Von Big Island nach Maui…

Tag 82 // Heute haben wir zur Abwechslung mal nicht gut geschlafen. Wir wissen nicht warum. Ist aber so. Um 10 Uhr müssen wir auschecken. Vorher gibt es wie gewohnt unser letztes Frühstück auf der Bungalow-Terrasse. Das genießen wir noch in aller Ruhe. Danach wird der Rest zusammengepackt. Per Airbnb-App geben wir noch Brad und Linda (sie haben wir übrigens nie persönlich kennengelernt) Bescheid, dass wir jetzt weg sind. Thanks for all… Um Punkt 10 Uhr fahren wir los Richtung Kailua Kona. Dorthin, wo wir den Jeep zurückgeben müssen und wo sich auch der Flughafen befindet. Ungefähr 45 Minuten sind wir unterwegs. Wir sind ziemlich entspannt und genießen noch einmal die Fahrt auf der Küstenstraße neben dem Meer entlang. Schön war es hier auf Big Island. Das hätten wir uns so nicht erwartet von der größten aller Hawaii-Inseln. Traumhafte 5 Nächte und Tage, die leider sehr schnell vergangen sind. Aber wir haben sehr viel gesehen. Einfach wunderbar. Wir sind zufrieden und werden Big Island in sehr guter Erinnerung behalten. In Kailua Kona tanken wir bei einer „76“ – Tankstelle. Diese sind einfach die Billigsten und Besten, wie wir finden. Die VISA funktioniert immer problemlos an der Zapfsäule, was wirklich eine Ausnahme unter den Tankstellen hier in den USA ist. Bei den meisten muss man im Shop vorab bezahlen. Und sie sind immer günstig. Unter 4 Dollar die Gallone. Alle anderen sind da immer drüber. Genug Werbung. Mit vollem Tank (wirklich randvoll) fahren wir noch ungefähr 4 Kilometer zur Old Kona Airport State Recreation Area. Hier war mal eine Landebahn gleich neben dem Meer. Jetzt ist hier ein riesiger Parkplatz und ein langer Strandabschnitt. Wir parken den Jeep. Nicht der schönste Strand, aber wir haben dann nicht mehr weit zu Alamo und zum Flughafen. Das letzte Bier wird hier im Schatten einer Palme getrunken und Eveline nimmt noch ein Grußvideo für ihre Großeltern auf. Eine halbe Stunde chillen wir am Strand im Schatten auf einer Picknick Bank. Danach fahren wir um ca. 12 Uhr zu Alamo. Die Rückgabe funktioniert wie immer reibungslos und schnell. Wir stellen ab, laden alles aus, ein Mitarbeiter checkt den Jeep und wir hüpfen in den nächsten verfügbaren Shuttlebus zum Flughafen. Dort angekommen, checken wir uns selbst bei einem Automaten ein und geben unsere großen Rucksäcke auf. Auf einen Vorab Online Checkin haben wir diesmal verzichtet. Die kurzen Flüge zwischen den Inseln sind nicht überbucht, sondern eher unterbucht. Der Sicherheitscheck läuft auch sehr gechillt ab. Alles findet hier fast im Freien statt. Ein „Drinnen“ gibt es hier auf diesem Flughafen nur in den Souvenirshops und den Toiletten. Erinnert uns ein wenig an einen Busbahnhof. Auch die alten Holzbänke, auf denen wir beim Gate sitzen und warten, schauen aus, wie die, auf denen schon die „Heidi“ gesessen ist, als sie mit der Dampflock nach Frankfurt gefahren ist. Ziemlich Retro halt. Aber hat auch was. Wir warten aufs Boarding und haben kein W-Lan hier. Macht auch nichts. An der Reisestatistik und der Abrechnung wird somit gleich mal gearbeitet. Dann ändert sich noch unser Gate. Die Durchsagen sind über den Retro Lautsprecher kaum deutlich zu verstehen. Aber nachdem es ungefähr 75 Mal durchgesagt wird (wodurch alle Hobby Touristen extrem nervös werden), können wir es dann auch endlich verstehen. Gate 8 statt Gate 10. Also 20 Meter weiter links. Wir bleiben sitzen wo wir sind und warten weiter. Wir sind wieder bei den Letzten dabei, die in den Flieger steigen. Voll Shaka und Hang Loose eben. Eine ziemlich kleine Maschine der Hawaiian Airlines. Eine Boeing 717. Drei Sitze rechts und zwei Sitze links vom Gang. Der Flug dauert nicht einmal 25 Minuten. Dann landen wir endlich auf Maui. Aloha! Das Gepäck hat es auch mit nach Maui geschafft. Alles da. Der Flughafen wirkt hier einiges größer als in Kailua Kona. Hier ist einiges los in Kahului. Unser übliches Programm wird jetzt abgespult. Mit dem Alamo Shuttle Bus zum Alamo Office. Dort holen wir uns ein Mietauto. Der heutige Typ am Alamo Schalter ist nicht besonders freundlich. Er wirkt irgendwie ziemlich trocken. 