Mountainaire Campground, Nanaimo, Port Alberni und Tofino…

Tag 15 // Unsere zweite Nacht im Camper war sehr angenehm. Das Heizen vor dem schlafen gehen war Gold wert. Wir sind super ausgeschlafen und starten motiviert in den Tag. Es ist 8 Uhr. Wir kochen Tee und heizen noch einmal ein. Morgenroutine. Dann machen wir uns Frühstück. Joghurt mit Müsli und Birne. Kaffee mit Milch, Toastbrot – frisch getoastet mit dem abgestaubten Toastmaster – mit gesalzener Butter. Herrlich. Um 11 Uhr müssen wir den Campingplatz wieder verlassen. Wir könnten natürlich auch noch eine Nacht oder länger bleiben, aber wir beschließen, weiter zu fahren. Da wir nicht wissen, was uns auf den nächsten Campingplätzen erwartet, nutzen wir noch die sehr gute Ausstattung des aktuellen Platzes. Wir füllen unseren Wassertank auf und dann geht es über zur Königsdisziplin aller Camper. Der Entleerung des Abwasserbehälters. Greywater. Und Blackwater. Also Dusch- und Abwaschwasser. Und Klo. Wir fahren zur Dumping-Station an der Einfahrt des Campingplatzes. Da steht ein Schild, welches eindeutig darauf hinweisen soll, dass hier der richtige Platz für unser Vorhaben ist. David erinnert sich an das Einschulungsvideo, welches wir in der Camper-Abholstation gesehen haben. Darin wurde genau erklärt, was zu tun ist. Den Abwasserschlauch aus dem Stauraum herausholen. Ein Ende andocken beim Camper. Das andere Ende rein in die Senkgrube. Dann zuerst das Blackwater ablassen, dann das Greywater. Damit der Schlauch durchgespült wird. Mahlzeit. Zuerst mal die beim Dollarama gekauften Gummihandschuhe anziehen. Dann ran ans Werk. Das eine Ende des Schlauches ist schnell an der richtigen Stelle am Camper montiert. Das andere Ende – das gefährliche Ende – ja.. wo muss das nun hin. Bzw. rein? Hier schaut es gut aus. Das hätten wir uns zwar anders vorgestellt, aber gut. Naja. Wird schon so passen. Eveline ist skeptisch. Und geht sicherheitshalber noch einmal nachfragen ins Office. Schnell kommt sie retour gelaufen und ruft: „Schatziiii, nicht da rein lassen!!“ Okay. Dann lieber doch das andere Loch im Boden. Wofür das Loch gewesen wäre, wo hinein wir beinahe abgelassen hätten, werden wir wohl nie erfahren. Der Keller vom Office oder dergleichen wahrscheinlich. Man weiß es nicht. Wir sind schlussendlich sehr erfolgreich mit unserer Aktion. Alles klappt wunderbar. Alles sauber. Alles leer. Wir sind wieder gerüstet für die nächsten Tage. Wir verlassen den Campground und machen uns auf den Weg. Wir steuern die zweitgrößte Stadt von Vancouver Island an, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Nanaimo heißt diese. Wir suchen wieder einen Dollarama und kaufen uns billige Fleecedecken für das Sitzen am Lagerfeuer und eine noch zusätzlich zum Schlafen. 4 CAD das Stück. Also ca. 2,60€. Des geeeht. Und einen Baumarkt steuern wir auch noch an. Wir brauchen einen Grillrost. Lagerfeuerstellen sind auf allen Plätzen vorhanden, aber meistens keine Vorkehrungen, um auf diesen zu grillen. Grillrost: check. Dann noch rein in eine Fleischhackerei, zwei marinierte Hühnerbrüste und eine Packung Käsekrainer. Sehr preiswert und qualitativ hochwertig. In der Bäckerei nebenan wird noch frisches Vollkornbrot gekauft. Cinnamon Rolls müssen es natürlich auch wieder sein für Eveline. Einkäufe sind auch erledigt. Wir verlassen Nanaimo und fahren am Highway entlang der Sunshine Coast weiter Richtung Norden. Am Weg sehen wir einen riesigen Outdoor Store. Den müssen wir uns anschauen. Wir verlassen den Highway und entern das riesige Geschäft namens Cabela’s. Eine unglaubliche Auswahl an Jagd, Fischerei, Outdoor und Camping Zubehör und Ausrüstung. Angelruten, Bögen, Gewehre, Kanus… Unblaublich fett. Und alles so frei