Ein verschneiter Montag im Jasper Nationalpark…

Tag 27 // „Winter Is Coming“ heißt es in unserer „aktuellen“ Serie „Game of Thrones“. Über Nacht wurde es bei uns dann wirklich schon Winter. Draußen liegt Schnee. Es ist sehr kuschelig im inneren des Campers. Es hat sich ausgezahlt, dass wir die ganze Nacht geheizt haben. Wir bleiben daher einfach länger liegen. Was gehen wir heute an? Wir lesen ein wenig im Reiseführer und genießen die Winterstimmung. Es ist windstill. Aber sehr kalt. Leise rieselt der Schnee. Da kommt man fast schon ein bisschen in Weihnachtsstimmung. Eveline kümmert sich ums Frühstück, David checkt Abwasserschlauch und Wasserzulauf. Der Schlauch ist natürlich über Nacht eingefroren. Der Wasserhahn des Stellplatzes auch. Nur mit Mühe kann David den neuen Schlauch vom Gewinde des Wasserhahnes trennen. Den eingefrorenen Schlauch legen wir zum Auftauen in die Camperdusche. Naja. Soll nix schlimmeres passieren. Wir frühstücken in aller Ruhe. Dann eine Runde Schnapsen. Heute stresst uns nichts. Wir haben unseren Stellplatz bis morgen früh gebucht. Und viel Programm werden wir uns heut auch nicht auf den Plan schreiben. Eveline kann sich bei David mit einem Retour-Schneider für den kürzlich erlittenen Schneider revanchieren. David war einfach noch nicht richtig ausgeschlafen. Wir versorgen mal den Camper und machen ihn abfahrbereit. Ein Lebenszeichen von uns wäre nämlich auch wieder mal nicht schlecht. Daher fahren wir nach Jasper ins Visitorcenter und nutzen dort das W-Lan. Auch der Blog wird gleich mit den Ereignissen der letzten beiden Tage upgedatet. Fast 2 Stunden verbringen wir in einer Ecke des Visitorcenters, gleich neben dem Router. Hier ist der beste Empfang. Danach fahren wir Richtung Maligne Canyon. Auf dem Weg sehen wir neben dem Highway wieder die Wapiti Herde. Zahlreiche RVs und Autos halten am Straßenrand und machen Foto- und Videoaufnahmen. Wir stellen uns auch gleich dazu. Ein großer Wapiti Bulle zieht an unserem RV vorbei. Eveline kann super Fotos von ihm machen. Dann fahren wir weiter. Starker Schneefall setzt ein. Wir haben winterliche Fahrbahnverhältnisse. Nach 15 Minuten erreichen wir den Parkplatz des gewünschten Ziels. Wir gehen eine kleine Runde. Doch der gewünschte Rundwanderweg, den wir uns vorgenommen hatten, zeigt sich leider in schlechter Verfassung. Auf Grund des Schneefalles ist er zu rutschig, um sicher auf ihm gehen zu können. Wir brechen nach 10 Minuten ab und gehen wieder zum Camper retour. Gut. Was können wir sonst heute gleich noch erledigen? Wir fahren wieder durch Jasper durch. Dort tanken wir und füllen unseren Propangastank auf. Somit haben wir das gleich erledigt und brauchen uns morgen nicht darum kümmern. Außerdem wäre es in der Nacht nicht besonders gemütlich, sollten wir nicht heizen können. Ein alter Mann indischer Herkunft betreut hier die Petro Canada Tankstelle. Er ist cool drauf. „Why do you need propane? “ fragt er David mit einem Augenzwinkern. – „Because it’s empty“ – „Okay. So I will do it for you, brother“. Schnell ist unser Tank wieder voll und wir sind für die nächsten Tage mit Gas versorgt. Nach wie vor schneit es dicke fette Flocken. Es ist sehr bewölkt und finster heute. Keine Auflockerung in Sicht. Naja, macht nichts. Wir schauen uns trotzdem heute noch die Athabaska Wasserfälle an. 30 Minuten sind die entfernt. Okay. Das geht sich heute noch aus. Es ist gerade mal kurz nach 15 Uhr. Los geht’s. Winterfahrbahn natürlich auch auf dieser Strecke, eh klar. Wir erreichen die Athabaska Falls. Türkisblaues Wasser. Imposante Wassermassen. Super Felsformationen. Unzählige japanische Touristen, die genau wie wir dem Wetter trotzen und fleißig fotografieren. Wir lassen uns ebenso vom Wetter nicht den Tag vermiesen. Das Plastiksackerl kommt erneut als Wetterschutz für Evelines Kamera zum Einsatz. Davids GH5 verträgt das bisschen Spritzwasser gottseidank auch so. Wir machen Fotos und Videos. Eine ganz eigene Stimmung hat der Wasserfall bei diesem Wetter. Die Fotos im Reiseführer schauen komplett anders aus. Blauer Himmel und hinten am Horizont sogar ein Berg. Den sieht man heute einfach nicht. Die Weitsicht reicht keine 200 Meter. Trotzdem gefällt es uns hier. Es ist windstill und die Schneeflocken fallen langsam auf uns herab. Nachdem wir nach einiger Zeit herumgehen schon ein bisschen durchnässt sind, fahren wir wieder retour zum Campground. Wir schließen wieder alles an und machen es uns drinnen so richtig gemütlich. Wir kochen Tee und naschen mal einen Cinnabon. Zum Abendessen gibt es Reisnudeln mit Parmesansauce, Salami und Karotten. Morgen werden wir den nächsten längeren Roadtrip starten. Das Wetter soll angeblich ähnlich werden wie heute. Mal schauen, wie das so wird auf dem Highway. Wir fahren nach Lake Louise, schon gelegen Banff National Park…

Junge Wapitis in Jasper…

Wapiti neben dem Highway…

Schlucht bei den Athabasca Falls…

Bei den Athabaska Falls…

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