ʻAkaka Falls State Park und Hawaiʻi Volcanoes National Park…

Tag 80 // Guten Morgen, Captain Cook! Nicht der aus Peter Pan, sondern der, welcher 1778 die Hawaii Inseln als erster Europäer entdeckt hat. Der aus Peter Pan heißt ja eigentlich auch „Hook“ und nicht „Cook“. Egal. Aber nach Captain Cook ist der Ort benannt, in dem sich unsere Unterkunft befindet. Deswegen der erste Satz. Okay. Eine lange Einleitung für den heutigen Tagesbericht. Wir wollten diesen eigentlich nur nicht mit „Wir haben sehr gut geschlafen“ beginnen, obwohl das eigentlich der Fall ist. Ein paar mal wurden wir aber trotzdem wach, weil der Vollmond unser Zimmer extrem hell ausleuchtete. Tag 80 haben wir heute schon. Phileas Fogg aus Jules Vernes Roman Reise um die Erde in 80 Tagen wäre am heutigen Tag mit seiner Weltumrundung schon fertig. Wir sind aber erst in Hawaii und machen uns keinen solchen Stress. Eveline ist wieder mal früher auf als David und schneidet schon mal frisches Obst fürs Frühstück auf und telefoniert mit ihrer Freundin Julia in der Heimat. Die 11 Stunden Zeitunterschied machen die Kommunikation nicht gerade leicht. David wird auch wach und knackt mal ein paar Macadamias auf der Terrasse. Danach wird gemütlich das Frühstück auf der Bungalow Terrasse eingenommen. David telefoniert danach noch mit seinen Eltern und updated anschließend den Blog. Kurz nach halb 11 machen wir uns auf den Weg. Heute wollen wir uns die ʻAkaka Falls und den Hawaiʻi Volcanoes National Park anschauen. Hierfür müssen wir einige Zeit fahren und viele Kilometer zurücklegen. Wir machen es uns im Jeep gemütlich und hören Musik über Spotify. Die Stimmung ist super, wir sind tiefenentspannt. Shaka Shaka. Nach 2,5 Stunden sind wir beim ʻAkaka Falls State Park angekommen. Wir parken außerhalb des offiziellen Parkplatzes und sparen und so 5 Dollar Parkgebühr. Ein Typ kassiert dann noch einen Dollar „Eintritt“ pro Person. Wir zahlen mit VISA. Was es nicht alles gibt. Die ʻAkaka Falls sind sehr hoch und ganz schön. Aber wir haben auf unserer Reise schon bessere Wasserfälle gesehen. Ein Rundwanderweg, der angelegt ist wie ein botanischer Garten, führt vorbei an 2 Wasserfällen. Der zweite heißt Kahūnā Falls. Beide Wasserfälle sind schwierig zu fotografieren. Nach 45 Minuten sind wir hier fertig. Ein bisschen Hunger macht sich jetzt schon bemerkbar. Eveline schlägt ein Lokal vor, welches wiederum der Lonely Planet ausgespuckt hat. Dort fahren wir hin. 20 Minuten fahren wir auf dem Pepe’ekeo 4 Mile Scenic Drive bis zum Lokal namens What’s Shakin. Ein nettes kleines Lokal. Also eigentlich nur ein besserer Stand mit Selbstbedienung. Es ist nicht nur komplett auf Touristen ausgelegt und die Preise sind – für Hawaii Verhältnisse – auch ganz okay. Wir bestellen einen Avocado-Wrap und einen Passionfruit-Smoothie „Pacific Passion“ für Eveline und einen „Hula Hot Dog“ und einen Blaubeer-Smoothie „Blue Hawaii“ für David. Die Bestellung dauert ein wenig, dafür wird alles ganz frisch zubereitet. Das Essen schmeckt richtig gut und die Smoothies noch viel besser. Der Lonely Planet hat sich auch hier nicht geirrt. Auf der Terrasse des Bungalow-Standes genießen wir unseren Lunch. Auf Bungalow-Terrassen schmeckt es uns bekanntlich besonders gut. So. Langsam müssen wir aber weiter. Der Vulkan wartet schon auf