Ein gemütlicher Tag in Lake Louise…

Tag 29 // In der Nacht war es sehr kalt draußen. Um die 0 Grad. Es hat wieder ordentlich geschneit. Unsere Heizung hat sehr gut funktioniert. Es ist sehr warm im Camper und wir haben sehr gut geschlafen. Die Eisenbahn geht direkt beim Campground vorbei. An den Lärm der Hupe muss man sich erst einmal gewöhnen. Ohropax helfen dabei sehr gut. Um halb 9 stehen wir erst auf. Wir machen uns Frühstück. Draußen scheint die Sonne. Herrlich ist das. Was gehen wir heute an? Wir fahren mal zum Visitorcenter, nutzen das W-Lan und geben ein Lebenszeichen per WhatsApp von uns in die Heimat ab. Eveline telefoniert mit ihrer Schwester. David schreibt auch mit seiner Familie. Die Dame von der Information ist sehr kurz angebunden. Viel kann man hier anscheinend nicht machen im 1.041 Einwohner Städchen. Der Wintereinbruch dürfte auch hier überraschend früh gekommen sein. Viele Wanderwege sind gesperrt. Nur den Lake Louise (See) kann man sich anschauen. Gut. Dann fahren wir mal dort hin. Aber wir sind nicht die Einzigen, die dort hinwollen. Es staut schon wieder. Jetzt in Richtung See. Wenigstens sind die Straßen heute schon von Schnee und Eis befreit. Als wir den Parkplatz erreichen, werden wir gleich wieder vom Parkplatzwächter weggeschickt. Alles voll. Und schon gar kein Platz für RVs. Wir fahren wieder retour. Links neben der Straße ist eine Pension mit einigen Parkplätzen. Da stellen wir uns jetzt einfach hin. Abschleppen wird uns heute eh niemand. Die Behörden sind sowieso schon genug mit dem Wetter gefordert. Wir schauen, dass wir keine Einfahrt blockieren und parken einfach unseren RV. Dann gehen wir ca. einen Kilometer wieder die Straße hinauf, Richtung See. Wahnsinn, was dort los ist. So viele Asiaten haben wir seit unserer Asien Reise nicht mehr gesehen. Selfie Sticks, fette Kameras. Alle top gestylt und alle nur mit Halbschuhen oder Ballerinas ausgestattet. Wir können schließlich auch ein touristenfreies Foto vom wunderschönen See machen. Der ist wirklich herrlich. Einige rote Kanus fahren auch herum. Die kann man sich mieten. Uns ist das heute eindeutig zu kalt. Außerdem haben wir fürs Erste jetzt mal genug vom Boot fahren und Paddeln. Ein Info Point ist auch dort. Wir schauen rein. Ein bekifft wirkender, nicht motivierter Parkranger sagt nicht mal ordentlich „Hello“. Wir fragen ihn, ob man um den See wandern kann. Er zeigt uns auf einer Karte den Weg. Dann wandern wir mal los. Es ist windstill. Stellenweise kommt die Sonne raus. Es hat 2 Grad. Wie im tiefsten Winter. Der Weg um den See ist gemütlich. Wir machen viele Fotos und genießen die Bewegung an der frischen Luft. Gestern sind wir ja sehr viel im Auto gesessen. Es wird allmählich frisch. Wir beschließen, es für heute gut sein zu lassen und marschieren wieder retour zu unserem Camper. Er steht noch immer dort, wo wir ihn abgestellt haben. Na bitte. Auf geht’s zum Campingplatz. Duschen ist angesagt. Das ist längst überfällig. Es ist erst kurz nach 15 Uhr. Keiner außer uns da, bei den öffentlichen Sanitäranlagen. Das bedeutet, das ganze warme Wasser gehört nur uns allein. Den Camper parken wir gleich neben dem Duschhaus. Nach einer ausgiebigen Dusche heizen wir gleich den Camper ein und fahren erneut zum Visitorcenter. Dort wollen wir jetzt in Ruhe das W-Lan nutzen, um wieder einmal den Blog auf den neuesten Stand zu bringen. Zwei Tage sind wir schon wieder im Rückstand. Nicht leicht hier, in den Rocky Mountains, ordentliches Internet zu bekommen. Handyempfang war gestern während unserer Fahrt auch nie vorhanden. Der bekiffte Typ an der Info hat uns gesagt, das Visitorcenter hätte bis 19 Uhr geöffnet. Als wir dort ankommen und gerade mal das MacBook ausgepackt haben, kommt ein Girlie von der Info und sagt: „Sorry guys. We are closing in 10 minutes. Wifi will be available also from outside…“ Naaa… geh bitte net. Okay. Ein Blogeintrag geht sich drinnen noch aus. Dann müssen wir raus. Die Tür wird abgeschlossen. David packt das MacBook vor dem Center wieder aus und beginnt mit dem zweiten Blogeintrag. 2 Grad hat es. Ein deutsches Ehepaar aus Ulm kommt zum Eingang und fragt uns, ob wir denn auch mit dem Wohnwagen unterwegs sind. Sie wollen nämlich wissen, wie wir das mit dem Frostschutz machen. Ja gute Frage… Wir heizen einfach die ganze Zeit. Auch den Wassertank beheizen wir. Man könnte Frostschutz einfüllen, aber dann wollen wir auch kein Wasser aus dem Wassertank mehr verwenden. Mit Frostschutz abwaschen und Hände waschen? Nein, danke. Wird hoffentlich auch so gut gehen. Dann sind die beiden Deutschen aus Ulm wieder weg. Eveline geht derweil in den Camper und heizt ein. Der Camper steht leider zu weit weg vom Center, um guten W-Lan Empfang zu haben und näher ranfahren geht nicht. David kümmert sich vor dem Center um den zweiten Blogeintrag. Schön langsam wird es recht fresh im Freien. So… endlich fertig. Zurück in den Camper und gleich einheizen. Retour am Campingplatz wird gleich Tee gekocht und das Abendessen vorbereitet. Rindfleisch mit Champignons, Süßkartoffeln und Reis gibt es heute. Sehr geil ist das. Dann eine Runde Schnapsen und bei „Game of Thrones“ weiterschauen. Heute soll uns eine kalte Nacht bevorstehen. Bis zu -5 Grad.  Na dann sind wir mal gespannt, ob morgen Früh die Toilettenspülung noch funktioniert…

Der tief verschneite Campground in Lake Louise…

Beim Lake Louise…

David beim Lake Louise…

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