Lac Louisa, Montreal und Gananoque…

Tag 9 // Wir stehen um 9 Uhr auf. Die Sachen werden gepackt. Das Frühstück halten wir heute kurz. Joghurt mit Früchten. Und Toast – mit der restlichen Kräuterbutter. Wir beladen den Nissan und gehen anschließend zu Chantals Wohnung. Ihr Mann Rene ist heute auch zu Hause und macht Homeoffice. Ein kleiner, netter Herr. Tiefe Stimme. Seine französische Begrüßung klingt herrlich. Bonjour… So in etwa stellen wir uns Napoleon vor. Wir plaudern ein wenig über unsere Reise und was wir denn normalerweise so arbeiten, wenn wir zu Hause sind. Auf Englisch natürlich. Er fragt uns woher wir kommen. „Austria.“ „Oh Australia.“ „No. Austria. In Europe.“ „Oh. In Germany.“ „No, in Vienna.“ „Oh yes, I know Vienne“ Wir erzählen ihm, dass wir heute noch nach Montreal fahren wollen. Er gibt uns Tipps, wo wir dort dann am besten unser Auto parken können. Diesen Ratschlag nehmen wir natürlich gerne an. Zur Sicherheit gleich notiert. Schriftlich ist immer gut. Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern und machen uns ziemlich genau um 10 Uhr auf den Weg Richtung Montreal. Oder wie Rene sagen würde: Moooorealll. Es ist ein sehr warmer Tag heute. 23 Grad schon um 10 Uhr Vormittag. Wir cruisen ca. 1,5 Stunden auf der Route 158. Viele Baustellen und ziemlich viel Verkehr. Wir sind froh, als wir am Ziel angelangt sind. Wir parken unser Auto beim Hafen und gehen zu Fuß in die Old Town von Montreal. Eine sehr schöne Altstadt. Super Flair. Viele Touristen. Der Reiseführer am Handy schlägt eine Altstadt-Tour vor. Die nehmen wir. Wir genehmigen uns ein Eis und einen Cappuccino in einem sehr stylischen Cafe namens Mlle Catherine. Es hat bereits um die 30 Grad. Stahlender Sonnenschein und wolkenloser Himmel. Im Gegensatz zu unserer Kanutour im Algonquin Nationalpark ein unglaublicher Temperaturunterschied. Wir kommen an der Basilika Notre-Dame de Montréal vorbei. Als brave Christen schauen wir da natürlich rein. Viele Kirchen werden wir wahrscheinlich sowieso nicht besuchen auf unserer Weltreise. Die Kirche ist sehr imposant von außen. Angeblich hat hier Céline Dion geheiratet. Okay. Too much information. Innen ist die Kirche ebenfalls wunderschön. Wir sind beeindruckt und befinden, dass die Kirche die 6 CAD Eintritt auf jeden Fall wert war. Wir zünden ein Kerzerl an. Dem Orgelkonzert, welches gerade beginnt, wird auch noch gelauscht. Dann wieder raus ins Freie. Wir sind eigentlich fertig mit unserer Altstadt Tour. Den Reiseführer haben wir währenddessen auch genau studiert und alle interessanten Informationen aufgesaugt. 1642 ließen sich hier in der Altstadt die ersten Siedler nieder. Sehr interessant. Vielleicht sollten wir hier auch noch auf ein Abschlussgetränk gehen. Dort vorne ist eine Brasserie. Wir trinken ein kleines Bier. Und viel Wasser. Es ist unglaublich heiß. So. Jetzt sind wir fertig mit Montreal. Zurück zum Auto und weiter gehts retour Richtung Ontario. Um ca. 16 Uhr verlassen wir das Parkhaus. Erneut sehr starker Verkehr. Eveline navigiert wie gewohnt souverän mit den Google Maps Offline Karten. David ist das Werkzeug am Steuer des Nissan. Funktioniert großartig die Kombo. Auf dem 20er Highway rollen wir Richtung Gananoque, nähe Kingston, wo unser nächstes Airbnb Quartier liegt. 280 km bis zum Ziel – sagt unsere App. 4 Stunden werden wir schlussendlich unterwegs sein. Auf der Hälfte der Strecke machen wir eine kurze Pipi-Pause bei einem Tim Hortons. Nur Klo, kein Snack. Hierbei entscheiden wir uns, den Highway zu verlassen und für den Rest der Strecke die Landstraße zu benutzen. Man fährt zwar eine halbe Stunde länger, die Fahrt ist jedoch viel kurzweiliger und man kann die Schönheit der Landschaft genießen. Wir hören Musik über Spotify am iPhone. Dieses haben wir längst an die Lautsprecheranlage des Nissan gekoppelt. Heruntergeladene Offline Playlist am App. Zwischendurch liest Eveline weiter aus dem Lonely Planet e-Book Reiseführer am Amazon Kindle App vor. 1000 Islands ist die nächste Attraktion, für welche wir nach Gananoque pilgern. Entlang des Sankt Lorenz Stromes fahren wir den letzten Teil der Strecke am 1000 Islands Parkway Richtung Ziel. Es ist bereits nach 19 Uhr und der Sonnenuntergang sorgt für eine atemberaubende Lichtstimmung über dem Fluss. Herrliches Ambiente. Die ersten kleinen Inseln sind zu sehen. Wir reduzieren die Geschwindigkeit und genießen die letzten Kilometer. Ein Stopp für ein Foto ist auf Grund des Verkehrs und der Straßenlage leider nicht möglich. Bei unserer Airbnb Unterkunft treffen wir niemanden an. Wir halten uns an die Regeln für den Check-In, welche uns vom Gastgeber per Nachricht auf unsere Airbnb App zugeschickt wurden. Ein elektronisches Schloss befindet sich an der Haustüre. Den notwendigen Code haben wir ebenfalls schon per Nachricht erhalten. Wir checken ohne Probleme ein. Auch diesmal haben wir großes Glück mit der Unterkunft. Sehr sauber und gemütlich. Es ist schon sehr spät und wir sind müde von der langen Fahrt. Noch duschen und einen kleinen Snack verputzen. Salami und Käse war noch übrig – vom letzten Einkauf. Dann schlafen. Morgen gehts dann bei Tageslicht zu den 1000 Inseln…

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