zugänglich. Die Munitionsschachteln liegen hier offen in den Regalen, wie bei uns daheim die Zuckerl im Supermarkt. Wir verlassen das Geschäft wieder. Wir haum nur gschaut. Danke. Weiter geht’s. Wir erreichen schließlich Parksville. Ab hier verlassen wir die Sunshine Coast und fahren ins Landesinnere. Unser Ziel ist Port Alberni. Sproat Lake Provincial Park. Dort haben wir uns einen Campingplatz herausgesucht. Es beginnt zu regnen. Dichte Wolken ziehen auf während der Fahrt. In Port Alberni besuchen wir noch das Visitor Center. Eine nette Dame erklärt uns die besten Campingplätze und wo wir sonst noch was finden. Wir bleiben bei unserem ausgesuchten Campingplatz und suchen uns diesen. Am gewünschten Platz angekommen, treffen wir einen Parkranger an. Dieser teilt uns mit, dass es hier nur normale Stehplätze gibt, keine Anschlüsse für Strom oder Wasser. Das gefällt uns auf Grund der Wettersituation gar nicht. Zumindest ein Stromanschluss für die Heizung wäre bei dem Wetter schon fein. Außerdem ist es erst kurz vor 15 Uhr. Und recht viel unternehmen kann man bei Regen auch nicht. Daher entschließen wir uns, einfach weiter zu fahren. Das Ziel lautet nun: Tofino. Dort haben wir 2 nette Campingplätze gefunden. Wir wollen zuerst mal auf den Bella Pacifica Campground. Auf der Fahrt auf dem Pacific Rim Highway Richtung Zielort entdecken wir eine Aussichts-Bucht. Wir bleiben stehen. Wunderschöne Natur entlang der Strecke. Ein Fluss, viel Wald. Links und rechts Felsen. Traumhaft zu fahren. Aber viel bergauf und bergab. So sollte jeder „Highway“ sein. Dieser Highway gleicht eher einer Landstraße. Bei dem Aussichtsplatz steht ein Zaun. Auf diesem hängen hunderte Schlösser und Souvenirs. Socken, CDs, Fahnen, Unterhosen, Schuhe, Anhänger, Uhren, Kappen, Gürtel… Auch nicht schlecht. Den Sinn dahinter erkennen wir nicht. Aber es gefällt uns irgendwie. Wir haben von unserer Freundin Steffi auch ein Schloss mit auf die Reise bekommen. Wir holen es heraus und gravieren mit Davids Leatherman unsere Initialen hinein. Das klappt recht gut. „E+D 2018“. Hinten drauf: „Weltreise“. Eveline graviert noch ein Herz drauf. Süß. Das Schloss gesellt sich ab jetzt zu den anderen paar hundert Schlössern auf dem Gitterzaun. Sehr fein ist das. Ein paar Fotos. Dann fahren wir weiter. Wir erreichen den Bella Pacifica Campground. Auch dort sind nur mehr Plätze ohne Full Service frei. Also ohne Strom und Wasser. Die wollen wir nicht. Wiederum suchen wir uns einen anderen Campingplatz. Gleich nebenbei. Den Mackenzie Beach Resort Campground. Endlich am Ziel des heutigen Tages angelangt. Wir parken uns ein und machen gleich ein Feuer. Feuerholz haben wir noch vom letzten Feuerholzeinkauf. Gestern Nacht haben wir nur die halbe Scheibtruhe verheizt. Den Rest haben wir in einem Seitenstaufach des Campers eingeladen und mitgenommen. Perfekt. Feuer brennt. Wir machen es uns gemütlich. Eveline kocht Kartoffeln. Wir wollen grillen. Doch der gekaufte Rost ist zu klein für die Feuerstelle. Macht auch nichts. Beim nächsten Mal dann. Die Hühnerstreifen kommen heute eben aus der Pfanne. Die gekochten Kartoffeln dazu und Spargel. Gesalzene Butter steht auch immer griffbereit. Ein Bier genehmigen wir uns auch noch. Herrlich. Danach eine Runde schnapsen. Eveline gewinnt natürlich – wie immer. David’s Harakiri „Zuadrah“ Aktionen gehen einfach zu selten auf. Wir planen den nächsten Tag. Ein paar Situps und Liegestütz noch vor dem schlafen gehen. Morgen ist leider Regen angesagt…

Unser Frühstückstisch im Camper…

Zaun mit Schlössern und Souvenirs…

Unser Schloss…

Der erste Bär in Port Alberni

Am Strand an der Pazifikküste…

Bier und Campfire am Campingplatz…

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