Vom Joshua Tree National Park nach Los Angeles…

Tag 66 // Diese Nacht im Camper war eine spezielle Erfahrung. Der Sturm hat unseren Camper die ganze Nacht bearbeitet und die weichen Stoßdämpfer haben brav geantwortet. Wir wurden quasi in den Schlaf geschaukelt. Mit Ohropax hörte man auch keinen Wind und keinen Sand mehr gegen die Camperwände peitschen. Eigentlich haben wir sehr gut geschlafen. Um 8 Uhr stehen wir auf und machen uns Frühstück. Für die weiteren Nächte brauchen wir einen Plan, der lautet: 2 Nächte auf einem Campingplatz. 2 Nächte noch irgendwo wild campen. Die zwei Campingplätze reservieren wir gleich telefonisch. Kurz vor 10 Uhr verlassen wir unseren Stellplatz. Heute wollen wir schon mal Richtung Los Angeles fahren. Eigentlich nach Malibu Beach und danach unseren vorreservierten Campground beziehen. Gute 3 Stunden werden wir unterwegs sein. Wir sind eindeutig wieder in Kalifornien. Es ist warm und sonnig. Und die Landschaft ist karg. Wir hören Musik. In Thousand Palms fahren wir tanken bei einer Valero Tankstelle. Der Sprit ist hier wieder um einiges teurer. Langsam kommen wir L.A immer näher. Man merkt es am Verkehr. 5-spurig geht es längst dahin. Jede Menge Wahnsinnige gibt es hier auf der Straße. Eveline navigiert wie immer souverän und vorrausschauend. Wir sind auch der einzige Camper weit und breit, als wir mitten durch L.A durchcruisen. In der Ferne können wir schon das Hollywood Zeichen am Hügel erblicken. Und am Horizont ist eine fette dicke Wolke. Eine graue, dichte Wolke. Sonst strahlend blauer Himmel und keine Wolken in Sicht. Dann erblicken wir schon das erste Warnschild auf der Straße. Brush Fire. Road closed ahead. Okaaaay. Da brennt es aber ordentlich. Eveline googelt. Breaking News: Malibu wird bereits evakuiert. Alles gesperrt. Hmmm. Also brauchen wir wohl dringend eine Planänderung. Malibu wird nichts mehr heute. Wir entscheiden uns, gleich den RV Park zu suchen und heute nichts mehr zu unternehmen. Das wird uns auch wieder mal guttun. Im RV Park angekommen, checken wir gleich mal im Office ein und freuen uns auf einen gemütlichen Nachmittag mit gutem W-Lan und einem Bier. Das Bier schmeckt super. Das W-Lan ist scheiße. Eine Frechheit eigentlich. Irgendwie schaffen wir es trotzdem, zumindest mal einen Blogeintrag ins Netz zu stellen. David muss dafür unseren Platz verlassen und bis zum Office marschieren, damit der Empfang ausreicht. Da ist man in Los Angeles und es gibt kein ordentliches Internet. Unglaublich. Wir schnapsen eine Runde. Wieder ein Schneider für David. Schön langsam wird es fad. Zum Abendessen gibt es heute Rindersteaks mit Baked Beans und getoastetem Brot und Game of Thrones. Traumhaft gut. Danach verbringen wir den Abend mit Körperpflege, Tagesberichten und weiterer Planung für Los Angeles. Der Glocal Me muss zum Einsatz kommen, damit wir wenigstens ein paar Tickets buchen können. David hat im Camper geduscht, nachdem Eveline bei den Sanitäranlagen duschen war und mit der Wassertemperatur nicht zufrieden gewesen ist. Daraufhin sind jetzt unsere Tanks voll. Im Waschbecken drückt es schon das Wasser retour. Das heißt, David muss mitten in der Nacht noch dumpen gehen, damit nichts überläuft. In Malibu dürfte es ziemlich zugehen. Wegen des schlechten Internets können wir leider keine weiteren Informationen herausfinden. Aber Kim Kardashian musste angeblich ihr Haus evakuieren. Dann muss die Lage wirklich ernst sein…
Gefahrene Kilometer: 331

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