommen sollte und jetzt keiner mehr hier. Tut es aber. Wir müssen zurückschieben und irgendwie ausweichen. Nicht so leiwand. Die Straße führt jetzt auch ein wenig weg von der Küste ins Landesinnere. Bei einer Imbissbude haben wir genug Platz, um umzudrehen und wieder zurückzufahren. Einmal müssen wir noch zurückschieben. Dann sind wir wieder auf der sicheren Straße und machen uns auf den Weg retour. In Kapalua soll einen schönen Schnorchelstrand geben. Es ist zwar sehr touristisch dort und die Hotelanlagen stehen hier dicht aneinander, aber das macht uns nichts aus, solange das Wasser schön ist und wir unsere neue Schnorchel-Ausrüstung ausprobieren können. Wir finden gleich einen Parkplatz und entern den Beach. Sehr schön ist es hier. Ein klassischer Hawaii Strand. So stellen sich bestimmt viele ihren perfekten Hawaii Urlaub vor. Gelber Sandstrand, türkises Wasser, viele Palmen und nicht weit zum Hotelzimmer. Es ist gar nicht viel los hier. Aber gut, es ist schon 15 Uhr. Gleich mal das Zeug abgelegt, noch kurz ein Video aufgenommen und dann rein ins Wasser. Die gute Nachricht: Die Brillen und die Schnorchel passen perfekt. Alles dicht. Die schlechte Nachricht: Man sieht genau nichts. Das Wasser ist so trübe, dass man keine 30 Zentimeter weit sieht. Das liegt am extremen Wellengang heute. Die Wellen sind sehr hoch und das Wasser sehr unruhig. Wir gehen wieder raus und legen uns in die Sonne. Wir chillen noch ungefähr eine Stunde am Strand. Hohe Wellen kommen herein – fast schon tsunamiartig – und fluten den Strand. Viele Badegäste ergreifen die Flucht. Uns erwischt es fast nicht. 10 Minuten später ist wieder alles vorbei und ruhig. Ein eigenartiges Schauspiel. Schön langsam bekommen wir Hunger. Der Lonely Planet empfiehlt eine Poke Bowl bei Foodland in Lahaina. Die holen wir uns jetzt. Für 10 Dollar bekommt man hier eine riesige Schüssel mit Reis und obendrauf 2 Sorten rohen Fisch in Sushi Qualität. Poke eben. Wasser für die nächsten Tage kaufen wir auch noch. Unser Abendessen genießen wir am Strand. Gleich in der Nähe befindet sich der Baby Beach. Ebenfalls in Lahaina. Während die Sonne untergeht, essen wir in aller Ruhe. Eveline ist nicht so begeistert von ihrer Auswahl. David bekommt heute daher die doppelte Ration, schafft aber auch nicht alles. Das Banana-Bread legt sich quer. Noch bevor es dunkel wird, fahren wir die Strandpromende von Lahaina entlang. Eine klassische, touristische Strandpromenade, wie man es aus Italien oder Griechenland kennt. Ein bisschen netter vielleicht. Wir halten nicht an, sondern entscheiden uns für den Heimweg. Dort machen wir es uns gemütlich und trinken noch ein Bier auf der Couch. Mucho Aloha haben wir gerade im Test. Schmeckt erfrischend gut. Ein klassisches Pils. Die Tagesberichte werden geschrieben und die letzten beiden Inseln werden abgerechnet, sowie die Reisestatistik ergänzt. Morgen geht es weiter mit dem Maui Abenteuer…
Gefahrene Kilometer: 145
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World Surf League der Damen…

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Aussicht vom Kahekili Highway…

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Aussicht am Beginn des Lighthouse-Trails auf die Küste…

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Aussicht auf das Nakalele Blow Hole…

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Der Strand in Kapalua…

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