4 Initials und eine Unterschrift später haben wir den Papierkram erledigt. Wir haben hier ein kleines, kompaktes Auto gebucht. Wiederum draußen zeigen wir den Papierkram der Lady, welche die Autos zuteilt. Sie schickt uns zu den „Fullsize Cars“, also zu den Limousinen. Kleine Autos sehen wir hier keine herumstehen. Na gut, uns soll es recht sein. Solange wir nur das kleine Auto bezahlen müssen. Wir können uns das Auto wieder aussuchen und entscheiden uns für einen silbernen Ford Mondeo. Ein Schlachtschiff. Lederaustattung, fetter Bordcomputer, Automatik, alles elektronisch. Ärger ausgestattet als Davids Audi. Passt irgendwie gerade überhaupt nicht zu uns, unserem Trip und unserem momentanen Lifestyle. Aber er fährt sich gut. Platz genug für unser Gepäck im Kofferraum. Dann fahren wir mal los. Zu unserer Airbnb Unterkunft nach Kīhei. Nach 20 Minuten Fahrt sind wir am Ziel. Eine ruhige Wohngegend hier. Eine ganz normale Siedlung. Wir suchen uns das Haus mit der Nummer 24 und werden schnell fündig. „Shaka Doug“ wohnt hier. Unser Gastgeber. Er hat eine Tauchschule. Wir betreten mal vorsichtig das Haus. Den Code für das elektronische Türschloss haben wir vorab erhalten per App-Nachricht. Heavy Metal Musik in voller Lautstärke trönt uns beim Betreten des Hauses entgegen. Im Stiegenhaus kommt uns Doug schon entgegen. Ein cooler Typ. Voll „shaka“ eben. Er reinigt gerade das andere Airbnb Zimmer im Keller. Wir stellen uns vor und er zeigt uns unser Zimmer. Sehr nett ist es hier. Ein Haus komplett im Strandhaus Stil. Erinnert uns ein bisschen an das Standhaus von Charlie Harper aus „Two and a half Men“. Doug bietet uns an, für 100 Dollar auf das viel größere Appartement im Keller upzugraden. Er gibt uns eine kurze Führung. Wir lehnen ab. Wir sind mit unserer Buchung mehr als zufrieden. Badezimmer und Küche können wir hier alles mitbenützen. Wir bringen das Gepäck ins Zimmer und sperren ab. Danach fahren wir ins Zentrum von Kīhei. Frühstück und Wasser einkaufen. Extrem hungrig sind wir mittlerweile auch. Dougs blaue Mappe mit Insider Tipps hat uns ein Lokal vorgeschlagen. Dort wollen wir mal hin. In der Nähe ist außerdem ein Safeway. Als wir geparkt haben und das Lokal suchen, gehen wir bei einem Tauch und Schnorchel Shop vorbei. Der wirkt sehr professionell. Wir wollen uns eine eigene Schnorchelausrüstung zulegen. Die ausgeborgten Brillen und Schnorchel passen einfach nie zu hundert Prozent, was in den meisten Fällen einfach keinen Spaß macht. Der Verkäufer ist sehr nett und ein witziges Kerlchen. Aber er kennt sich aus und weiß, wovon er spricht. Wir fühlen uns gut beraten und schlagen zu. Wenn die Brillen nicht passen sollten, dürfen wir sie zurückgeben bzw. umtauschen. Das gefällt uns. Antibeschlag-Tropfen gibt es obendrein gratis dazu. Perfekt geshoppt. Im ersten Stock desselben Gebäudes befindet sich jetzt das Lokal, das sowohl Shaka Doug, als auch der Lonely Planet empfehlen. Das Cafe O’Lei Kihei. Ein Tisch für 2 Personen. Richtig edel heute mal. Mit Kellner sogar. Wir bestellen ein Margherita Flatbread (Mozarella-Tomaten Flammkuchen) für Eveline und „Honey Macadamia Nut Roast Pork“ für David. Ein herrliches Abendessen. Die Preise hier sind eigentlich auch sehr in Ordnung. Da haben sich die zwei Backpacker was gegönnt. Passend zu unserem schicken Mietauto. Naja, ist ja nicht jeden Tag. Würde uns auch nicht jeden Tag gefallen. Aber hin und wieder ist das schon mal okay so. Wir genießen den Abend und machen uns eine große Gaude daraus, dass uns die Amis so schlecht verstehen. „Davids“. Immer, wenn wir nach einem Namen gefragt werden – für Reservierungen oder Dergleichen – antworten wir mit „David“. Unsere Nachnamen sind zu schwierig auszusprechen für die Amerikaner. Das haben wir schon alles durch. Und immer wird aus „David“ dann „Davids“. Bei Starbucks, beim Taco Bell, beim Bubba Burger… Okay. Das ist jetzt vielleicht nur lustig, wenn man überall dabei gewesen ist. Auf jeden Fall ein schöner Abend. Wir fahren weiter zum Safeway. Joghurt, Früchte, Toastbrot, Butter, Wasser und Bier werden erfolgreich eingekauft. Dann retour zur Unterkunft und gleich mal das freie Platzerl im Kühlschrank mit unseren Sachen befüllt. Den restlichen Abend verbringen wir mit Körperpflege und den Tagesberichten. Das Badezimmer ist sauber und sehr in Ordnung. Es gefällt uns sehr gut hier. David schreibt den Tagesbericht im Wohnzimmer neben der Küche auf der Couch und quatscht dann noch eine Runde mit Shaka Doug, als sich dieser noch einen abendlichen Snack aus der Küche holt. Sein Zimmer ist gleich gegenüber von unserem. Ein netter Kerl. Er gibt uns Tipps für Surfstrände und Schnorchelausflüge. Wieder haben wir einen ereignisreichen Tag hinter uns. Wir sind sehr gespannt auf die nächsten Tage auf Maui…

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