uns. Noch eine Stunde Fahrt bis dorthin. Den Hawaiʻi Volcanoes National Park können wir mit unserer Jahreskarte befahren. Eine Map bekommen wir noch von der Dame in der Mauthütte und die Info, dass wir am besten beim Visitorcenter starten sollen. Das machen wir. Dort gibt es leider die ernüchternde Info, das es zur Zeit nirgendwo auf Hawaii aktive Lava zu bestaunen gibt. Das wäre auch zu schön gewesen. Wir schauen uns kurz einen Film an über die Entstehung Hawaiis, verlassen die Vorstellung aber wieder nach 10 Minuten, weil der Film nicht so aufregend ist und uns sonst die Zeit davonlaufen würde. Viele Wege und Straßen sind hier gesperrt im Nationalpark. Viel kann man sich also heute nicht anschauen. Gut, dass wir keinen Eintritt bezahlen mussten. Aber jetzt sind wir schon mal hier. Also fahren wir den Crater Rim Drive, der dann in die Chain of Craters Road übergeht. Eine Aneinanderreihung von erloschenen Vulkankratern. Wir schauen uns ein paar davon an. Interessant, aber nicht spektakulär. Da fehlt eindeutig die glühende Lava. Die Chain of Craters Road fahren wir bis zum Ende. Dort parken wir den Jeep. Neben uns ist bereis der Pazifik zu sehen und ringsum bis zum Wasser reine schwarze Lavawüste. Hier ist beim letzten Ausbruch neues Land entstanden und Hawaii ist wieder um ein paar Hektar größer geworden. Sehr interessant. Ein in Lava versunkenes bzw. „hineingeschmolzenes“ Schild soll es hier geben, mit der Aufschrift „Road Closed“. Das suchen wir, können es aber nicht finden. Wir gehen auf der Lavakruste spazieren. Ganz anders, als gestern auf dem Lava Trail neben der Plantage. Das Lavagestein ist hier viel glatter und massiger. Schaut aus, als ob sie noch flüssig wäre, aber eben gerade nicht mehr glüht. Neben der Straße liegen kleine Gesteinsbrocken. Das Lavagestein schaut aus wie Milka Luflée Schokolade mit den Luftlöchern drin. Es klingt wie Glasscherben, wenn man auf dem – nennen wir es „Lavaschotter“ – geht (Eine Hörprobe gibt es wieder am Ende des Artikels). Der Sonnenuntergang ist das Highlight hier. Unglaublich schön. Wir genießen den warmen Wind und die herrliche Aussicht. Traumhaft. Dann machen wir uns langsam auf den Weg zurück zum Quartier. Eveline übernimmt das Steuer, David schreibt während der Fahrt am Handy diesen Erlebnisaufsatz. Kurz halten wir noch bei einer Ohana Fuels beim Kilauea General Store in Volcano und tanken den Jeep voll. Der Store hier bei der Tankstelle könnte nicht „einheimischer“ sein. Gefällt uns aber sehr gut. Auf unserer Plantage angekommen, genießen wir den restlichen Abend. Eveline kocht noch zwei Knorr Packerl und David kümmert sich währenddessen um die Fotos und den Blog. Endlich kommen wir heute dazu, eine weitere Folge „Game of Thrones“ zu schauen. Hawaii gefällt uns nach wie vor sehr gut. Morgen wollen wir uns wieder der Schönheit der unterschiedlichsten Strände hier widmen…
Gefahrene Kilometer: 434
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Die ʻAkaka Falls…

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Unser Mittagessen bei „What’s Shakin“

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Lavagestein so weit das Auge reicht…

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Traumhafter Sonnenuntergang im Nationalpark…

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