Von Merritt nach Harrison Hot Springs…

Tag 36 // Eine sehr ruhige Nacht war das. Wir haben sehr gut geschlafen, bis ca. 8 Uhr. Eveline steht wie immer früher auf als David und macht schon mal Frühstück. Nach dem Frühstück übernimmt David das Auffüllen der Wasservorräte. Einmal dumpen direkt auf unserem Full Service Platz geht sich auch noch aus. Der Camper wird startklar gemacht. Eveline nutzt derweil das W-Lan, um noch mit einer Freundin zu telefonieren. Um 10:30 Uhr verlassen wir den Campground in Merritt. Unser nächstes Ziel ist das Hells Gate. Dort kann man vom Highway mit einer Gondel ins Tal zum Fluss fahren und die sogenannte „Lachstreppe“ beobachten. 1 Stunde 50 Minuten fahren wir dorthin. Dort endlich angekommen, leider die nicht sehr erfreuliche Nachricht: Closed for the season. Wie bitte? Das gibt es jetzt aber nicht. Anscheinend haben sie nur bis zum Thanksgiving-Wochenende geöffnet. Und das war schon am Montag. Geh bitte! Nicht besonders logisch, dass die nicht mehr offen haben, jetzt wo die Lachswanderung den Höhepunkt erreicht. Noch dazu im starken Zyklus Jahr 2018. Okay. Kann man nichts machen. Dann fahren wir eben weiter. Wir streifen Yale. Ein verschlafenes, kleines Örtchen. Nein, nicht das mit der Universität. Zumindest haben wir diese dort nicht gefunden. Wir machen eine Pause und gehen zum Füße vertreten eine Runde durch die Ortschaft. 143 Einwohner hat dieses Yale. Ein Freiluftmuseum gibt es hier. Closed for the season. Okay. Heute ist nicht unser Tag. Weiter geht der Roadtrip. Der nächste Ort auf der Strecke ist Hope. Dort gibt es sogar ein Visitorcenter. In Form eines Containers. Laut Reiseführer grenzt an das Visitorcenter ein Historical Museum an. Da schauen wir doch gleich mal rein. Die junge Mitarbeiterin ist anscheinend überrascht, dass jemand reinkommt. Haha. Unglaublich. Das Museum ist: Closed for the season. Und sowieso generell auch – because of a Wasserschaden. Wir erkundigen uns trotzdem höflichkeitshalber nach weiteren Attraktionen. Immerhin wurde hier der erste aller Rambo Filme gedreht. 1981. Das merkt man noch ganz stark hier. Im Visitorcenter hängen überall Rambo T-Shirts, die man kaufen kann. Und ein Papp Rambo zum Gesicht durchstecken steht gleich bei der Ortseinfahrt. Okaay. Die junge Mitarbeiterin gibt uns freundlich Auskunft. Wir gehen dann noch höflichkeitshalber ca. 5 Minuten durch den Ort. Dann tanken wir und fahren weiter. Wir wollen nach Harrison Hot Springs. Dort soll es heiße Quellen geben und es soll dort generell super sein. Das hat uns Nähe Victoria in unserer ersten Camper Nacht ein alter Pensionist mitgeteilt. Wir sollen doch unbedingt dort hinfahren. Okay. Den Einheimischen kann man normalerweise schon vertrauen. Ein Geheimtipp quasi. Wir suchen uns also in unserer App dort einen Campground heraus und steuern diesen an. Dort angekommen, checken wir im Office ein. Ein netter Campground. Glencoe Motel und RV. Mitten in der Stadt. Hatten wir auch noch nie. Eigentlich nur ein RV Park. Eveline übernimmt den Check in. Die Mitarbeiterin im Office ist nicht besonders motiviert. Es ist erst 16 Uhr. Trotzdem sind wir heute schon extrem hungrig. Wir beschließen, gleich zu Kochen, gemütlich zu Essen und danach erst zu den heißen Quellen zu gehen. Es gibt Lungenbraten mit Reis, Gemüse und Paradeisersalat. Die tägliche Dosis „Game of Thrones“ genehmigen wir uns heute eben schon ein paar Stunden früher. Nach dem Abwasch checken wir unsere Mails. Und dann wird der Camper gut durchgelüftet. Danach wollen wir den Ort erkunden. Wirkt wie ein Kurort. Ist wahrscheinlich auch einer. Viele Kurhotels. Aber nicht besonders schön. Ein einziges öffentliches Bad. Wir schauen kurz rein. Auch nicht besonders einladend. Wie das alte Hallenbad in St.Pölten. Nur eben warm. Zumindest dampft es ordentlich. Okay. Nein Danke. Der Ort liegt an einem schönen See, dem Harrison Lake. Eine Art Strandpromenade gibt es also auch. Die gehen wir mal entlang. Die Hot Dog Stände und Eisbuden haben alle schon geschlossen. For the season, eh klar. Die Ursprungsquelle der Harrison Hot Springs schauen wir uns auch noch an. Ein eingezäuntes, dampfendes und nach Schwefel riechendes gemauertes Becken. Mhmmm… Ein Schild sagt: Danger! Bis zu 140 Grad heiß. Gut. Da könnte man dann sowieso nicht die Zehen rein halten. Trotzdem ein paar Fotos. Damit wir sagen können, wir waren hier. Obwohl wir nicht denken, das das wichtig wäre. Beim Retourgehen zum Camper gönnen wir uns noch ein Magnum, das wir in einem kleinen Supermarkt kaufen. Es ist immer noch hell, aber es wird schön langsam fresh. Deswegen verkriechen wir uns jetzt im Camper und ziehen uns noch eine zweite Folge von „Game of Thrones“ rein. Die Heizung wird aktiviert. Das Propan muss sowieso aufgebraucht werden. Wir schreiben ein wenig an unserer Reisestatistik und planen den letzten Tag mit unserem Camper in Kanada, sowie die weitere Reise. Heute haben wir wieder 260 Kilometer zurückgelegt. Morgen steuern wir gleich Vancouver an…

Der Harrison Lake…

Beim Harrison Lake…

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